Trends der Woche 2019 – KW 44

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Trends der Woche 2019 – KW 44

KI markiert Produkte in Kurzvideo-App

Der russische Internetkonzern Yandex hat eine Kurzvideo-App namens „Sloy“ entwickelt, die mithilfe von KI Kleidungsstücke in Videos erkennt und markiert. „Sloy“ verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie TikTok und bietet die Möglichkeit, 90-sekündige Videos zu teilen, die mit AR-Affekten und Musik unterlegt sind. Nutzer, die ein Video von sich hochladen, sehen in der Folge Tags, die ihre Kleidungsstücke markieren. Mit einem Klick darauf gelangen sie zu anderen Videos, in denen ähnliche Kleidung zu sehen ist. Die gefundenen Produkte lassen sich abspeichern, um sie auch mit anderen Nutzern zu teilen.

Messestand visualisiert Hirnwellen von Gamern

Der Computer-Hersteller HP hat auf einem Messestand seines Gaming-Ablegers Omen auf der weltweit größten E-Sports-Messe ChinaJoy die Hirnwellen von Gamern in Echtzeit gemessen. Die Marketing-Aktion ist Teil von Omens Geschäftsphilosophie, der „Gamefulness“. Diese umfasst die Verbesserung von sieben Aspekten, die mit der verbesserten Hirnaktivität von Gamern verbunden werden. Laut Omen sind das unter Anderem erhöhte Konzentrationsfähigkeit und Erinnerungsvermögen. In Kooperation mit der Werbeagentur W+K Shanghai wurden drei Werbespots gedreht, die diese Vorteile visualisieren und der Stigmatisierung von Videospielen entgegenwirken sollen.

Brille mit KI-Assistent

Amazon hat die Datenbrille „Echo Frames“ auf den Markt gebracht, die wie ein Alexa-Lautsprecher funktioniert. Nutzer können den KI-Assistenten per Sprachbefehl nutzen und erhalten eine Antwort über die in den Bügeln integrierten und nach unten gerichteten Lautsprecher. Die verwendete Beamforming-Technologie verhindert, dass andere Personen mithören können. Per Bluetooth lässt sich die Brille mit einem Android-Smartphone koppeln, sodass Alexa Mitteilungen oder Benachrichtigungen vorlesen kann. Außerdem kann der Nutzer mit der Brille auch telefonieren sowie Musik oder Podcasts abspielen.

Größtes 3D-gedrucktes Boot der Welt  

Wissenschaftler*innen an der Universität in Maine ist es gelungen das bisher größte 3D-gedruckte Boot der Welt herzustellen. Das Boot mit dem Namen „3Dirigo“ wurde mit Hilfe des größten industriellen 3D-Druckers der Welt gefertigt, der ebenfalls an der Universität entwickelt wurde. Dieser ist in der Lage,Objekte mit einer Länge von ca. 30m zu drucken. „3Dirigo“ selbst ist etwas länger als 7m und wiegt mehr als 2200kg, was das Gewicht des bisher größten 3D-gedruckten Bootes, 18kg, um das 122-fache übertrifft. Das Material für den Druck besteht zur Hälfte aus Holz, was auf lange Sicht der Forstwirtschaft des Bundesstaates zugute kommen soll..

Blockchain-App für ÖPNV

Banco Santander hat gemeinsam mit dem spanischen Blockchain-Unternehmen Vottun eine App entwickelt, mit der in Madrid sämtliche öffentlichen Transportmittel über eine App bezahlt werden können. Vottun hatte zuvor den von der Madrider Verkehrsgesellschaft EMT ausgeschriebenen Mobilitätswettbewerb „Madrid in Motion“ gewonnen. Das zentrale digitale Zahlungssystem soll die 30 innerhalb der EMT operierenden Unternehmen umfassen und auf Blockchain-Technologie beruhen. Dadurch können die Nutzer Bus, Bahn, Taxi, Sharing-Dienste oder das Aufladen von Elektrofahrzeugen mit einer App bezahlen.