Trends der Woche 2020 – KW 22

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Trends der Woche 2020 – KW 22

 

Intelligente Großbaustelle dank 5G

Das chinesische Bauunternehmen China Construction Eighth Engineering Division hat mit China Unicom kooperiert und eine Großbaustelle in Peking mit einem 5G-Netz sowie IoT- und Blockchain-Technologien ausgestattet. Im Zuge dessen haben 40 am Bau beteiligte Unternehmen ihre Produktionsanlagen aufgerüstet, um hohe Effizienz zu erreichen und Bauarbeiter besser zu schützen. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von smarten Brillen, die per 5G Informationen über die Baustelle senden und empfangen. So können Bauleiter auch mit physischer Distanz die Arbeiten überwachen und Mitarbeiter anweisen.

 

5G-Netz überträgt quantenverschlüsselte Daten

Das südkoreanische Telekommunikationsunternehmen KT hat in einem Feldtest quantenverschlüsselte Daten über ein kommerzielles 5G-Netz übertragen. KT entwickelte dafür ein QKD-System (Quantum Key Distributor). Es verwendet quantenkryptografische Komponenten und ermöglicht, dass zwei Parteien zufällige geheime Schlüssel erstellen und nutzen können. Zudem implementierte KT eine Verschlüsselungstechnologie für ein 5G-Netz. Bei dem Feldtest konstatierten die Initiatoren, dass das 5G-Netz weder durch zusätzliche Latenz noch mangelnde Geschwindigkeit beeinträchtigt wurde.

Smart Speaker lernt autonom Umgebung kennen

Forscher von Apple und der Carnegie Mellon University haben die Technik „Listen Learner“ vorgestellt, mit der in Smart Home eingebettete KIs ohne Trainingsdaten durch das Hören von akustischen Geräuschen die Umwelt selbstständig kennenlernen und dabei stetig smarter werden. Durch gezielte Fragen auf gehörte Geräusche und im Zusammenspiel mit dem Menschen lernt das System zunehmend die Umgebungsgeräusche kennen und kann daraus Handlungen ableiten. Die Technik könnte nicht nur in Smart-Home-Geräten, sondern auch im Zuge diverser Wearables wie unter anderem Smartwatches eingesetzt werden.

Kontaktlos Produktproben erhalten

Der New Yorker Anbieter von digitalen Automaten Vengo hat eine Lösung für das „Post-Corona-Zeitalter“ entwickelt, mit dem Kunden kontaktlos Produktproben erhalten und mit Markeninhalten interagieren können. Wer an einem der Automaten vorbeigeht, wird durch eine Videoeinblendung auf die Produkte aufmerksam gemacht. Die Passanten können die Automatennummer im Display in ihr Smartphone eingeben. Anschließend wählen sie im Browser ein Produkt aus, und ein interaktives Markenerlebnis wird aktiviert. Nach einer Verifikation des Nutzers gibt der Automat die Probe aus. Mithilfe des Automaten können Marken auch Daten zu Kundenpräferenzen erhalten.

Zahnkontrolle per KI-App

Das australische Start-up Pearlii bietet eine gleichnamige App, mit der Nutzer ihre Zahngesundheit im Auge behalten können. Dafür nehmen sie einfach per Smartphone ein Foto von ihren Zähnen auf, wonach eine KI das Bild analysiert, um Anzeichen von Zahnproblemen wie Zahnstein, Karies oder Zahnfleischentzündung zu finden. Das soll eine regelmäßige Zahnkontrolle auch ohne einen Zahnarztbesuch ermöglichen. Die App wird laut Start-up künftig mehr Auffälligkeiten an den Zähnen erkennen und passende Informationen zur Aufklärung liefern. Zudem sollen die Nutzer bald auch einen Zahnarzttermin vereinbaren können.