Trends der Woche 2018 – KW 26

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Trends der Woche 2018 – KW 26

Schaumkrone mit WM-Tweets

Die schwedische Biermarke Norrlands Guld hat zusammen mit der Agentur Åkestam Holst einen Drucker entwickelt, der während der Fußball-WM die Tweets von Fans auf Bierschaum druckt. Der Drucker kommt in ausgewählten Bars zum Einsatz, verwendet Tinte auf Malzbasis und ist direkt mit Twitter verbunden. Mit Hilfe eines Algorithmus, der aktive Nutzer und Hashtags scannt, werden die neuesten und relevantesten Tweets identifiziert. Die Tweets werden dann per WLAN in Echtzeit an die Schnittstelle des Druckers gesendet. Nachdem der Drucker die Tweets auf die richtige Größe skaliert hat, druckt er sie auf den Bierschaum.

Software verifiziert Echtheit von Waren

IBM hat die Software „Crypto Anchor Verifier“ entwickelt, mit der sich die Echtheit von Edelsteinen, Geldscheinen oder Olivenöl überprüfen und genetisch modifiziertes Getreide von naturbelassenem unterscheiden lässt. Sie nutzt künstliche Intelligenz und funktioniert in Kombination mit einem Spektrometermodul, das an der Smartphone-Kamera angebracht wird. Mit Hilfe der Software und des Spektrometers können die charakteristischen optischen Muster eines Objekts erkannt und Unterschiede zu ähnlichen Objekten bestimmt werden. Zudem lässt sich in Verbindung mit der Blockchain die Echtheit von Waren während der gesamten Lieferkette verifizieren.

Instagram startet eigene Videoplattform

Das Fotonetzwerk Instagram hat seine eigene Videoplattform „IGTV“ vorgestellt. Nutzer können dort Videos mit einer Länge von bis zu 60 Minuten hochladen. Die Videos erscheinen im Hochkantformat und sind damit bestens für das Smartphone geeignet. Damit ist die Plattform vor allem auf die Sehgewohnheiten der jungen „Generation Mobile“ abgestimmt. Weitere Zielgruppen sind Influencer und Unternehmen. Sie sollen längere Videos in Zukunft bei „IGTV“ statt auf YouTube hochladen. „IGTV“ ist als eigenständige App verfügbar, kann aber auch innerhalb der Instagram-App genutzt werden.

KI ermöglicht selektives Hören

Softwareentwickler bei Google haben ein Verfahren entwickelt, um aus Videos die Worte eines einzelnen Sprechers zu isolieren. Das Deep-Learning-Modell beobachtet die Mundbewegungen einer Person und kann die entsprechenden Audiodaten filtern, um die Worte der Person zu extrahieren und andere Sprecher und Geräusche auszublenden. Das Team hat dafür 100.000 Videos mit Vorträgen und Gesprächen gesichtet, aus denen 2000 Stunden mit klar verständlicher Sprache ausgewählt wurden. Sie wurden mit Gesichtern und Sprache aus anderen Quellen angereichert, um die auf einem faltenden neuronalen Netzwerk basierende künstliche Intelligenz zu trainieren.

Website zeigt personalisierte Inhalte an

Die österreichische Agentur Elements hat für die Kleinwalsertal Tourismus eGen eine neue Website entwickelt, die sich den Gästebedürfnissen und dem Gästeverhalten anpasst und den Websitebesuchern personalisierte Inhalte anbietet. Dafür werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz Daten zum Klickverhalten und zu den so genannten Conversions in einem Gästeprofil gespeichert. Ruft ein „bekannter“ Nutzer die Website auf, passt sich der Inhalt automatisch den Bedürfnissen dieses Nutzers an, sodass er die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit und passend zum jeweils genutzten Gerät angezeigt bekommt.