Trends der Woche 2017 – KW 42

3D-DRUCKDESIGN PER AUGMENTED REALITY ERSTELLEN

Das US-amerikanische Start-up Yeehaw3d hat das Augmented-Reality-Gerät „Yeehaw Wand“ und die dazugehörige App entwickelt, mit denen Nutzer 3D-Objekte designen und drucken können, ohne eine komplexe 3D-Software nutzen zu müssen. Die App erkennt jede Bewegung, die mit dem Gerät in der Luft ausgeführt wird, und zeigt das Design in Echtzeit auf dem Smartphone oder dem Tablet an. Der Nutzer kann auch mit dem 3D-Design interagieren: Er kann es mit den Fingern auswählen, drehen, bewegen und sogar die Größe verändern. Ist der Nutzer mit dem Design zufrieden, kann er es mit dem Drucker von Yeehaw3d ausdrucken.

CHATBOT SORGT FÜR INTERAKTIVE SUCHERGEBNISSE

Microsoft hat ein Pilotprojekt gestartet, bei dem die Suchmaschine Bing um einen Chatbot erweitert wird. Dabei erscheint in den Suchergebnissen, beispielsweise in einem Restauranteintrag, ein Fenster, in dem der Nutzer aufgefordert wird, bei Fragen den Chatbutton zu betätigen. Sodann poppt ein Skype-Fenster auf, in das Fragen eingegeben werden können, die von einem Chatbot beantwortet werden. Auf diese Weise wird die Interaktion zwischen den Kunden und dem jeweiligen Unternehmen erleichtert und damit zugleich ein besserer Kundenservice ermöglicht, da beispielsweise Fragen zu Produkten oder Öffnungszeiten unmittelbar geklärt werden können.

DROHNE LIEFERT AN PERSONEN STATT AN ADRESSEN

Das Unternehmen Cambridge Consultants aus Großbritannien hat die Drohne „DelivAir“ entwickelt, die Bestellungen direkt zu Personen statt zu einer bestimmten Adresse liefert. Mit Hilfe von GPS und dem Smartphone-Signal findet die Drohne den Besteller unabhängig davon, wo er sich gerade befindet und ob er sich bewegt. Ist die Drohne in Sichtweite, richtet der Nutzer das LED-Blitzlicht seines Smartphones in den Himmel. Mit einem codierten Blinkmuster wird der Drohne bestätigt, dass es sich um die richtige Person handelt. Die Drohne lässt das Paket mit Hilfe einer Winde herab, woraufhin es vom Empfänger lediglich ausgehakt werden muss.

IT-GERÄTE PER HERZSCHLAG ENTRIEGELN

Ein Forscherteam unter der Führung der University at Buffalo hat ein biometrisches Sicherheitssystem entwickelt, das verschiedene Dimensionen des Herzens als Identifizierungsmerkmale nutzt, um zum Beispiel ein Smartphone oder einen Computer zu entsperren. Das System nutzt ein Doppler-Radar, das die einzigartige Form und Größe eines jeden Herzens erkennt. Das System benötigt etwa acht Sekunden, um die Geometrie und den Rhythmus des jeweiligen Herzens zu erfassen. Danach erkennt es kontinuierlich ohne Körperkontakt, ob sich die richtige Person am IT-Gerät befindet, wobei das Gerät in diesem Fall entsperrt bleibt.

PER APP PRODUKTE IN DER ECHTEN WELT FINDEN

In Zusammenarbeit mit der Warenhauskette Target hat Pinterest die Smartphone-Anwendung „Pinterest Lens“ lanciert, die von Nutzern hochgeladene Bilder auf Produkte hin analysiert und deren Verfügbarkeit in einer nahe gelegenen Filiale ermittelt. Damit soll verhindert werden, dass Kunden in den Läden vergeblich nach Produkten suchen, die sie zum Beispiel im Netz gesehen haben. In der App erstellen die Nutzer ein Foto von dem gewünschten Gegenstand oder einen Screenshot, wenn sie das Produkt im Internet entdeckt haben. Die App erkennt dieses Objekt und durchsucht daraufhin die Website von Target nach diesem oder einem vergleichbaren Produkt.