Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

Wie geht es jetzt weiter?

 

Ihr Kontakt bei diconium

Burkhard Richter
director digital consulting

Der Autor

 

Ihr Kontakt bei diconium

Alexander Käppler
senior digital consultant

Die Autorin

 

Ihr Kontakt bei diconium

Sabine Heydenbluth
senior digital consultant

Wie geht es jetzt weiter?

 

Ihr Kontakt bei diconium

Matthias Rüdiger
senior digital consultant

Die Welt im Wandel: Alljährlich wird zu Jahresbeginn in der Digital-Branche diskutiert, welche Technologien, Trends & Entwicklungen ganz oben auf der Digital-Agenda stehen (müssen). Aber welche Trends beeinflussen die digital vernetzte Gesellschaft nachhaltig, wo handelt es sich um "heiße Luft", welcher Hype muss zwingend in die Unternehmensstrategie inkludiert werden? Unsere Digital Consultants ordnen die Tech-Trends 2021 ein.
 

1. Autonome Drohnen
2. Silver Society & Voice-as-UI
3. Sustainable Business Models
4. Digitale Transformation nach innen
5. Gesundheit als Statussymbol
6. Digitale Erziehung & Medienkompetenz
7. Kulturwandel: Youth Council

Autonome Echolokation-Drohnen

tech-trends 2021 | autonmous drones | diconium

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"Neueste Fortschritte in der Drohnentechnologie bringen Drohnen einen Schritt näher, vollständig selbststeuernd zu werden. Drohnen sollen dazu gebracht werden, sich in Dunkelheit oder auf Strecken mit komplizierten Hindernissen selbst zu navigieren. Wie die Fledermäuse, sollen sich auch Drohnen künftig mit Echolot und Echo-Ortung autonom fortbewegen können."

Bisher konnten Drohnen manuell mit Hilfe von Sichtlinien, Videokameras, globalen Positionierungssatelliten und einem lasergestützten Radar, dem sogenannten LIDAR (Abkürzung für Englisch „light detection and ranging“) – das ist eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Fernmessung atmosphärischer Parameter – gesteuert werden. Neuste Drohnenprojekte addieren eine weitere Navigationsebene, den Schall, hinzu. Mit Hilfe dieser Erweiterung sollen Drohnen in der Lage sein, Hindernisse zu beobachten und ihnen auszuweichen. Notwendig sind dafür mindestens vier Mikrofone und ein Lautsprecher. Zusammen erzeugen sie ein Echo, um die relative Entfernung von anderen Objekten zu messen. Die Verarbeitung der Informationen beruht auf dem bekannten Konzept der Entfernungsmessung durch die Erzeugung eines Echos. Ein Algorithmus, der auf kommutativer Algebra basiert und "Echosortierungen" vornimmt, bestimmt die Entfernungen relevanter Objekte. Insbesondere in Situationen in denen LIDAR- und Satellitensysteme unzuverlässig sind, d.h. bei Nebel oder staubigen Bedingungen, in Gebäuden oder Tunneln, sind Drohnen mit Autopiloten, die mittels Echolokation von Hindernissen weglenken, hilfreich. Die Drohnen wären somit nicht so sehr auf Kameras und GPS angewiesen und könnten auch bei Dunkelheit sicher und autonom navigieren.

Diese Entwicklung ist auch nützlich in Hinblick auf unbemannte Flugkörper wie Flugtaxis, welche auf sichere und autonome Fortbewegung durch den Luftraum angewiesen sind. Bei einem erprobten System lassen sich auch nützliche Rückschlüsse für autonomes Fahren ziehen. Ein neuartiges Echolot-Navigationssystem für Drohnen kann besonders bei Nachtflügen eine vielversprechende Ergänzung zu bestehenden Technologien darstellen. Naheliegende Anwendungsfälle könnten Such- und Rettungsaktionen, Nachtpatrouillen und andere Missionen sein, bei denen Dunkelheit vorherrscht.

Matthias Rüdiger

Silver Society und Voice-as-UI

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"Die Modelle für die Sprachnutzung sollten jetzt entstehen, vertestet und verbessert werden – denn wenn das Gros der Bevölkerung den Bedarf artikuliert, ist es zu spät, sich mit ersten Gehversuchen zu beschäftigen."

 

874001974

Dass unsere Gesellschaft altert ist bekannt; in den nächsten zehn Jahren wird die erste stark digital geprägte Generation in ein Alter kommen, in der körperliche Einschränkungen die Mediennutzung erschweren. So wird zum Beispiel die Nutzung von Bildschirmen und auch Tastaturen in hohem Alter schwieriger. Diese Generation erwartet aber digitale Services und Lösungen für die Aufgaben im Alltag. 

