Trends der Woche 2019 – KW 23

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Trends der Woche 2019 – KW 23

 

App hält andere Apps vom Datenklau ab

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben mit dem FZI gemeinsam eine App namens „Avare“ entwickelt, die Android-Geräte vor Datenklau durch Apps schützen soll. „Avare“ kontrolliert den Datenfluss zwischen einer App und dem Betriebssystem und lässt lediglich Daten durch, die vom Nutzer freigegeben wurden. Die in „Avare“ eingeschlossenen Anwendungen, können dabei ohne Einschränkungen benutzt werden. Apps, die etwa auf das Adressbuch zugreifen wollen, kann also der Zugriff auf Geburtsdatum oder Adresse eines Kontakts verweigert werden, sodass keine unnötigen Daten weitergegeben werden.

Soft-Skills Lernplattform in der VR

Die britische Agentur Somewhere Else hat eine VR-Trainingsplattform für Soft-Skills entwickelt, bei der Führungskräfte sich in ihr Gegenüber versetzen können. In der „Bodyswaps“ genannten Umgebung sollen sie sich auf schwierige Gespräche vorbereiten, indem sie ihre Position mit der des Angestellten tauschen. Der Gegenpart wird von virtuellen künstlichen Intelligenzen übernommen. Die Nutzer des sogenannten Virtual Embodiment können verschiedene Situationen am Arbeitsplatz trainieren, beispielsweise die Präsentation neuer Ideen oder die Situation einer Frau in einem männerdominierten Meeting.

Auf Tuchfühlung mit künstlicher Intelligenz

In der Londoner Gallerie The Barbican ist die Ausstellung „More than Human“ eröffnet worden, in der Besucher erleben können, was KI bedeutet. Die Ausstellung zeigt technische Neuerungen unter anderem des MIT, von IBM und DeepMind. Besucher kommen hier durch immersive Installationen mit Chatbots, Gesichtserkennung oder Deep-Fake-Videos in Kontakt. Darüber hinaus können sie historische Erfindungen wie etwa die Chiffriermaschine „Enigma“ aus dem Zweiten Weltkrieg kennenlernen. Laut dem Kurator soll die Ausstellung KI als eine der aktuell wichtigsten Technologien und als Triebfeder von Kreativität präsentieren.

Werbung passt sich Pendlern an

Mastercard hat für seine Kampagne „Tap & Go“ in Singapur mit JCDecaux kooperiert und kontextuelle Werbung an Bushaltestellen ausgespielt. Die Kampagne warb für die Mastercard-Karte, mit der Nutzer kontaktlos Bus- und Bahnfahrten bezahlen können. Die dynamische Werbung sprach Pendler daher je nach Tageszeit und Wetter unterschiedlich an. So sah die Zielgruppe im Laufe des Morgens auf den Werbetafeln Botschaften wie etwa: „Endlich ein leerer Bus, und dein Fahrtguthaben ist auch leer“, während es beim Feierabendverkehr hieß: „Endlich einen Platz im Bus gefunden, aber keinen Cent in der Tasche für die Fahrkarte“.

Digitale Bankkarte mit anpassbarem Design

Privatbank, die größte Bank der Ukraine, hat ihre mobile App Privat24 um eine Funktion erweitert, mit der Nutzer ihre digitale Mastercard durch eine Motivauswahl aus der Filmreihe X-Men personalisieren können. Die von 20th Century Fox lizensierten Heldenmotive erscheinen dann auf der Mastercard, die wiederum für Google Pay oder Apple Pay hinterlegt werden kann. Das soll den Bankkunden einen Anreiz bieten, die mobilen Zahlungsdienste öfter zu verwenden. Laut Privatbank sollen künftig weitere Designs etwa aus dem Sportbereich zur Verfügung gestellt werden, um das Nutzererlebnis bei mobilen Zahlungen emotionaler zu gestalten.