Trends der Woche 2017 - KW 28

FAHRZEUG ALS KLANGKÖRPER

Das deutsche Technologieunternehmen Continental hat ein lautsprecherloses Audiosystem entwickelt, bei dem das Fahrzeug als Klangkörper fungiert. Dabei werden herkömmliche Lautsprecher durch Aktuatoren ersetzt, die Schall erzeugen, indem sie Oberflächen im Auto in Schwingung versetzen und so ein 3D-Klangerlebnis schaffen. Die Wandler erzeugen Mikroschwingungen und bestehen aus einem Magneten und einer Spule. Die A-Säule des Fahrzeugs ist besonders für die Erzeugung hoher Frequenzen, Türverkleidungen sind für die Erzeugung mittlerer und Dachauskleidungen für die Erzeugung niedriger Frequenzen geeignet.

APP VERSTECKT PRIVATE NUTZERDATEN

Das israelische Start-up Phantom.me hat die gleichnamige App für Smartphones entwickelt, mit der Nutzer einen geschützten Bereich für ihre Daten erstellen können, wenn sie Daten unsichtbar für andere speichern möchten. Mit „phantom.me“ können Nutzer außerdem verschlüsselt und im Inkognitomodus im Internet surfen sowie Fotos und Videos speichern und teilen. In der App kann jeder Nutzer eine private Kontaktliste erstellen und private Chats initiieren. Die App gibt allen, die ihre Privatsphäre schützen möchten, die Möglichkeit, ihre Daten vor Unbefugten und vor Hackerangriffen zu schützen.

ROBOTER HILFT MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

Der Automobilhersteller Toyota hat den „Human Support Robot“ entwickelt, der Menschen mit Behinderungen im Alltag unterstützen soll. Er ist etwa einen Meter groß, 30 Kilo schwer und besitzt einen ausziehbaren, klappbaren Arm, der mit einer Greifhand ausgestattet ist. Dadurch kann der Roboter etwa Türen oder Vorhänge öffnen, Gegenstände aufheben und Nahrung transportieren. Zudem hat er Kameraaugen und einen Bildschirm, auf dem Informationen angezeigt werden. Er kann entweder über den Touchscreen eines Tablets oder eines Smartphones oder aber per Sprache gesteuert werden.

FACEBOOK RICHTET WERBUNG AN ALLE HAUSHALTSMITGLIEDER

Facebook wird Vermarktern zukünftig die Möglichkeit geben, Personen und den gesamten Haushalt, in dem diese Personen leben, über das Smartphone zu erreichen. Das Unternehmen reagiert damit auf die Tatsache, dass die Möglichkeit des Einkaufs per Smartphone nicht mehr allein von der jüngeren Generation genutzt wird. Vermarkter wählen so auf Wunsch nicht nur die Zielgruppe, sondern auch deren Umfeld aus. So können beispielsweise Eltern zum Kauf von Produkten motiviert werden, für die sich ihre Kinder interessieren. Eine neue Funktion soll zudem die gesamte Menge an erreichten Haushalten anzeigen.

AUTONOMES FAHRZEUG LIEFERT LEBENSMITTEL

Der Internethändler Ocado testet in Großbritannien die automatische Lieferung von bestellten Lebensmitteln per „CargoPod“. Die einem Golfscooter ähnelnden Kastenwagen wurden gemeinsam mit Oxbotica, einem Spin-off der Universität Oxford, entwickelt. Während der ersten Testphase konnten bereits 100 Kunden ohne Zwischenfälle mit Waren beliefert werden. Zunächst begleiten noch zwei Mitarbeiter die Fahrten, um sie zu überwachen, bei Problemen einzugreifen und den Kunden die Funktion des Fahrzeugs zu erklären. Durch den Einsatz der „CargoPods“ sollen die Waren insgesamt günstiger und schneller beim Kunden ankommen.