Gut, nicht gleich in 2020, jedoch ist es absolut ratsam, sich schon heute mit dem Thema Voice-as-UI zu beschäftigen, mit der Art, wie Sprache für Mensch-Maschine-Kommunikation eingesetzt werden kann, wie Interaktionen im Voice-Kontext gesteuert werden. Dazu ist es notwendig, kontextabhängigen Content und Daten zur Verfügung zu stellen, so dass diese Inhalte über die Stimme abgerufen und auditiv genutzt werden können. Die Modelle für die Sprachnutzung sollten jetzt entstehen, vertestet und verbessert werden – denn wenn das Gros der Bevölkerung den Bedarf artikuliert, ist es zu spät, sich mit ersten Gehversuchen zu beschäftigen.

Alexander Käppler

Das Thema Voice-as-UI beschäftigt uns dementsprechend bereits seit einiger Zeit:

Neue Geschäftsmodelle, um die Welt zu retten

874001974

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

„Was kostet die Welt?“ war früher. Lifestyle, Banking, Mobilität, Internet, 5G und Co. darf uns nicht die Welt kosten! Wenn das Internet inzwischen soviel Energie verbraucht und CO2 produziert wie der globale Flugverkehr – Tendenz steigend – dann sind nicht nur neue Energieformen und Kompensationen gefragt, sondern neue Geschäftsmodelle, die Energie und Ressourcen erhalten."
Deswegen: Willkommen in der „Circular Economy“.

Im Vergleich zur „Linear Economy“ werden Ressourcen nicht VERbraucht sondern GEbraucht. Auf Kreislauf-Basis entstehen so biologische Kreisläufe für Verbrauchsprodukte und technische Kreisläufe für Gebrauchsprodukte. Neue Produktparadigmen wie z.B. das Design Concept Cradle to Cradle, nachhaltige Angebote im Finanzbereich sowie oder modulare, reparierbare Produkte wie fairphone sind Beispiele für neue, auf Nachhaltigkeit setzende Geschäftsmodelle.

So werden Business-Modelle dreidimensional: die soziale und ökologische ergänzt die ökonomische Dimension und ebnet den Weg für holistische Lösungsansätze wie Impact Models, Social Business, Green Hosting, Plattform- und Share Economy jeglicher Couleur. Tipp: In unserem Whitepaper Make an Impact beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Sabine Heydenbluth

Digitale Transformation nach innen

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"Damit ist es nicht nur ein Trend, auch als Unternehmen nach innen hin agil zu werden, sondern eine Pflicht. Wer sein Unternehmen auch nach innen hin nicht auf Microservices (in vielerlei Hinsicht) umstellt, wird den Wettbewerb bereits auf mittlere Sicht verlieren."

 

874001974

Die letzten Jahre waren geprägt von der Digitalisierung der Vertriebs- und Marketingprozesse in Richtung Kunde. Dieser Schritt ist in vielen Branchen auf einem guten Weg, kaum ein Unternehmen hat keine Webseite oder einen digitalen Transaktions-Kanal zum Kunden hin. Doch nun knirscht es im internen Gebälk. Die digitalen Angebote vom Online-Chatbot bis hin zu vollkommen digitalen und automatischen Versicherungs-Antragsstrecken, Urlaubs- und Fortbildungsangeboten sind geschaffen und werden zusehends genutzt – doch die Bearbeitung danach ist oft noch manuell, händisch, fehleranfällig und im schlimmsten Fall – nicht skalierbar. Jedenfalls nicht im gleichen Maße, wie sich die Nachfrage entwickelt.

Daher ist es dringend notwendig, und viele Unternehmen werden dieses Thema in den nächsten Jahren weiterverfolgen, interne monolithische IT-Strukturen und Silos abzubauen, komplette Unternehmensbereiche auf servicebasierte transparente und durchlässige Architekturen umzustellen und die Mitarbeiter im Prozess mitzunehmen. Damit ist es nicht nur ein Trend, auch als Unternehmen nach innen hin agil zu werden, sondern eine Pflicht. Wer sein Unternehmen auch nach innen hin nicht auf Microservices (in vielerlei Hinsicht) umstellt, wird den Wettbewerb bereits auf mittlere Sicht verlieren – denn Geschwindigkeit und Anpassungshäufigkeit von Geschäftsmodellen und -prozessen sind offensichtlicher denn je.

