Trends der Woche 2019 – KW 37

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Trends der Woche 2019 – KW 37

Plastikmüll abbauen und Energie herstellen

Forscher der University of Chester und von Powerhouse Energy haben eine Methode entwickelt, aus Plastikmüll Energie herzustellen. Dabei wird unsortierter und ungewaschener Kunststoff auf 1.000 °C erhitzt, wobei durch die Hitze vom Kunststoff Wasserstoff und andere Gase freigesetzt werden. Der Wasserstoff wird eingefangen und komprimiert und kann zum Antreiben von Fahrzeugmotoren oder zur Stromerzeugung verwendet werden. Das Verfahren kann mehr als 1 Tonne Wasserstoffgas und mehr als 58 MWh exportierbaren Strom pro Tag erzeugen, während der Kunststoff dabei auch vollständig abgebaut wird.

Unverkaufte Artikel spenden statt zerstören

Der Onlinehändler Amazon bietet seinen Verkäufern an, ihre unverkäuflichen Waren zu spenden, statt sie zu zerstören. In den USA und Großbritannien ist das „Fulfillment by Amazon (FBA) Donations“ genannte Programm Standartoption für Verkäufer, deren Waren bei Amazon gelagert werden. Sie können sich aber auf Wunsch austragen lassen. Für die Verteilung arbeitet Amazon mit verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen zusammen. Bisher mussten Verkäufer 50 Cent zahlen, um unverkaufte Ware zurückzubekommen. Für 15 Cent vernichtete Amazon die Bestände. So wurden jährlich Millionen Produkte weggeworfen.

Medikament dreht Lebensuhr zurück

Das US-amerikanische Unternehmen Rejuvenation Technologies arbeitet an einem Ansatz, um den Alterungsprozess bei Menschen umzukehren. Hierzu bedienen sich die Forscher mittels eines speziellen Medikaments an einer Erweiterung der Schutzkappen der DNA, die als Alterungsuhr im menschlichen Körper fungieren und als Telomere bezeichnet werden. Das von den Forschern des Unternehmens entwickelte Medikament erweitert dabei die Telomere. In einem Versuch mit Mäusen führte eine Verabreichung des Medikaments dazu, die Lebensuhr der Mäuse um fünf Jahre zurückzudrehen. Eine klinische Studie an Menschen soll in Kürze starten.

Gespräche im Nachhinein aufzeichnen

Das US-amerikanische Start-up YAC Media hat mit „Backtrack“ eine Audio-App entwickelt, mit der Gespräche und andere Umgebungsgeräusche im Nachhinein auf dem Mac mitgeschnitten werden können. „Backtrack“ ist den ganzen Tag eingeschaltet und überschreibt immer wieder ein 60-minütiges Audiofenster. Ein Symbol ist dabei immer in der oberen linken Ecke sichtbar und dient auch als Auswahlmenü. Wenn Nutzern etwas auffällt, dass sie hätten aufzeichnen sollen, ziehen sie das Symbol einfach zur Mitte des Bildschirms. Je nachdem, wie weit sie ziehen, wird eine Audiodatei von 60, 45, 30 oder 15 Minuten generiert und auf dem Desktop gespeichert.

App hilft beim Namenlernen

Die in den USA entwickelte App „Rememorate“ unterstützt Nutzer dabei, Kontakte zu verwalten und sich deren Namen einzuprägen. Sie kombiniert technische Hilfsmittel mit psychologischen Lerntechniken. Durch ein Selfie mit der Person oder den Scan der Visitenkarte wird der Kontakt in der App angelegt und seit kurzem auch automatisch mit Social-Media-Profilen verknüpft. Der Ort und die Uhrzeit des Kennenlernens werden ebenfalls gespeichert, um kontextbasiertes Erinnern zu ermöglichen. Die Person kann dann über das Foto, den Ort oder die Zeit wiedergefunden werden. Ferner werden im Bilderrätsel die Namen der Kontakte regelmäßig abgefragt.