Trends der Woche 2020 – KW 8

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Trends der Woche 2020 – KW 8

 

DNA-Fingerabdruck zur Produktidentifizierung

Das Schweizer Start-up Haelixa hat einen Marker entwickelt, der auf DNA basiert und auf sämtliche Rohstoffe aufgetragen werden kann, um deren Herkunft zweifelsfrei nachzuweisen. Dazu werden Informationen von beliebiger Größe in künstlich erzeugten DNA-Sequenzen gespeichert. Diese werden in Partikel von einem zehntausendstel Millimeter Umfang deponiert. Anschließend werden die Partikel in eine Flüssigkeit eingebracht. So können sie auf unterschiedlichste Rohmaterialien oder Produkte aufgetragen werden. Die Haelixa-Lösung ist ungiftig und umweltverträglich, also auch für Lebensmittel geeignet.

 

Einkaufen ohne Anstehen

Das US-amerikanische Start-up Grabango hat ein computer-basiertes Kassensystem entwickelt, das Warteschlangen in Supermärkten eliminieren soll. Kunden benötigen keine zusätzlichen Hilfsmittel, denn beim Betreten des Supermarktes wird automatisch ein virtueller Einkaufskorb auf dem Smartphone erstellt. Jeder Gegenstand, der vom Kunden entnommen wird, wird dort vermerkt. Zum Bezahlen braucht der Kunde dann nicht mehr seine Einkäufe aufs Kassenband legen und kann direkt an der Kasse oder per Smartphone bezahlen. Das System schützt zudem vor Ladendiebstahl, da ein potenzieller Ladendieb automatisch beim Verlassen bezahlen würde.

Einheitliche Designsprache für KI

Das US-amerikanische Unternehmen Standard Notation hat eine einheitliche Meta-Programmiersprache für Künstliche Intelligenz namens Lingua Franca vorgestellt. Lingua Franca beschreibt eine Sprache, die zur Kommunikation zwischen Menschen verschiedener Herkunft dient. Systeme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, müssen oft aus den verschiedensten Disziplinen zusammengestellt werden, wofür es bisher keine universelle Designsprache gab. Standard Notation verfolgt neben der Kommunikation auf fortgeschrittener Ebene auch die Vereinfachung des Programmierens einer Künstlichen Intelligenz für Einsteiger.

Hörsinn für autonome Fahrzeuge

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT haben einen Sensor entwickelt, mit dem autonom fahrende E-Autos Außengeräusche erkennen und lokalisieren können. Er besteht aus Mikrofonen, Steuergerät und Software und wird außen am Auto angebracht. Der Sensor nimmt Schall auf und leitet die Audiodaten an das Steuergerät weiter, in dem sie verarbeitet und Ereignissen zugeordnet werden. Das Gerät wurde vorab mit einer „akustischen Bibliothek“ und Machine-Learning-Algorithmen trainiert. Es soll beispielsweise Sirenen, Kindergeräusche oder aus Autoreifen entweichende Luft erkennen.

Nurflügel-Flugzeug für bessere CO2-Bilanz

Der Flugzeughersteller Airbus hat einen Prototypen eines Nurflügel-Passagierflugzeugs vorgestellt, der einen Blick in die Zukunft der Passagierluftfahrt erlaubt. Das zwei mal 3,20 Meter große Modell „Maveric“ hat 2019 seinen Jungfernflug absolviert und wurde Anfang 2020 erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Durch das Nurflügel-Konzept, das bisher nur bei Militärflugzeugen genutzt wurde, will der Flugzeugbauer bis zu zwanzig Prozent Treibstoff sparen gegenüber herkömmlichen Flugzeugformen. Airbus arbeitet gleichzeitig an neuen Antrieben, die ebenfalls für eine bessere CO2-Bilanz sorgen sollen.