Alexander Käppler

Gesundheit als Statussymbol

874001974

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"In westlichen Gesellschaften werden aufgrund der steigenden Kosten der Gesundheitssysteme das Thema der Vorsorge und der persönlichen Gesundheitsoptimierung immer wichtiger. In Zukunft wird ein offensichtliches Wohlbefinden zu einer Art Statussysmbol, ähnlich wie es das eigene Haus oder das Auto es mal waren."

Ferner zeigen richtungsweisende Gesetzesvorschläge im Kontext Gesundheitssystem, wie sich die Politik und die Industrie den Zusammenhang von Daten zunutze machen will. Anonyme Patientendaten als Quelle für Forschung, digitale Gesundheitsakte und Opt-Out für die Organspende sind da nur die ersten Indikatoren. Ab dem kommenden Jahr sollen darüber hinaus Gesundheits-Apps durch Staat und Gesundheitskassen gefördert werden, was als ein weiterer Meilenstein in der Bedeutungsschaffung von Health und Health-Systemen angesehen werden kann. Ab 2020 werden wir also mit einer zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitssystems zu rechnen haben, ob wir wollen oder nicht – Anbieter von Apps, die mehr oder weniger gesundheitsfördernd sein müssen, werden sich auf dem neuen und wahrscheinlich lukrativen Feld ausbreiten und vielleicht ist ja mit Glück wirklich die eine oder andere hilfreiche App dabei. Apple macht es heute bereits mit der EKG-Funktion in der Apple Watch vor und hat in der Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten einen entscheidenden Vorsprung.

Alexander Käppler

Wie digital dürfen Kinder unterwegs sein?

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"Ein möglichst reflektierter Umgang mit digitalen Medien ist auch aufgrund des Suchtpotentials von essentieller Bedeutung. Bauen Sie sich eine umfangreiche kindgerechte Digitalkompetenz auf und gehen Sie mit gutem Beispiel voran."

 

874001974

Welche Auswirkungen hat die heutige (neue) Komplexität auf nachkommende Generationen? Was machen diese vielfältigen Eindrücke mit jungen, heranwachsenden Menschen? Digitale Medien sind ein selbstverständlicher omnipräsenter Bestandteil der kindlichen Lebens- und Alltagswelt. Immer mehr Formen und Orte der Kommunikation und des Handelns sind von Medien durchdrungen und nehmen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und parallel auf die Familiengestaltung sowie das Familienleben. Bereits Kleinkinder steuern Alexa, swipen auf Handys, streamen auf Netflix, fotografieren mit Digitalkameras und wissen, dass man bei Amazon alle Wünsche erfüllt bekommt.

Doch es gilt unsere gesellschaftliche Verantwortung, die Gesundheit der Kinder in den Vordergrund zu rücken, wahrzunehmen. Digitale Medien können schwerwiegende negative Auswirkungen auf Kinder haben. Sie können die Wahrnehmungsfähigkeit und Motorik schädigen. Neben einem erhöhten Suchtpotential z.B. durch Likes auf Social Media wird die Psyche der Kinder z.B. durch Nomophobie („No-Mobile-Phone-Phobia“) sowie FoMo („Fear of missing out“) stark beeinflusst. Wenn die digitalen Medien die Kontrolle aller Lebensbereiche einnehmen, können Cyberstress, Empathieverlust, Depressionen sowie Schlaf- und Aufmerksamkeitsstörung Folgen des digitalen Überkonsum sein. Kinder verlieren durch den übermäßigen Konsum digitaler Medien wichtige Fähigkeiten und oftmals auch den Bezug zur analogen Welt und sind durch die neuen gesundheitsgefährdenden Einflüsse auch neuen Gefahren ausgesetzt. Trotz der Potentiale und Vorteile, die digitale Medien in Bezug auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung mit sich bringen, sollte man sich insbesondere aufgrund der schwerwiegenden Folgen die Gefahren für den Körper und Geist der Kinder bewusst machen.

Eltern stehen mehr denn je in der Pflicht, sich eine umfassende Medienkompetenz aufzubauen.

