Trends der Woche 2017 - KW 30

KI ERZEUGT AUS GESPROCHENEN BESCHREIBUNGEN BILDER

Mitarbeiter des von Google übernommenen Unternehmens DeepMind haben ihre gleichnamige künstliche Intelligenz dahin gehend trainiert, dass sie aus Spracheingaben in Form von Sätzen fotorealistische Bilder erzeugen kann. Je mehr Details die Nutzer dabei nennen, desto besser werden die Fotoresultate. Sucht der Nutzer per Spracheingabe beispielsweise nach „einem gelben Vogel mit schwarzem Kopf, orangefarbenen Augen und orangefarbenem Schnabel“, greift der Algorithmus auf eine große Bilderdatenbank zu und stellt aus allen verfügbaren Bilderkomponenten ein zur jeweiligen Suche passendes Bild zusammen.

GOOGLE EXPERIMENTIERT MIT VIRTUAL-REALITY-ADS

Google experimentiert mit Techniken, die es erlauben, in der virtuellen Realität Werbung zu platzieren. Im Zuge dessen hat Area 120, Googles interner Workshop für experimentelle Projekte, einen Würfel konzipiert, der in der virtuellen Realität in andere Applikationen integriert werden kann. Der schwebende Würfel kann auf jeder Seite verschiedene Werbeinhalte anzeigen, die durch Antippen aktiviert werden. Dabei öffnet sich ein Videofenster, in dem die Werbung abgespielt wird. Google plant, das Format auf den Virtual-Reality-Plattformen Cardboard, Daydream und Gear VR zu testen.

„DESKTOPOGRAPHY“ VERWANDELT OBERFLÄCHE IN AR-DISPLAY

Ein Team der Carnegie Mellon University hat mit der eigens entwickelten Augmented-Reality-Technologie „Desktopography“ eine neue Möglichkeit vorgestellt, die Realität um digitale Elemente zu erweitern. Die zugehörige Apparatur wird in eine herkömmliche Glühbirnenfassung eingedreht und besteht aus drei Elementen: einem Tiefensensor, einem integrierten Computer und einem Taschenbeamer. Der Tiefensensor analysiert, was auf der jeweiligen Oberfläche vor sich geht, der Computer verarbeitet diese Informationen und der Taschenbeamer projiziert die gewünschten digitalen Elemente auf die Oberfläche. Die Bedienung erfolgt wie bei einem Smartphone.

COFFEESHOP KOMMT OHNE KASSIERER AUS

Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat in Hangzhou sein erstes stationäres Geschäft eröffnet, in dem sich Kunden mit Getränken und Fast Food versorgen können, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen. Das 200 Quadratmeter große Café „Tao“ bietet Platz für bis zu 50 Gäste. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Gäste die ECommerce-App „Taobao“ installiert haben. Sämtliche Waren und Regale des Cafés haben eine digitale Identität. Nach einer Bestellung erscheint das Profilbild des Nutzers samt Wartezeit auf einem Display. Entnahmen aus den Regalen werden automatisch erfasst und auch die Zahlung beim Verlassen des Cafés erfolgt automatisch.

3D-HOLOGRAMME IN FOTOS UND VIDEOS INTEGRIEREN

Das in Los Angeles ansässige Unternehmen 8i bietet die mobile Anwendung „Holo“ an, mit der 3D-Hologramme in die Aufnahmen aus der realen Welt integriert werden können. Das soll insbesondere jenen, die Inhalte erstellen und teilen, dabei helfen, Fotos und Videos der besonderen Art zu kreieren. Die Initiatoren der App haben dafür mit Filmgesellschaften und Publishern kooperiert, sodass den Nutzern Hunderte von 3D-Hologrammen zur Verfügung stehen, darunter auch solche von Comicfiguren und prominenten Persönlichkeiten. 8i will in der Zukunft auch Markeninhalte als Motive anbieten.