Trends der Woche 2017 – KW 45

SPRACHBASIERTES EINKAUFEN MIT GOOGLE EXPRESS

Der US-amerikanische Discounter Target kooperiert mit Google und dessen Shoppingplattform Google Express. Target-Kunden in den USA können dadurch künftig über Google Express mit Hilfe der sprachbasierten Funktion „Google Assistant“ einkaufen und personalisierte Empfehlungen erhalten. Die Nutzer sprechen einfach ihre gewünschte Einkaufsliste in ihre Google-Home- oder Android-TV-Geräte, und Google Express und Target kümmern sich um den restlichen Einkaufsprozess. Die bestellten Produkte werden daraufhin innerhalb von zwei Tagen zugestellt, und zwar kostenlos ab einem Bestellwert von 35 US-Dollar.

HYBRIDAUTO NUR ZUM ANMIETEN

Der schwedische Automobilhersteller Volvo hat angekündigt, dass seine Hybridautos der Serie Polestar ausschließlich zur Anmietung verfügbar sein werden. Das erste Modell, der „Polestar 1“, ist ein Coupé mit 600 PS, das eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern hat, wenn nur der Elektroantrieb verwendet wird. Das Fahrzeug kann online in einem Abonnement für zwei oder drei Jahre bestellt werden, wobei die Anlieferung und die Abholung inklusive sind. Anstelle eines Schlüssels wird eine Smartphone-Anwendung genutzt, sodass auf Wunsch auch anderen Personen der Zugriff gewährt werden kann.

BÜCHERTAUSCH BEIM CARSHARING

Der Carsharingdienst car2go hat im Zuge der Frankfurter Buchmesse mit Amazon Publishing kooperiert und eine Booksharingaktion unter dem Motto „Share more than cars“ initiiert. Dabei wurden über 1000 von Amazon zur Verfügung gestellte Taschenbücher in 260 car2go-Fahrzeugen in Frankfurt hinterlegt. Die car2go-Nutzer konnten ihre eigenen Bücher gegen die Taschenbücher im Auto eintauschen. Die Amazon-Bücher waren zudem mit einem Audible-Gutscheincode versehen, sodass sich die Nutzer während der Fahrt kostenlos ein Hörspiel anhören konnten. Nach der Kampagne wurden alle Bücher an eine gemeinnützige Organisation gespendet.

KNOPF ERMÖGLICHT ZERO-CLICK-SHOPPING

Das israelische Start-up Kwik hat einen mit dem Internet verbundenen Knopf entwickelt, der Produkte automatisch nachbestellt. Kleine und große Anbieter können den Knopf mit ihrem Logo versehen und an ihre Kunden verteilen. Der Knopf wird vom Kunden beispielsweise an der Waschmaschine, der Kaffeemaschine, der Spülmaschine oder dem Trinkwassersprudler befestigt. Er erkennt anhand von Vibrationen, wenn das Gerät betätigt wird, und bestellt das jeweilige Produkt, etwa das Waschmittel, nach, wenn es auszugehen droht. Kwik arbeitet bereits mit Unternehmen wie Procter & Gamble und Kimberly-Clark zusammen.

KUNDENWEGE PER ULTRASCHALL NACHVERFOLGEN

Das Start-up Koopango aus der Nähe von Rostock verwendet Ultraschall, um die Wege von Kunden im Laden ohne hohe Installationskosten zu verfolgen. Im Vergleich zu Techniken, die auf Beacons, WLAN oder Kameras setzen, werden hier einfach die Lautsprecher im Geschäft verwendet. Sie geben Signale aus, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind und an die Smartphones der Kunden gesendet werden. Jene Kunden, die die mobile Anwendung „Ultrasound Detector“ installiert haben, erhalten zudem relevante Informationen und Rabatte. Die Positionsbestimmung ist bis auf 50 Zentimeter genau.