Trends der Woche 2018 – KW 40

Trends der Woche 2018 – KW 40

Onlineshopping mit Kopfbewegungen

Muratcan Cicek hat als Praktikant bei eBay das Tool „HeadGaze“ entwickelt, das Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen dabei helfen soll, bei eBay oder Amazon einzukaufen. Das Tool verwendet hierfür die Kamera des iPhone X sowie Apples ARKit, um die Kopfbewegungen des Nutzers zu erkennen. Dabei werden unterschiedliche Kopfbewegungen unterschiedlichen Aktionen zugeordnet, sodass das Smartphone freihändig genutzt werden kann. Somit eignet sich „HeadGaze“ auch für Menschen ohne motorische Beeinträchtigungen, da sie damit beispielsweise beim Kochen oder bei Reparaturarbeiten problemlos das Smartphone bedienen können.

AR-Produktvorschau leicht gemacht

Shopify bindet die Technologie „AR Quick Look“ des neuesten Apple ARKit 2 in seine Plattform ein, um die Onlineauswahl für seine Nutzer realer zu gestalten. Es war bereits zuvor möglich, Produkte in Augmented Reality zu betrachten, doch durch die Integration von „AR Quick Look“ ist nun keine unterstützende App mehr erforderlich, um die Waren in der realen Umgebung anzuzeigen. Stattdessen können die über 600.000 Händler der Plattform die Tools des Kits nutzen, um 3D-Modelle ihrer Produkte auf Shopify hochzuladen, die die Nutzer dann direkt über den Safari-Browser auf einem iOS-12-Gerät aufrufen können.

Schnelle Datenübertragung mit Antiferromagneten

Forschern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist in Kooperation mit der Utrecht University und des Center for Quantum Spintronics eine Langstreckenübertragung von Daten in antiferromagnetischem Eisenoxidkristall mit Hilfe von Magnonen gelungen. Antiferromagneten erreichen schnellere Rechengeschwindigkeiten als herkömmliche ferromagnetische Bauteile. Anders als Geräte auf der Basis von metallischen und Halbleitertechnologien erzeugen sie keine übermäßige Wärme, was schnellere Rechengeschwindigkeiten zulässt. Ferner sind Antiferromagnete stabil gegenüber externen Magnetfeldern, sodass sie sich für künftige Datenspeichersysteme eignen.

Roboter mit Fledermaus-Eigenschaften

Ein von Forschern der Tel Aviv University entwickelter Roboter nutzt eine von der Fledermaus inspirierte Navigation auf Basis der Echoortung. Die Säugetiere senden einen Schall aus und analysieren dessen Echo, um unbekannte Umgebungen zu erkunden und sich zu orientieren. Der „Robat" genannte Roboter verfügt über einen Ultraschalllautsprecher, der das Maul der Fledermaus imitiert und frequenzmodulierte Töne von sich gibt. Das Echo wird dann von Ultraschallmikrofonen aufgenommen. Er ist in der Lage, sich autonom durch ein ihm unbekanntes Gelände zu bewegen und dieses in Echtzeit aufzuzeichnen.

Ein Ring für kontaktlose Zahlungen

Die Credit Bank of Moscow hat mit Mastercard und dem Geldkarten-Entwickler Alioth kooperiert und den so genannten PayRing entwickelt. Damit können Kunden bequem bezahlen, indem sie ihn an das entsprechende NFC-Terminal halten. Der Ring lässt sich an allen Bezahlterminals einsetzen, die Mastercard Contactless unterstützen. Er besteht aus robuster und wasserfester Keramik und ist in mehreren Farben verfügbar. Nutzer des Rings sollen damit Fahrkarten, Produkte und Dienstleistungen bis zu einem Wert von 1000 Rubel begleichen können, ohne eine PIN eingeben zu müssen.