Trends der Woche 2019 – KW 40

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Trends der Woche 2019 – KW 40

Kontaktlose Bezahlung per Hand-ID

Der Internetkonzern Amazon testet in seinem New Yorker Büro ein biometrisches Zahlungssystem namens „Orville", das den Nutzer über seine Hand identifiziert. Angestellte können auf diese Weise an Automaten Snacks oder Getränke bezahlen. Dabei kommen Sensoren zum Einsatz die, anders als bei Fingerabdruckscannern, das Auflegen der Hand auf eine Scan-Oberfläche obsolet machen. Stattdessen verwendet „Orville“ unter anderem Bilderkennungstechnologie, um die Form und Größe der Hand zu erkennen und sie einer Person zuzuordnen. Das System soll bei Amazons Lebensmittelkette Whole Foods eingeführt werden.

Digitaler Assistent für Ärzte

Das Start-up Robin Healthcare entwickelt digitale Assistenten für den Gesundheitssektor. Das Gerät wird in Krankenzimmern oder Praxen aufgestellt. Ärzte könne darüber ihre Befunde direkt bei der Untersuchung in den Assistenten diktieren. So haben sie die Hände frei und können, während sie sich mit dem Patienten befassen, ihre Diagnose festhalten. Robin transkribiert automatisch die Worte des Mediziners. So sollen keine Informationen mehr verloren gehen, die sonst per Hand eingegeben werden müssten. Außerdem sollen Papier und Zeit gespart werden, weil die Mediziner nichts mehr aufschreiben müssen.

Stift mit Geldbörse

Die Kaffeehauskette Starbucks hat in Japan einen Stift auf den Markt gebracht, in den ein Portemonnaie integriert ist. Starbucks-Kunden müssen nur den Stift an das Kartenlesegerät halten, schon wird der Betrag für ihre Bestellung von der digitalen Geldbörse abgebucht. Das System arbeitet mit dem kontaktlosen Funkstandard NFC und dem in Japan verbreiteten FeliCa-System. Der Stift kostet rund 37 US-Dollar mit einem Guthaben von etwa vier US-Dollar. Das Guthaben lässt sich per Mobiltelefon aufladen. Starbucks hat in Japan bereits mehrere Gebrauchsgegenstände per NFC zu digitalen Geldbörsen gemacht.

App verschlüsselt WeChat-Nachrichten

Das chinesische Start-up LeakZero bietet in China ein Tool an, mit der Nutzer WeChat-Nachrichten verschlüsselt versenden können. LeakZero ermöglicht es Nutzern auch, im Internet anonym zu surfen und Passwörter zu schützen. Die App besitzt kein Backdoor-Programm und kann weder ermitteln, wer seine Nutzer sind, noch wie viele es sind. Um die App zu nutzen, generieren Nutzer zunächst einen zufälligen Namen als ID. Öffnen sie danach WeChat, wird sie von LeakZero überlagert und die Nachrichten werden verschlüsselt. Um sie zu entschlüsseln, muss der Empfänger ebenfalls LeakZero installiert haben.

Empathie-Sensoren für Autofahrer

Das britische Technologieunternehmen Sensum hat eine Sensortechnologie auf den Markt gebracht, die Emotionen von Fahrern in Echtzeit aus Körper-, Gesichts- und Sprachdaten ableitet. Mit dem Synsis Empathic Technology Developer Kit sollen Hersteller von Automobilen und Simulatoren menschliche Gefühle messen und darauf reagieren können. Das Kit erkennt zum Beispiel, ob der Fahrer abgelenkt oder müde ist, bevor es sich in seinem Fahrstil niederschlägt. Neben den Sicherheitsvorteilen sollen empathische Fahrzeugtechnologien künftig auch personalisierte Unterhaltung und Services bieten.