Trends der Woche 2019 – KW 4

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Trends der Woche 2019 – KW 4

In-Ear-Kopfhörer für Übersetzung in Echtzeit

Das US-amerikanische Unternehmen Timekettle will Sprachbarrieren durchbrechen und hat den tragbaren In-Ear-Übersetzer für Echtzeitkommunikation „WT2 Plus“ entwickelt. Das Gerät kann von zwei Personen getragen werden, sodass sie frei und natürlich in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen können, während das Gerät anschließend dem Gesprächspartner das Gesagte nahezu in Echtzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzen kann. Die Akkulaufzeit der In-Ear-Kopfhörer beträgt drei Stunden, wobei der mitgelieferte Tragekoffer sie zweimal vollständig aufladen kann.

KI-System reagiert auf Emotionen im Fahrzeug

Die Automarke Kia hat das KI-basierte R.E.A.D.-System für autonome Autos entwickelt, das Fahrzeuginnenräume an den emotionalen Zustand des Fahrgastes anpassen kann. Das System verwendet dafür Sensoren, um Gesichtsausdruck, Herzfrequenz und elektrodermale Aktivität zu überwachen. So können die Fahrzeugsitze auf die Frequenzen von Musik reagieren und sich durch Vibration an die Musik anpassen, aber auch Massagen und haptische Warnmeldungen geben. Zudem verfolgt die V-Touch-Technologie anhand einer 3D-Kamera Augen- und Fingerbewegungen und macht dadurch physische Tasten oder Touchscreens überflüssig.

Autonomes Motorrad

Der Automobilhersteller BMW hat in einem Forschungsprojekt ein Motorrad so umgerüstet, dass sich dieses autonom und ohne Fahrer selbst steuern kann. In dem Projekt sollte untersucht werden, wie sich das Motorrad in den intelligenten Straßenverkehr der Zukunft integrieren lässt. Das Team kreierte zunächst ein Fahrdynamikmodell für das Motorrad, das sich mit Hilfe der Software selbst ausbalanciert und Manöver wie das Gegenlenken zum richtigen Zeitpunkt ausführt. Gleichzeitig entstand eine Automatisierung aller für den Fahrer möglichen Befehle, sodass das Gefährt selbst Gas gibt oder anhält.

Quantencomputer für die kommerzielle Nutzung

IBM hat mit „Q System One“ den weltweit ersten Quantencomputer mit einem 20-Qubit-System präsentiert, der von Unternehmen und Forschungseinrichtungen über einen Cloud-Dienst verwendet werden kann. Darüber hinaus wird IBM das „Q Quantum Computation Center“ in New York eröffnen, in dem kommerzielle Kunden Zugriff auf Quantenrechner erhalten. Zu den ersten Kunden des Cloud-Dienstes gehören unter anderem der Energiekonzern Exxon und das CERN, welches Quantum-Maschinenlernen-Technik unter anderem verwenden möchte, um die Teilchen aus den Kollisionen des Large Hadron Collider zu klassifizieren.

KI-App stellt Diagnosen anhand von Fotos

Das Unternehmen FDNA hat eine KI-basierte App namens Face2Gene entwickelt, die die Diagnose von seltenen genetischen Störungen beschleunigt. Der Deep-Learning-Algorithmus wurde hierfür mit mehr als 17.000 Bildern von Gesichtern von Menschen, die mit einem von 216 genetischen Syndromen diagnostiziert wurden, trainiert. Aus diesen Daten lernte der Algorithmus nach charakteristischen Gesichtsmerkmalen zu suchen, die mit spezifischen Störungen verbunden sind. Die App schaffte es in einer Studie, anhand von Bildern von zehn Kindern mit genetischen Syndromen sieben korrekt zu diagnostizieren.