Trends der Woche 2019 – KW 45

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Trends der Woche 2019 – KW 45

Fluglinie baut Avatar-Plattform auf

Die japanische Fluggesellschaft ANA will eine Avatar-Plattform etablieren, mit der einige Flugreisen überflüssig werden. Dazu hat das Unternehmen den Roboter newme vorgestellt, ein mobiles Telepräsenzsystem mit Zehn-Zoll-Touchdisplay. Die Avatare sollen die zwischenmenschliche Kommunikation über große Entfernungen verbessern. Für die Interaktion baut ANA die Plattform Avatar-in auf. Das System ist offen für andere Technologien und soll mit Partnern eine weltweite soziale Infrastruktur erschaffen. So sollen auch ältere oder behinderte Menschen an entfernt stattfindenden Ereignissen teilhaben können.

Automatisierte Trading-Plattform

Das Start-up StrattyX hat eine automatisierte Trading-Plattform entwickelt, die von jedermann genutzt werden kann und mit der anspruchsvolle „If this then that“ (IFTTT)-Regeln erstellt und Bestellungen an der Börse ausgeführt werden können. Nutzer können zusätzlich zu den traditionellen Stop-Loss- und Stop-Limit-Ordern auch sprachbasierte Regeln erstellen. So können beispielsweise Aktien automatisch gekauft oder verkauft werden, wenn etwas auf Twitter, in den Nachrichten oder an der Börse passiert. Auch können Nutzer den erstellten Regeln anderer Starinvestoren folgen.

KI-gesteuertes Sensorsystem hört Defekte

Der Zulieferer Bosch hat ein Sensorsystem entwickelt, das an Bord der Internationalen Raumstation ISS Fehlfunktionen akustisch erkennen soll. Die „SoundSee“ genannte Technologie zeichnet mithilfe von Mikrofonen Geräusche auf. Anschließend werden diese anhand von maschinellem Lernen analysiert. Die KI soll aufgrund der akustischen Spuren bestimmen, ob eine Maschine oder einzelne Teile repariert oder ersetzt werden müssen. „SoundSe“ wird in den autonomen Miniroboter Astrobee integriert, der auf der ISS im Einsatz ist. Die gesammelten Daten sollen einen Einblick in den Zustand der Raumstation geben.

Roboterhand löst Zauberwürfel eigenständig

Forscher*innen der KI-Initiative Open AI haben eine Roboterhand entwickelt, die eigenständig den als Zauberwürfel bekannten „Rubik's Cube“ löst. Per Reinforcment-Learning genanntem Algorithmus hat die Maschine sich selbst die nötige Fingerfertigkeit beigebracht. Mit der Technik, die simuliert wie Tiere lernen, werden Finger und Gelenke gesteuert. Das Trainingsprogramm wurde zunächst virtuell anhand eines Computermodells der Roboterhand simuliert. Durch die tausendfach parallel stattfindende Übung lernte das Programm schneller. Dann wurde das Gelernte erfolgreich in die echte Welt übertragen.

Einfache Edge-Computing-Lösung für KMU

Das Start-up German Edge Cloud hat mit Bosch Connected Industry, IoTOS und Rittal die Edge-Cloud-Appliance „ONCITE“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Lösung für die Industrie 4.0, die die lokale Datenverarbeitung und die Cloud miteinander verbindet. Prädestiniert ist die vorgestellte Plug-and-Play-Lösung insbesondere für die Anforderungen der Fertigungs- und Automobilzuliefererindustrie. So sollen mit der Lösung Zulieferer zum einen ihre Fertigung reaktionsschnell steuern und mittels des Einsatzes von KI auswerten können und sich andererseits mit externen Kunden und deren Plattformen leichter vernetzen können.