Trends der Woche 2019 – KW 46

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Trends der Woche 2019 – KW 46

Spazieren gehen in Mixed Reality

Microsoft entwickelt ein VR-System namens „DreamWalker“, das Nutzern die Möglichkeit geben soll, unterwegs von einer VR-Welt umgeben zu sein. Das System nutzt GPS-Ortung, Tiefenkameras, ein Inside-Out-Trackingsystem sowie einen Windows-Mixed-Reality Controller, um den in der realen Welt eingeschlagenen Weg in die Virtualität zu übersetzen. Im Ergebnis sollen Nutzer auf dem gewohnten Weg zur Arbeit eine andere Umgebung, beispielsweise einen Wald sehen können. Bei Auftauchen von Hindernissen, werden diese in VR durch passende Objekte angezeigt, um ihnen auszuweichen.

Künstliche Intelligenz prüft Bauteile

Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp setzt bei der Qualitätskontrolle und Entwicklung neuer Produkte neuronale Netze ein. Ein Beispiel sind Kugelgewindetriebe, eine Komponente von Lenkgetrieben bei Fahrzeugen. Nach einer Änderung müssen diese erneut in einem Prüfstand eingesetzt werden, um neue Grenzwerte bezüglich der auftretenden Vibrationsfrequenzen zu berechnen Das neuronale Netz ist in der Lage, diese Grenzwerte zu erkennen. Dabei werden alle Abschnitte des Frequenzspektrums analysiert und Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften der Bauteile identifiziert, um letztendlich die Produktion verbessern zu können.

E-Motor für Autoklassiker

Der Antriebshersteller Swindon Powertrain hat einen kompakten Elektromotor entwickelt, der in alle gängigen klassischen Autotypen eingebaut werden kann. So können Oldtimer oder Klassik-Cars auf einfache Weise in Elektroautos umgewandelt werden. Der „High Power Density EV“ genannte Motor wiegt 77 Kilogramm und misst circa 60x45 Zentimeter, sodass er auch in einen Mini passt. Er kann je nach Fahrzeugtyp an der Vorder- oder Hinterachse verbaut werden und treibt das Auto mit einer Kraft von 110 PS an. So können klassische Fahrzeuge auch bei strengeren Umweltvorschriften noch betrieben werden.

KI trickst Gesichtserkennung in Video aus

Facebook hat einen Algorithmus entwickelt, der Gesichtserkennungstechnologie in Live-Videos austrickst. So sollen Deepfakes in Videos verhindert werden. Die eingesetzte KI erkennt die im Video erscheinende Person. Dann verändert sie kleine Details an den für Gesichtserkennung typischen Merkmalen. Die winzigen Änderungen an Augen, Nase und Mund erschweren es Gesichtserkennungssystemen, die entsprechende Person zu identifizieren oder können es sogar komplett unmöglich machen. Da Mimik, Hautfarbe, Gestik und die Lippenbewegung gleich bleiben, fallen die Änderungen dem Betrachter nicht auf.

Kopfhörer für den ganzen Tag

Das tschechische Start-Up „Sentien“ hat Kopfhörer entwickelt, die den ganzen Tag getragen werden können, ohne dass sie Nutzern von Geräuschen im Alltag ablenken. Die Technologie basiert auf der Knochenleitung, weshalb die Kopfhörer nicht in der Ohrmuschel platziert werden, sondern kurz davor. Dadurch nehmen Träger Alltagsgeräusche, wie den Straßenverkehr unverändert war und können gleichzeitig Musik hören oder mit Sprachassistenten kommunizieren. Außerdem lassen sich die Kopfhörer individuell per App konfigurieren und fördern die drahtlose Interaktion mit der Technologie.