Trends der Woche 2019 – KW 39

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Trends der Woche 2019 – KW 39

Bioreaktor fürs Büro

Hypergiant Industries hat einen Bioreaktor namens Eos für Büros entwickelt, der Algen verwendet, um CO2 aus der Luft zu entfernen. Der Bioreaktor wird an die HLK-Anlage angeschlossen und kann jährlich zwei Tonnen Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen. Die Algen sind kostengünstig und einfach anzubauen, da sie nur Licht, CO2 und Wasser brauchen. Zudem wachsen Algen schneller als Bäume und können dadurch auch schneller Kohlenstoff aufnehmen. Da das Gerät Algen erzeugt, können diese geerntet und zur Herstellung von Produkten wie Lebensmitteln, Kosmetika oder sogar Kraftstoff verwendet werden.

Erneuerbare Energie aus Dunkelheit

Forscher der Stanford University haben eine Methode entwickelt, aus Dunkelheit Energie zu gewinnen. Sie nutzen für ihr Verfahren den thermalen Prozess, der auf den Temperaturunterschieden zwischen Sonne und Erde aufbaut. Dazu schließen sie eine schwarze Aluminiumscheibe an thermoelektrische Generatoren an. Sie fungiert als Strahlenquelle und ist kälter als die Umgebungsluft. Bei Dunkelheit steigt Hitze auf und wandert durch die Generatoren in die Scheibe. Sie strahlt die Hitze nach oben aus, wodurch Energie entsteht. Tagsüber absorbiert die Scheibe Sonnenlicht und erzeugt so ebenfalls Energie.

Alexa wird allwissend

Amazon hat das Programm „Alexa Answers“ gelauncht, das US-Amerikaner einlädt, der Sprachassistentin Antworten auf Fragen beizubringen, die sie bislang nicht beantworten konnte. Nach einem Beta-Test steht das Programm nun jedem offen. Teilnehmer können aus einem Fragekatalog Fragen auswählen und die Antwort dazu liefern. Wird Alexa in Folge mit der zuvor unbekannten Frage konfrontiert, weist sie vor der Antwort darauf hin, dass die Antwort von einem Amazon-Kunden stammt. Laut Amazon soll Alexa langfristig auf alle erdenklichen Fragen in verschiedenen Sprachen antworten können.

Flexibler Sensor überwacht Gesundheitsdaten

Ingenieure der Stanford University haben einen flexiblen Sensor entwickelt, der auf die Haut aufgeklebt werden kann. Bei dem „BodyNet“ genannten System nehmen die Sensoren aus metallischer Tinte physiologische Signale von der Haut anhand von elektrischen Strömen wahr. Die Daten leiten sie drahtlos an einen Empfänger an der Kleidung. Die Forscher klebten die flexiblen Sensoren an verschiedenen Stellen des Körpers auf, um beispielsweise anhand der Hautkontraktion Atem oder Herzschlag zu messen. „BodyNet“ kann zur Überwachung von Patienten mit Schlafstörungen oder Herzleiden eingesetzt werden.

Gerät scannt auf Recycelbarkeit

Die britische Produktdesign-Agentur Cohda präsentierte kürzlich ein Recycling Identification Device (R.I.D.), das die Recyclingfähigkeit eines Kunststoffs erkennen kann, wenn es dagegen gedrückt wird. Bei vielen Kunststoff-Gemischen ist es oft schwierig zu verstehen, ob und wie eine Verpackung recycelt werden kann. Mittels NIR-Spektroskopie trennt das Gerät recycelbare und nicht recycelbare Materialien, indem es grün oder rot aufleuchtet. Dabei wird kurzwellige Infrarotstrahlung verwendet, die Materialien unterschiedlich absorbieren und so einen einzigartigen digitalen Fingerabdruck hinterlassen.