Trends der Woche 2019 – KW 5

trends-der-woche-kw28-diconium

Trends der Woche 2019 – KW 5

Smartes Stirnband misst Aufmerksamkeitsspanne

Das US-amerikanische Unternehmen BrainCo hat unter dem Namen Focus ein Stirnband vorgestellt, das per ständiger EEG-Messung des Kopfes die Konzentration von Schülern während des Unterrichts ermitteln kann. Während Schüler die Stirnbänder im Unterricht tragen, erhalten Lehrer durch das in unterschiedlichen Farbcodes leuchtende Stirnband in Echtzeit Daten über den Konzentrationszustand ihrer Schüler. Schüler und Lehrer erhalten anschließend die Daten zu Analysezwecken auf eine App, sodass Lehrer besseren Unterricht planen und die Schüler ihre Konzentrationsspannen optimieren können.

Spiegel Online setzt sich kritisch mit dem Thema auseinander. 

Erdbebenvorhersage durch Machine Learning

Forscher des Los Alamos National Laboratory haben eine Methode entwickelt, mit der sich Erdbeben genauer voraussagen lassen könnten. Zwischen größeren Beben gibt es immer wieder kleinere Erschütterungen, die ein charakteristisches Muster haben. Mit Machine Learning haben die Wissenschaftler ein Modell entwickelt, das anhand von seismischen Messungen und Daten von GPS-Stationen Verschiebungen an der Cascadia-Verwerfung in Vancouver, Kanada, analysiert und die entsprechenden Muster erkennt. Sie hoffen damit auf Erkenntnisse, wie sich Verschiebungen zu einem größeren Erdbeben entwickeln.

Personenerkennung in Menschenmassen

Wissenschaftler des portugiesischen Champalimaud Centre for the Unknown haben das Verfahren idtracker entwickelt, um aus Videoaufzeichnungen eines Zebrafischschwarms diesen exakt zu überwachen und mit sehr hoher Genauigkeit zu identifizieren, wo sich jeder Fisch zu einem ausgewählten Zeitpunkt befindet. Genutzt wird dazu eine Software, die auf einem lernenden neuronalen Netz basiert. Ziel des Verfahrens ist es, große Gruppen an Tierarten in Zukunft besser studieren zu können. Denkbar wäre jedoch auch ein Einsatz zur Identifizierung einer bestimmten Person in einer großen Menschenmasse.

Auto macht das Unsichtbare sichtbar

Der japanische Automobilhersteller Nissan hat eine Technik namens „Invisible-to-Visible“ bzw. „I2V“ vorgestellt, die Autofahrern künftig einen virtuellen Raum in Form eines Mixed-Reality-Erlebnisses in das Auto liefern soll. Hierzu werden mit Hilfe von Sensoren innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs Informationen aus der unmittelbaren Umgebung ermittelt, so auch Verkehrszeichen, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer. Diese Informationen werden mit Daten aus der Cloud kombiniert, sodass dem Fahrer angezeigt werden kann, was sich hinter der nächsten Kurve oder Straßenkreuzung und auch hinter ihm, außerhalb seines Sichtfelds, verbirgt.

App-basiertes Shopping im Modegeschäft

Der Bekleidungshändler Bonprix eröffnet in Hamburg eine Filiale, die sich mit dem App-basierten Konzept „Fashion Connect“ an Digital Natives richtet. Bei Ankunft im Laden scannen Kunden einen QR-Code ein, um einzuchecken. Das Sortiment von Bonprix ist mit QR-Codes ausgestattet, die eingescannt werden, um sie anzuprobieren oder einzukaufen. Während der Kunde sich mit einem Getränk erfrischt, werden die für die Anprobe bestimmten Stücke von Mitarbeitern in die Kabine gebracht. Möchte der Kunde andere Größen anprobieren, kann er sie per App sowohl bestellen als auch direkt bezahlen.