Intern View: Wie Unternehmen sich digital positionieren

Gekommen um zu bleiben

von Luke Schmauder
Praktikant Marketing

Unser Praktikant Luke hat uns im Rahmen seines „International Business and Management“-Studiums vier Monate lang unterstützt. Besonders treibt ihn die Frage um, wie sich Unternehmen den Herausforderungen der digitalen Transformation stellen können. Für uns hat er seine Erkenntnisse in einem Bericht zusammengetragen. Unser Prädikat: unbedingt lesenswert!

Die Tage werden wieder kürzer, die Klausuren weniger – das Studium neigt sich dem Ende und der Abschluss steht bevor. Immer öfter höre ich die Frage: „Was machst du denn eigentlich nach deinem Studium?“. Eine detaillierte Antwort blieb ich bisher meist schuldig. Wohlbemerkt: bisher.

Ich studiere „International Business and Management“. Die Schwerpunkte des Studiengangs sind internationale Kompetenz, der Umgang mit Mitarbeitern und unternehmerisches Verständnis, das aus der Verknüpfung von verschiedenen Lehreinheiten heraus entsteht (wie Finanzierung und Investition, Mikro- und Makroökonomie, Controlling, Marketing, usw.). Kurzum: Mein Studium bereitet mich auf Führungsaufgaben im Kontext des globalen Wandels vor. Mich persönlich beschäftigt dabei eine Frage ganz besonders: „Was muss ein Unternehmen heute tun, um morgen erfolgreich zu sein?“ Um die Frage ganz praktisch beantworten zu können, habe ich mich um ein Praktikum bei diconium beworben. Denn dort geht es genau darum: Unternehmen beim Meistern der digitalen Transformation zu unterstützen – und durch Schnelligkeit einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu erlangen.

 

Mich persönlich beschäftigt eine Frage ganz besonders: „Was muss ein Unternehmen heute tun, um morgen erfolgreich zu sein?“

Survival of the fittest

Es kommt leider immer wieder vor: Superkonzerne oder Unternehmensgiganten verschwinden vom Markt, da sie nicht auf gegenwärtige Kundenbedürfnisse eingehen. Kaum jemand kennt heute ehemalige Giganten wie Pullman oder Singer, welche in den 1980er Jahren noch zweistellige Milliardenumsätze generierten. Und wer erinnert sich noch Enron oder Worldcom, die zu ihren Glanzzeiten in renommierten Wirtschaftsmagazinen als Pioniere ihrer Zeit gesehen wurden? Wenn wir uns den Markenfriedhof anschauen, merken wir: Es kann wirklich jeden treffen. Aber die Geschichte verrät uns auch, was besser gemacht werden kann, um als Unternehmen eben nicht von einem ähnlichen Schicksal eingeholt zu werden.

Potentiale ausschöpfen

Jeder Mensch und jedes Unternehmen bemisst und definiert Erfolg beziehungsweise gesetzte Ziele anders. Das Ergebnis variiert je nach Unternehmenskultur und Branche. Genauso unterschiedlich ist der Weg, der eingeschlagen wird, um ebenjene Ziele zu erreichen. Dennoch gibt es gemeinsame Faktoren, die die Erfolgreichen von den Erfolglosen unterscheiden. Der Fokus der Gewinner liegt auf zukunftsorientiertem Handeln und dem Einteilen des einzigen knappen Gutes eines Menschen: der Zeit. Anders gesagt, sie alle schöpfen ihr Potential optimal aus.

 

Der Fokus der Gewinner liegt auf zukunftsorientiertem Handeln und dem Einteilen des einzigen knappen Gutes eines Menschen: der Zeit.

Der Zeit voraus

Mit der Zeit gehen, heißt auch: der Zeit voraus sein und Trends zu identifizieren, bevor sie zum Hype werden. Die besten Beispiele liefert das Internet: Soziale Netzwerke und Navigation per Telefon haben unser alltägliches Leben verändert und erleichtert. Selbst gesellschaftliche Paradigmenwechsel machte das Social Web möglich, etwa ein neues Gesundheitsbewusstsein. Erst durch die Kumulation von Themen wie Fitness oder vegane Ernährung in den visuell dominierten, sozialen Netzwerken und die Promotion durch Influencer wurde aus der Nische ein Massenphänomen. Wer als Unternehmer die Zeichen von Anfang an erkennt, hat gute Aussichten.

Die digitale Transformation bedeutet daher: neue Möglichkeiten erkennen, selbst erschaffen und nutzen, Umstrukturierungen wagen und kalkulierte Risiken eingehen. Die Devise: Online-Präsenz zeigen, sich diversifizieren und sich von seinen Mitbewerbern abheben. Das zeigt sich am Beispiel Online-Handel besonders deutlich: ein scheinbar längst überfülltes Haifischbecken, in dem sich doch immer wieder Unternehmen freischwimmen. Das gilt für dicke Fische wie Amazon, Alibaba und Zalando, aber auch für kleine, agile Shops. Zwar verfügen die Giganten über viel mehr Ressourcen, aber auch sie haben täglich mit neuen Anforderungen an SEO, Big Data und Digital Analytics zu kämpfen. Um im maritimen Bild zu bleiben: Es sitzen alle in einem Boot. Nur haben die einen hervorragende Aussichten vom Promenadendeck, während die anderen im Maschinenraum schuften.

Erfolg auf der Überholspur

Um das Potential der eigenen Tool-Landschaft ausschöpfen zu können und vielleicht selbst Initiator eines neuen Trends zu werden, bieten sich zwei mögliche Handlungsalternativen:

  • Zeit und Geduld in Webinare und Workshops zu investieren, um sich grundlegendes Wissen über SEO und Co. selbst anzueignen.
  • Die Digital Leadership auf schnellstem Wege zu erreichen, indem man Experten zu Rate zu zieht.

Wer wie ich Will-Smith-Fan ist, weiß: „Das Streben nach Glück“ lohnt sich. Ich persönlich habe während meines Praktikums gelernt, dass Hilfe dabei nicht schaden kann. Ganz im Gegenteil: Erst so gelangen Unternehmen auf die digitale Überholspur und können sich den Vorsprung sichern, der am Ende vielleicht den Unterschied macht.  Mit diesem Wissen fühle auch ich mich für die Zukunft gerüstet. Und ebenso gewappnet für die Frage: „Was machst Du denn eigentlich nach dem Ende Deines Studiums?“ Denn mit meinem Praxiswissen kann ich jetzt guten Gewissens antworten: „Meinen Teil zur Zukunft beitragen.“

 

 

Wir haben Luke gebeten, seinen Arbeitsalltag in drei Bildern festzuhalten. Vorgaben: keine.