Trends der Woche 2019 – KW 31

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Trends der Woche 2019 – KW 31

Holografisches 3D-Display fürs Auto

Der Autozulieferer Continental entwickelt mit dem US-Unternehmen Leia ein dreidimensionales Armaturenbrett für Autos. Für das 3D-Bild des Lightfield-Displays ist keine Head-Tracker-Kamera nötig. Stattdessen werden acht Perspektiven des gleichen Objekts genutzt. Sie können je nach Blickwinkel leicht variieren. Der Lichtleiter mit Nanostrukturen bricht das Licht nicht, sondern beugt es und lenkt es dorthin, wo es für den 3D-Effekt benötigt wird. So kann das Display auch vom Beifahrersitz oder von der Rückbank betrachtet werden. Der Blick auf das Display wandert mit der Änderung des Blickwinkels.

Haptisches Armband lässt die virtuelle Welt spüren

Facebook hat auf der World Haptics Conference erstmals den Prototyp eines haptischen Armbands für VR- und AR-Anwendungen namens „Tasbi" präsentiert. Das Gerät wurde von einem Team bestehend aus sechs Forschern von Facebook Reality Labs und einem Forscher der Rice University entwickelt. „Tasbi“ wird an beiden Handgelenken getragen und verwendet eine Kombination aus Vibrationen und dynamischer Spannungseinstellung, um die Haptik virtueller Objekte zu simulieren. Jeder „Taktor“ im Band hat dabei einen individuellen Linearantrieb, sodass Vibrationen präzise gesteuert werden können.

Lichtbrille sorgt für mehr Energie

Das österreichische Start-up Pocket Sky hat ein tragbares Gerät entwickelt, das mit der Hilfe von Lichtstrahlen den Schlaf verbessern und für mehr Energie sorgen soll. Es wird auf der Stirn getragen und strahlt ein weiches blaues Licht in Richtung des Augenbereichs aus. Dieses ist den Sonnenstrahlen nachempfunden und imitiert so einen naturgemäßen Tagesrhythmus auf Basis des Sonneneinfalls. Durch das Licht wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin unterdrückt. Der Nutzer soll das Gerät 20 Minuten pro Tag verwenden und so auf natürliche Art und Weise seine Leistung erhöhen.

Implantierter Chip im Hirn steuert Smartphone

Das von Elon Musk gegründete Start-up Neuralink will mittels seines so genannten N1-Chip-Implantats menschliche Gehirne mit Computern verbinden. Implantiert werden soll der Chip mit Hilfe eines eigens entwickelten Roboters, der mit hoher Präzision die jeweiligen, nur ein Drittel des Durchmessers von menschlichem Haar großen Drähte des Chips mit den richtigen Bereichen im Gehirn verknüpft. Einmal implantiert, soll es ferner möglich werden, zum Beispiel Smartphones über den N1-Chip zu steuern. Bislang laufen erste Tierversuche, die vom Unternehmen als sehr vielversprechend eingestuft werden.

Sauberes Wasser durch Bioabfall

Wissenschaftler des KIST in Seoul haben eine Methode gefunden, stark verunreinigtes Abwasser mithilfe von Bioabfall und Ultraschall zu reinigen. So werden auch Umwelthormone gefiltert, die aus Medikamenten und Pestiziden stammen, die sonst nicht restlos gefiltert werden. Die Forscher stellten ihren Filter durch hydrothermale Karbonisierung von Reisschalen her. Die Hülsen wurden dabei in Wasser und unter Luftabschluss auf 200 Grad Celsius erwärmt. Dann wurde die Oberfläche mit nanometergroßen Partikeln aus Mangandioxid überzogen. Kombiniert mit Ultraschall wurden alle schädlichen Moleküle entfernt.