Trends der Woche 2019 – KW 15

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Trends der Woche 2019 – KW 15

KI hilft bei Früherkennung von Hirnschäden

Wissenschaftler der University of Helsinki haben eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die anhand der Bewegungsmuster schlafender Babys mögliche Entwicklungsstörungen erkennt. Babys führen in den ersten Lebensmonaten im Schlaf charakteristische Bewegungen durch. Eine KI wertet diese Muster anhand von Videoaufnahmen aus und erkennt mögliche Abweichungen. Diese können Hinweis auf eine eventuelle Zerebralparese sein, die Lähmungen nach sich ziehen kann. Üblicherweise werden solche Hirnschäden frühestens ab dem sechsten Monat erkannt. Die frühe Diagnose beschleunigt die Aufnahme einer Therapie, was zu besseren Behandlungsergebnissen führt.

Aktivist aus dem 3D-Drucker

Die Organisation Change the Ref hat gemeinsam mit der Agentur Alma aus Florida den ersten Aktivisten aus dem 3D-Drucker hergestellt. Die Figur stellt den Schüler Joaquin „Guacs“ Oliver dar, der beim Schulmassaker von Parkland von einem Amokläufer erschossen wurde. Um auf die Gefahr hinzuweisen, die von Waffen aus 3D-Druckern ausgehen, verwendet die Kampagne das gleiche Verfahren. Die Reise der Figur um die Welt wurde in einer Kurzdoku festgehalten und auf YouTube veröffentlicht. Letzte Station wird das Cannes Lions Festival sein, wo die Werbebranche herausragende Arbeiten prämiert.

Roboter im vollautomatischen Kiosk

Das Unternehmen pi4_robotics hat einen Roboter namens Gisela für den Einzelhandel entwickelt, der zugleich Produzent und Verkäufer im vollautomatischen Kiosk ist. So produziert Gisela beispielsweise in der Shoppingmall „Bikini Berlin“ Toybots – kleine Roboter aus Pappe. Kunden können Gisela über einen Touchscreen aktivieren. Auch Schmuck und Techfashion soll Gisela schon bald anfertigen, personalisieren und verkaufen können. Dank der Fernwartung kann pi4_robotics durch die Augen von Gisela schauen und so genau mitbekommen, wie Kunden mit Gisela interagieren und welche Interessen sie haben.

Fußballstadion mit 5G-Abdeckung

Der spanische Mobilfunkanbieter Telefónica hat das Heimstadion des FC Barcelona als erstes Stadion mit einer 5G-Abdeckung ausgestattet. Damit sollen Zuschauer zu Hause die Sportveranstaltungen aus der Perspektive von Fans im Stadion erleben können. Das kommerzielle Frequenzband von Telefónica wurde hier mit einem 3GPP-Netzwerk von Ericsson kombiniert und macht es möglich, die von mehreren Kameras mit 360-Grad-Ansicht erstellten Aufnahmen kabellos zu übertragen. Im Zuge des Mobile World Congress wurde ferner eine VR-App entwickelt, um vorzuführen, wie aus der Ferne das Training, das Stadion und ein Fußballspiel im Stadion erlebt werden können.

Sprachassistenten unterstützen Chirurgen

Interventionelle Radiologen der UC San Francisco haben eine App entwickelt, mit der Smart Speaker im Operationssaal auf Fragen der Ärzte antworten und ihnen helfen können, wichtige Entscheidungen zu treffen. Da im OP-Saal sterile Bedingungen herrschen müssen, können Chirurgen nicht während der Behandlung bestimmte Angaben im Computer nachschauen. Die Smart Speaker sollen sie mit wichtigen Informationen versorgen, wenn es etwa darum geht, für einen Bypass am Herzen die richtige Größe und das richtige Modell des Implantats festzulegen. Das System gibt dabei Überblick zu 475 verschiedenen Implantaten.