Trends der Woche 2019 – KW 22

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Trends der Woche 2019 – KW 22

KI übersetzt Sprachnachrichten in Workflows

Das kalifornische Start-up Verbz hat eine Spracherkennungs-Software programmiert, die Sprachnachrichten in terminierte Aufgaben für Arbeitskollegen übersetzt. Damit sollen Zeit und Tipparbeit eingespart werden, die das Verschicken von Mails und Einstellen von Terminen normalerweise erfordern. Die KI hinter dem System erkennt Namen, Daten und Tätigkeiten in den Sprachaufnahmen und wandelt sie in Aufgaben um, die Kollegen annehmen oder ablehnen können. Außerdem können von unterwegs gesprochene Zusammenfassungen von Meetings verschickt werden, in denen die nächsten Schritte definiert werden.

Website trainiert Erkennen falscher Gesichter

Wissenschaftler der University of Washington haben ein System entwickelt, anhand dessen Nutzer testen können, ob sie von KIs generierte menschliche Gesichter erkennen. Algorithmen können Bilder errechnen, die echten Menschen täuschend ähnlich sehen. Die Webseite „WhichFaceIsReal" soll Nutzern helfen, die Unterschiede zu erkennen. Dabei ist jeweils ein echter Mensch und eine Fälschung zu sehen. Nutzer sollen beispielsweise auf den Hintergrund, auf Flecken oder asymmetrische Brillen oder Schmuck achten. Die Forscher wollen dafür sensibilisieren, falsche Nachrichten oder Profile zu erkennen.

Biosensor analysiert das Leitungswasser

Das US-amerikanische Start-up Microlyze hat einen Biosensor namens „Waterlyzer“ entwickelt, der Leitungswasser analysiert. Das Gerät soll in Haushalten eingesetzt werden, damit frühzeitig eine Kontamination durch Chlor, Nitrate, Pestizide, Schwermetalle sowie Bakterien erkannt werden kann. Die Messergebnisse werden über eine App angezeigt und an das Start-up übermittelt. Das Ziel ist es, möglichst viele Daten aus allen Teilen der USA zu sammeln und sie mit Gemeinden und Kommunen zu teilen. Bei Grenzwertüberschreitungen sollen so öffentliche Behörden schnell eingreifen können, um Krisen zu vermeiden.

KI-App bringt Kindern das Lesen bei

Google hat mit „Rivet“ eine App lanciert, die KI und Spracherkennung nutzt, um Kindern beim Lesenlernen zu helfen. „Rivet“ stellt 2.000 Bücher in 25 Sprachen bereit, die nach Alter und Lesefähigkeit kategorisiert sind. Kinder, die sich ein Feedback wünschen, können beim Lesen ihr Mikrofon aktivieren und erhalten Hinweise, wie bestimmte Wörter besser auszusprechen sind. Hat ein Kind Probleme mit einem Wort, kann es darauf klicken, um sich das Wort vorlesen und erklären zu lassen. Die Funktion „Follow Along“ ermöglicht zudem, ein ganzes Buch vorgelesen zu bekommen. Dabei werden einzelne Wörter hervorgehoben, damit die Kinder folgen können.

Drohne von der Größe eines Pennys

Ingenieure der University of Southern California haben eine Drohne mit vier Flügeln entwickelt, die 95 Gramm wiegt und so groß ist wie ein US-Cent. Die „Bee+“ genannte Drohne ist eine Weiterentwicklung der RoboBee, die nur zwei Flügel besitzt und daher schlechtere Flugeigenschaften hat. Um „Bee+“ mit vier Flügeln auszustatten, wurde das Gewicht des Antriebs reduziert. Die Forscher nutzten dafür ein unimorphes Design, das auf einem einzelnen Stück piezoelektrischen Materials mit einer aktiven und einer inaktiven Schicht beruht. Wird Spannung angelegt, dehnt es sich aus und zieht sich zusammen.