Trends der Woche 2019 – KW 9

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Trends der Woche 2019 – KW 9

Shopping-TV auf Amazon

Amazon hat einen Streaming-Kanal namens „Amazon Live“ gelauncht, bei dem auf Amazon erhältliche Produkte in mehreren Streams gleichzeitig vorgestellt werden. Dabei präsentieren Moderatoren und deren Gäste – ähnlich wie in Teleshopping-Kanälen – Produkte, die unter dem Stream eingeblendet und gekauft werden können. Zuschauer können hier auch in nach vergangenen Live-Streams stöbern und sie aufrufen. Teilnehmende Marken erhalten mit der App „Amazon Live Creator“ die Möglichkeit, ihre Waren live auf Amazon sowie in der Amazon-App zu bewerben und dabei per Chat mit den Kunden zu kommunizieren.

KI-App sagt Gesundheitsprobleme voraus

Das kalifornische Start-up doc.ai hat eine KI-App entwickelt, mit der Nutzer ihre Gesundheitsdaten zentral verwalten und der medizinischen Forschung zur Verfügung stellen können. Die Daten werden aus Fitness-Trackern und anderen Diensten generiert und mit Patienteninformationen kombiniert, um den Gesundheitszustand von Anwendern zu analysieren. Diese wiederum können die Daten mit Forschungseinrichtungen teilen, um Vorhersagen sowie Belohnungen zu bekommen. Zurzeit führt doc.ai ein Blockchain-Pilotprojekt mit dem Versicherer Anthem durch, um die Entwicklung von Allergien vorherzusagen.

Wifi-Verbindung ohne Elektronik

Forscher der University of Washington haben per 3D-Druck Plastikobjekte mit Sensoren kreiert, die ohne Elektronik Daten sammeln und sich mit dem Internet verbinden. In einem Testversuch ist so eine Waschmittelverpackung entstanden, die den Verbrauch wahrnimmt und das Produkt rechtzeitig nachbestellt. Anstatt elektronischer Komponenten kommen hier für die Kommunikation mit dem Wi-Fi-Empfänger Techniken zur Rückstreuung zum Einsatz. Federn und Schalter erzeugen mechanische Bewegungen, die eine Antenne aus Plastik und Kupfer aktivieren, welche Radiosignale an den Empfänger reflektiert.

Barcode erleichtert Kundenkommunikation

Die Unternehmen Digimarc und HP haben eine gemeinsame Drucklösung für Verpackungsmaterialien entwickelt, die es ermöglicht, einen unsichtbaren Barcode in Form von Wasserzeichen auf der gesamten Verpackung anzubringen. Während der Code für das bloße Auge nicht erkennbar ist, können Barcodescanner, Mobiltelefone und andere Geräte ihn jederzeit unabhängig von der Lage des Produkts identifizieren. Durch die besonders leichte Handhabung eignet sich die Technologie vor allem für eine leichte Nachverfolgbarkeit der Lieferkette, für das Anzeigen von personalisierten Inhalten und Kundenangeboten sowie für unkomplizierte Self-Check-out-Verfahren.

Autonome Fahrzeuge als Paketlieferanten

Der chinesische Onlinehändler JD.com hat in einem Pilotprojekt intelligente Lieferstationen in der Form von autonomen Fahrzeugen lanciert, die Pakete in einem Radius von fünf Kilometern zustellen. Sie sind in der Lage, eigenständig ihre Route zu planen, Hindernisse zu vermeiden und Ampeln wahrzunehmen. Bei der Übergabe kommt eine Gesichtserkennung zum Einsatz, sodass Pakete immer der richtigen Person zugestellt werden. Dabei öffnen sich die Fächer in der Seitenwand des Wagens. Bei voller Kapazität sollen die Lieferstationen um die 2.000 Pakete am Tag zustellen können.