Darüber hinaus ist Ihre Vorbildfunktion ein wichtiger Bestandteil der Medienerziehung. Wenn Eltern selbst zu viel am Smartphone sind, suggerieren sie den Kindern, dass die technischen Geräte eine höhere Bedeutung haben als das Kind selbst. Kinder werden nicht mehr in ausreichendem Maße wahrgenommen, gehört und gefördert. Ein Teufelskreis, denn mit diesem Negativbeispiel verlieren Kinder jeglichen Bezug zur Realität fernab von digitalen Medien. Erziehung bedeutet nun auch „digitale Erziehung/Medienerziehung“; Bildung bedeutet nun auch „Medienbildung“ und die Vermittlung sozialer Kompetenzen beinhaltet nun auch, dass soziale Kompetenzen im Zusammenhang mit dem Internet gefördert werden müssen.

Ergänzend zum Aufbau der eigenen Medienkompetenz verlangt die heutige Welt auch, dem Kind eine selbstbestimmte Medienkompetenz zu vermitteln.

Häufigkeit, Intensität und Zweck der Nutzung spielen bei der Nutzung digitaler Medien eine entscheidende Rolle. Eltern sollten im besonderen Maße darauf achten, dass Entdecken, Lernen, Neugier, Kreativität, Bewegung, soziale Kontakte, sozial-emotionale und sprachliche Entwicklung sowie die sinnliche Wahrnehmung der Wirklichkeit bedeutungsvoll bleiben und Kinder nicht von digitalen Medien vereinnahmt werden.

Auch die Schule und Pädagogen nehmen einen entscheidenden Part in der Vermittlung von Medienkompetenzen ein. Die zu frühe Nutzung digitaler Medien raubt den Kindern wertvolle Entdeckungszeit und ist somit eindeutig kontraproduktiv. Letztendlich gilt es den Spagat zwischen „die Kinder nicht zu früh mit digitalen Medien konfrontieren“, auf der anderen Seite „frühzeitig den Kindern eine umfassende Medienkompetenz zu vermitteln“ zu lösen. Das Internet und neue Technologien bieten vielfältige Möglichkeit und können auch Nutzen stiften, sie bringen jedoch auch Gefahren im Zusammenhang mit der kindlichen Entwicklung und Suchtpotentiale mit sich.

Fazit:

Wir von diconium stehen für einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien – gerade in Bezug auf unsere nachkommenden Generationen. Digitale Neuerungen schaffen neue Chancen und Risiken. In jedem Falle gilt auch hier: alles in Maßen und in sinnvoller Verwendung. Ein möglichst reflektierter Umgang mit digitalen Medien ist auch aufgrund des Suchtpotentials von essentieller Bedeutung. Bauen Sie sich eine umfangreiche kindgerechte Digitalkompetenz auf und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Fördern Sie das Selbstbewusstsein sowie selbstbestimmtes Handeln und Denken bei Kindern und geben Sie die für Kinder so wichtige Aufmerksamkeit, Fürsorge und Anerkennung, die es für eine kindesgerechte Entwicklung benötigt. Sind digitale Medien bereits fest bei Ihnen im Alltag verankert, dann könnten medienfreie Tage oder mediales Fasten ein Einstieg in einen kontrollierteren Umgang mit digitalen Medien sein. Zu guter Letzt, gehen Sie raus – atmen Sie tief durch – spüren und genießen sie die Natur.

Matthias Rüdiger

Kulturwandel: Kann ein Youth Council helfen?

874001974

Tech-Trends 2021 – das wird Ihr Business nachhaltig prägen

"Im unternehmerischen Kontext ist ein Youth Council ein neu entworfenes Unternehmensorgan, welches nachkommenden Generationen auf Augenhöhe der Entscheidungsgremien Mitsprache- oder gar Mitbestimmungsrechte verleiht."

Kulturwandel kann ein wichtiger Bestandteil von Transformationsvorhaben in mittleren und großen Organisationen sein. Er fördert und fordert das Umdenken der bisherigen Arbeits- und Verhaltensweisen auf Basis neuer Umfeldbedingungen. Ein zentraler Treiber des Kulturwandels in Unternehmen ist die Digitalisierung. Sie ermöglicht Unternehmen, effizienter und kundenorientierter zu arbeiten und mit Hilfe neuer Tools und Medien das Geschäft sowohl intern als auch extern neu zu gestalten und weiterzuentwickeln. Der Kulturwandel in Unternehmen beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit den Menschen, den Werten und der Unternehmenskultur und bildet somit die Grundlage für Veränderungen in Bezug auf Organisation, Struktur und Systeme. Kulturwandel setzt also am Wertesystem und den Bedürfnissen von Menschen an und hebt sich somit klar von fachlichen Maßnahmen, Zielen und Strukturen ab.

