Trends der Woche 2020 – KW 7

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Trends der Woche 2020 – KW 7

 

Obst und Gemüse mit smarter Schutzschicht

Das britische Unternehmen AgriCoat NatureSeal bietet eine pflanzliche Schutzhülle für Obst und Gemüse namens „Semperfresh“ an. Sie besteht aus Zuckerresten, Zellulose sowie pflanzlichen Ölen und ist geruchs- und geschmacklos. Damit lassen sich Obst und Gemüse, die geschält werden müssen, wie etwa Mangos und Avocados benetzen. Dadurch sind sie doppelt so lange haltbar. Nach einem Pilotprojekt bei Rewe wird „Semperfresh“ in rund 860 Filialen von Rewe und Penny zunächst zum Schutz von Avocados eingeführt. Nach einer EU-Zulassung könnten mit „Semperfresh“ auch Äpfel, Paprika und Tomaten länger haltbar gemacht werden.

 

Reiseführer für virtuelle Gamingwelten

Der britische Verleger von Reiseführern Rough Guides hat in Kooperation mit der Kreativagentur McCann London einen Reiseführer für die virtuellen Welten von Xbox-Spielen veröffentlicht. Der Reiseführer ist ähnlich konzipiert wie für die reale Welt, aber leitet Interessierte nur an Orte in Videospielen, die heutzutage bereits verblüffende Ähnlichkeiten mit der Realität vorweisen. Der Reiseführer soll Gaming-Interessierte dazu ermutigen, neben den Missionen auch die detaillierte Umgebung zu bewundern. Die Erlöse des Verkaufs werden vollständig an die Wohltätigkeitsorganisation „SpecialEffects“ gespendet, die Gamer mit Behinderungen unterstützt.

Schwitzende Roboterhand

Forscher der Cornell University haben eine Roboterhand entwickelt, die „schwitzen“ kann. So soll eine Überhitzung verhindert werden. Die Hand mit weichen Fingern besteht aus zwei Hydrogelen, die unterschiedlich auf Temperaturen reagieren. Die Kernschicht aus Poly-N-Isopropylacrylamid ist umhüllt von porösem Polyacrylamid. Letzteres dehnt sich bei 30 Grad Celsius aus, sodass sich die Poren erweitern und die hydraulische Flüssigkeit aus den Fingern austritt. So ließ sich die Fingertemperatur der Roboterhand binnen 30 Sekunden um 21 Grad Celsius senken. Damit könnten zusätzliche Maßnahmen zur Hitzeableitung bei Softrobotern überflüssig werden.

KI erkennt bei Notruf eine Herzattacke

Im australischen Bundesstaat Victoria sollen Notrufstellen künftig von künstlicher Intelligenz unterstützt werden, die bei Anrufern Herzattacken diagnostizieren kann. Das Projekt wird von der Monash University und Ambulance Victoria durchgeführt. Die Technologie läuft im Hintergrund und wertet Schlüsselwörter, Sprache und Geräuschmuster des Anrufers aus. So lässt sich ein möglicher Herzstillstand feststellen. Erkennt das System die Anzeichen, gibt es einen Hinweis, um einen Rettungswagen mit hoher Priorität loszuschicken. Zudem soll der Notruf Passanten bei einer Defibrillation unterstützen.

Unterwasser-VR versetzt Nutzer ins Weltall

Der französische Künstler Pierre „Pyaré” Friquet hat beim Sundance Film Festival eine Unterwasser-VR-Installation gezeigt, bei der die Nutzer den Eindruck hatten, im Weltall zu fliegen. Für das Projekt „Spaced Out“ nutzte „Pyaré" das Unterwasser-VR-Headset „Divr” des Herstellers Ballast VR. Es verfügt über einen Schnorchel zum Atmen unter Wasser. Der Sound stammt aus integrierten Lautsprechern. Den Nutzern, die in einem Swimmingpool lagen, wurde eine Kombination aus abstrakten Bildern und Videoaufnahmen der Apollo-11-Mondmission gezeigt. Dadurch hatten sie das Gefühl, im All zu schweben.