Trends der Woche 2017 – KW 50

VR-HANDSCHUH MIT FORCE-FEEDBACK-FUNKTION

Das US-amerikanische Start-up HaptX hat mit dem „HaptX Glove“ den Prototyp eines Handschuhs für Virtual-Reality-Zwecke entwickelt, der auf der Grundlage von Mikropneumatik subtile Berührungen und Widerstände simuliert. Die Technologie im Handschuh beruht auf so genannten haptischen Pixeln, das heißt auf circa 100 aufblasbaren, kreisrunden Kammern, die in den Handschuh integriert sind. Eine Software ermittelt, in welcher Kombination die haptischen Pixel mit Luft gefüllt werden müssen, wenn ein Nutzer ein virtuelles Objekt berührt, um ihm eine realitätsnahe haptische Erfahrung zu bieten.

FESTSTOFFBATTERIE FÜR BESSERE ELEKTROAUTOS

Der kalifornische Automobilhersteller Fisker hat einen Durchbruch in der Entwicklung von Feststoffbatterien angekündigt, der Elektroautos mit einer Reichweite von 800 Kilometern und einer Ladezeit von unter einer Minute möglich machen soll. Im Vergleich zur Lithium-Ionen-Batterie ist die Feststoffbatterie sicherer und erreicht höhere Energiedichten. Bisher stellten jedoch begrenzte Temperaturspannen und die kostenaufwendige Herstellung ein Problem dar. Die neue Batterie soll laut Fisker auch bei niedrigen Temperaturen arbeiten und mit 3D-Elektroden ausgestattet sein, die eine 2,5-mal so hohe Energiedichte haben wie Lithium-Ionen-Batterien.

SUV MIT EINGEBAUTEM SHARE-KNOPF

Der chinesische Automobilhersteller Lynk & Co verkauft seine ersten SUVs, die mit einem Share-Knopf ausgestattet sind, über den die Besitzer einen gemeinsam nutzbaren digitalen Schlüssel generieren können. So können sie das Auto mit Familie und Freunden, aber auch mit Fremden in Form eines Carsharing-Angebotes teilen und nebenbei Geld verdienen, wenn sie ihr Fahrzeug selbst gerade nicht benötigen. Der Hersteller bietet außerdem ein flexibles Besitzmodell an: Das Auto kann entweder gekauft oder abonniert werden. Der SUV ist in rund 150 eigenen Markengeschäften und -boutiquen in ganz China erhältlich.

BANKKARTE MIT NFC-FÄHIGEM SMARTPHONE AKTIVIEREN

Die oberste Maxime der britischen Bank Monzo ist es, die einfache Handhabung des Kontos mit Hilfe von mobilen Geräten zu ermöglichen. Dafür bietet das Unternehmen unter anderem eine Verifikation per Selfievideo an. Nun möchte Monzo bereits die Aktivierung von Geldkarten stark vereinfachen und stattet Geldkarten mit einem NFC-Chip aus. Kunden der Bank, die über ein NFCkompatibles Android-Smartphone verfügen, müssen mit ihrer neuen Karte nur das Handy antippen, um sie zu aktivieren oder Android Pay für Zahlungen zu verwenden.

UMFASSENDES IDENTITÄTSMANAGEMENT DANK BLOCKCHAIN

In Singapur ist unter dem Dach einer Stiftung von international führenden Big-Data-Experten das Projekt „THEKEY“ initiiert worden. Ziel des Projekts ist es, über die BDMI-Technologie – BDMI steht für „Blockchain-based Dynamic Multi-Dimension Identification“ – eine Lösung zur Identitätsverifikation zu entwickeln, die sowohl in der physischen Welt als auch online erhobene Daten berücksichtigt. Dank BDMI und der zukünftigen Implementierung des „THEKEY“-Ökosystems soll zum einen der Schutz von personenbezogenen Daten verbessert werden; zum anderen sollen Identitätsdaten besser kontrolliert und transparenter eingesetzt werden können.