Wir leben in Zeiten des schnellen Wandels. Das Geschäftsumfeld ändert sich rasant, Ressourcen sind leichter verfügbar, der Wettbewerbsdruck steigt und die Möglichkeiten wachsen. Zudem wird das Umfeld immer volatiler, Zukunftsszenarien immer ungewisser, die Geschäftsumgebung immer komplexer und Ereignisse immer vieldeutiger (vgl. VUCA). Unternehmen müssen nunmehr in der Lage sein, schnell auf die sich verändernde Umwelt zu reagieren.

Sie müssen effizienter, kundenfokussierter, schneller und flexibler werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltig erfolgreich zu sein (vgl. VOPA+).

Zukunftsfähige, lernende Organisationen benötigen in dem Zusammenhang den Kulturwandel, der den Nährboden für die organisationale und geschäftliche Entwicklung und Optimierung darstellt. Letztendlich geht es darum, die geltenden Rahmenbedingungen für das konkrete Handeln von Mitarbeitern so zu verändern, dass das erwünschte Verhalten (Ist- vs. Ziel-Unternehmenskultur) eintritt.

Ein Beispiel für eine Maßnahme, die den Kulturwandel in einem Unternehmen begleitet, ist ein „Youth Council“ oder auch Jüngstenrat. Im unternehmerischen Kontext ist ein Youth Council ein neu entworfenes Unternehmensorgan, welches nachkommenden Generationen auf Augenhöhe der Entscheidungsgremien Mitsprache- oder gar Mitbestimmungsrechte verleiht. Dieser Jüngstenrat bringt im Idealfall vielversprechende Ideen und neue Impulse ein, bewertet Geschäftsentscheidungen aus einem anderen Blickwinkel als z.B. der Vorstand und verfügt über eine überdurchschnittlich hohe Digitalkompetenz. In einem festgelegten Turnus können Vorstand und Jüngstenrat tagen, um z.B. über die strategische Ausrichtung, Investitionen und neue Technologien zu diskutieren. Prominente Beispiele wie z.B. Axel Springer oder Jung von Matt haben in der Vergangenheit bereits als Zeichen für eine moderne Unternehmens- und Führungskultur einen Youth Council eingeführt. Sogar die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung erwägt die Einführung eines Jugendbeirates zur Unterstützung bei Fragen rund um das Thema Digitalisierung. Das Youth Council begünstigt die Nachwuchsförderung, eine offene und transparente Unternehmenskultur sowie den Wissenstransfer und die Vernetzung innerhalb der Organisation. Das oberste Entscheidungsgremium wird somit für alle nahbarer und der Vorstand signalisiert gleichzeitig die Offenheit und Bereitschaft neue, zukunftsgewandte Sichtweisen einzubeziehen. Je nach Ziel-Kultur und Ausrichtung des Wertewandels kann das Youth Council eine sinnvolle Initiative im Zusammenhang mit dem Kulturwandel innerhalb eines Unternehmens sein. Zudem verspricht ein Jüngstenrat das Potential die Mitarbeitermotivation zu erhöhen, das Employer Branding zu stärken und die Innovationskraft des Unternehmens positiv zu beeinflussen.

Never forget: Culture eats strategy for breakfast.

Matthias Rüdiger


GOOD-TO-READ

Auch das IoT-Umfeld ändert sich rasant: 5 Internet-of-Things-Trends für die Industrie, die Sie 2020 nicht mehr ignorieren können.

 

Wie geht es jetzt weiter?

 

Ihr Kontakt bei diconium

Burkhard Richter
director digital consulting

Das sind wir

Seit 1995 unterstützen wir Branchenführer wie VW, Mercedes-Benz, Bosch, Kodak Alaris oder Sick dabei, das Potenzial der digitalen Transformation zu nutzen und Millionen von Kunden außergewöhnliche Erfahrungen zu bieten. Als starker Partner begleiten wir Unternehmen durch den gesamten Prozess der Digitalisierung: Von Innovation & Strategy, UX, Data & KI, Commerce und Technology bis hin zum Aufbau digitaler Einheiten.

Einer für alle, alle für einen! Rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen betreuen unsere Kunden von weltweit elf Standorten aus: Stuttgart, Berlin, Hamburg und Karlsruhe sowie Bangalore, Detroit, Peking, Lissabon, London, San José und VaE. Was uns vereint? Der Mut, neue Wege zu gehen, gegenseitige Achtsamkeit, Teamwork und der Wille, nachhaltig etwas zu verändern. diconium ist eine 100-Prozent-Tochter der Volkswagengruppe.