Wir haben die aktuellen Entwicklungen für Sie analysiert und sagen Ihnen heute, worauf es morgen ankommt.
Bitcoin – und Blockchain, die Architektur hinter der Kryptowährung – setzen im neuen Jahr ihren Siegeszug fort. Bitcoin wird zu einem ernsthaften Zahlungsmittel und rüttelt die Finanz- und Versicherungswelt durch. Die letzte Bankenkrise war dagegen ein Kinderspiel. Einlagen und Rückstellungen werden nicht helfen – bei der aktuell unsicheren Welt und den selbstverschuldeten Zweifeln in Banken, Versicherungen und Finanzwirtschaft werden wir eine Explosion digitaler Währungen erleben.
Smart Contracts sind elektronische Verträge, die beim Erreichen bestimmter Konditionen automatisiert Aktionen vornehmen können, etwa zu Zinsterminen Zahlungen an die Gläubiger veranlassen. Sie gewinnen mit dem Erstarken digitaler Währungen an Fahrt. Der Trend, auch Smart Contracts über die Blockchain Technologie abzubilden, wird in ersten sinnvollen Anwendungen im echten Leben ankommen – ohne, dass es die Endnutzer überhaupt merken.
Autonome Fahrzeuge sind bereit für die Straße. Dazu braucht es eine zuverlässige Infrastruktur, etwa leistungsstarke Sensoren oder den flächendeckenden Ausbau von Bandbreite. Das Thema der digitalen Mobilität umfasst auch die Optimierung und Verzahnung von Mobilitätsangeboten aus öffentlicher und privater Hand. Immer mehr Anbieter verzahnen ÖPNV mit privaten Angeboten (wie Car- oder Bikesharing) in einer App. Insgesamt werden sich die Möglichkeiten von „intelligenten Transportsystemen“ (ITS) weiter etablieren.
Der Google Assistent wird massiv an Nachfrage gewinnen, da die Skill-Logik weitaus einfacher als bei Amazon Alexa zu handhaben ist und Google den Assistenten nativ in das Betriebssystem integriert hat (welches ja bald auch bei Audi und Volvo eingesetzt wird). Die Nutzung von Skills ohne vorhergehende Installation gleicht einer „App für alles“ – dem feuchten Traum eines jeden Users. Zusätzlich wird Google Home Amazons Alexa den einzigen echten Mehrwert ablaufen – Smart Home bzw. Home-Automation.
In Zukunft werden nicht nur Sprachassistenten mit der eigenen Stimme gesteuert, sondern auch Webseiten, Online-Shops oder Apps. Die Sprache ersetzt Maus und Tastatur. Damit die Navigation funktioniert, müssen Seiten und Applikationen neu gedacht werden. 2018 werden wir erste Pilotprojekte sehen. Das Ergebnis (über 2018 hinweg): Neue Bedienungskonzepte für Apps und Online-Angebote, die sich die Eigenheiten der Sprachsteuerung zu eigen machen – und eine vollkommen neue Customer Experience ermöglichen.
Immer mehr Unternehmen werden sich 2018 mit den sogenannten Microservices auseinandersetzen. Strukturen also, die schnell skalieren und sich an ändernde Märkte und Anforderungen anpassen. Der Begriff stammt aus der IT und bezeichnet kleine, unabhängige und spezialisierte Prozesse, die gemeinsam eine komplexe Anwendung ergeben („Mach nur eine Sache, die aber richtig.“) Für Unternehmen heißt das: weg vom monolithischen System hin zu einer agilen, heterogenen Exzellenzcluster-Struktur.
Das Internet der Dinge war 2017 ein großes Thema mit eher kleinen Auswirkungen. Ab 2018 werden IoT–Anwendungen auch für den Endnutzer sicht- und spürbar. Neue Elektronikgeräte kommunizieren im Hintergrund viel mehr miteinander als bisher, sehen Ausfälle vorher, kündigen Wartungen besser an – und nehmen uns damit Denkleistung ab. Uns bleibt Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Vorbild ist die intelligente Produktions-und Logistikautomation in der Industrie.
Künstliche Intelligenz wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Herrschte bisher bei vielen Unsicherheit und Skepsis vor, werden wir 2018 KI als Freund und Helfer kennenlernen. Anwendungen in den Bereichen Smart Home, medizinische Diagnostik und Smart Factory sind nur einige der zukunftsträchtigen Felder.
Natürlich ist Big Data kein Trend mehr, sondern Fakt. 2018 werden wir lernen, mehr damit anzufangen. Wir werden die Daten zielgerichteter auswerten und nutzbar machen. Aus Big Data wird Smart Data: Wir werden Daten konsequenter als „Futter“ für künstliche Intelligenz nutzen, in die Marketing-Automation integrieren und für die Personalisierung verwenden.
Die einzelnen Sparten, in denen Google Engagement zeigt, werden ab 2018 ihr volles Potenzial entfalten. Ob Smart Home, Smart City, künstliche Intelligenz, Big-Data Analysen, Google Home, Instant Apps, Google Cloud-Dienste oder Google SEO und SEA – durch die Verknüpfung der einzelnen Dienste wird deutlich, wie viel Macht und Wissen Google über uns hat und wie wir wiederum dieses Wissen nutzen, um einfacher und unbesorgter unseren Alltag zu bestreiten.
Die Vernetzung von Anwendungen sowie Tools zur Kollaboration verändern die Arbeitswelt. Die Geschwindigkeit, mit der wir Ergebnisse produzieren und Entscheidungen treffen, war nie so hoch. 2018 spüren wir die strukturellen Folgen der technischen Digitalisierung: Tradierte Organisationen beginnen sich radikal zu verändern. Dabei wird die Notwendigkeit zur Veränderung oft nicht durch externe Rahmenbedingungen, sondern von den eigenen Mitarbeitern getrieben und von potentiellen Kandidaten erwartet.
Kundenservice und Kunden-Zentrierung nehmen im neuen Jahr noch einmal massiv an Fahrt auf. Denn Produkte werden immer ähnlicher, die Vergleichbarkeit liegt oft nur im Preis – oder im Service. Wer nicht mit seinen Kunden transparent und kanaldurchlässig kommuniziert und individuell interagiert, verliert. Ein Mittel der Wahl: die digitale Kundenkarte mit diversen Benefits. Dadurch lässt sich der Service noch individueller gestalten.
Ganz einfach: Sie sterben aus. Convertibles oder 2-in-1 PCs mit umklappbaren Displays sorgen dafür, dass der Bedarf an Tablet-PCs gegen Null sinkt. Aus Marketingsicht wird interessant sein, ob wir dann nur noch zwei Breakpoints im Webdesign brauchen. Die Branche wird indes mit Spannung beobachten, ob Microsoft die Chance nutzt, doch noch in die mobile Welt der Nutzer einzusteigen, nachdem ja das Windows-Phone offiziell für tot erklärt wurde.
Nichts. Der Anfang 2017 prognostizierte Hype, die immensen Umsatz-Potenziale und das Getöne um das iPhone X mit ARKit werden in 2018 keinen wirklichen Impact auf unser Leben haben. Im Video Gaming und Adult-Entertainment Sektor wird das Wachstum wahrscheinlich zweistellig bleiben, das war‘s auch schon. Es fehlen passende Use-Cases und vor allem sinnvoller Content, um Augmented und Virtual Reality außerhalb dieser Branchen wirtschaftlich sinnvoll und zielgruppenkonform zu etablieren.
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