Online oder Offline? Egal. Riskiert einen Blick in die Zukunft des Einkaufens!

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Regalverlängerung. Man muss sich den Begriff einmal auf der Zunge zergehen lassen. Sperriger geht’s wohl kaum. Positive Emotionen werden dabei garantiert nicht geweckt, mehr die Angst vor einem technischen … , ja was denn eigentlich? Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Wortungetüm einer der Königswege zum Online-Konsumenten. Und dieser führt über die Emotionen direkt ins Herz des Online-Shoppers. Und ganz nebenbei verbindet ein solcher Ansatz außerdem die verschiedenen Vertriebskanäle eines Handelsunternehmens. Nachfolgend stellen wir einen Prototypen für diesen Ansatz vor. Riskiert einen Blick in die Zukunft des Einkaufens.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einem Modegeschäft befindet sich ein großflächiges Display und der Verkäufer begrüßt den Kunden mit einem Tablet-PC in der Hand. Auf dem Tablet ist eine App installiert, die das gesamte Sortiment des Händlers abbildet und dem Kunden zahllose Möglichkeiten zur interaktiven Darstellung bietet. Wunschtraum?

Nicht wirklich. Denn das System ist bereits möglich. Zunächst einmal besteht ein solches System aus einer Applikation für den Tablet-PC. Diese App kann ihre Inhalte auf einem großflächigen Display anzeigen. Über eine intuitive Gestensteuerung werden Inhalte zwischen den Geräten synchronisiert, so dass diese beliebig auf dem präferierten Medium in Echtzeit angezeigt werden können. Das Display dient zur Visualisierung von Inhalten und der Tablet-PC zur mobilen Interaktion und Darstellung im Laden mit dem Kunden. Jedes Medium wird in seinen Kernkompetenzen genutzt. Spielerei?

Gamification, die Entlehnung von Ideen aus der Spieleindustrie, hält auch in andern Nutzungszusammenhängen mehr und mehr Einzug. Und deshalb: Ja, diese Vision ist eine Spielerei. Aber eine mehr als positive, die den Spieltrieb des Menschen und damit seine Emotionen unmittelbar anspricht. Was folgt, sind neuartige und impulsive Kaufanreize im stationären Handel; auf spielerische Art und Weise involviert man den Kunden in den Kaufprozess. Und am wichtigsten: Durch die Positionierung des Online-Shops im stationären Handel wird den Kunden endlich ein kanalübergreifendes Einkaufen geboten. Damit verliert auch der Begriff der virtuellen Regalverlängerung endgültig seinen Schrecken.

Mehr Details gefällig? Nachfolgende Funktionen des Konzeptes kann man sich vorstellen:

Video-Avatar

Kawumba-online-oder-offline02Der Video-Avatar ist so etwas wie der virtuelle Dressing Room. Mit ihm kann der Nutzer eigene Looks erstellen und sie auf einem stationären Display großformatig anzeigen. Ein Fingerschnipp und das gewünschte Outfit präsentiert sich per Video in Form, Farbe und Bewegung. Das soziale Teilen in den diversen Netzwerken ist natürlich auch möglich – Feedback von Freunden erwünscht.

Kaufberater
Videos sind teuer – klar. Man stelle sich einmal jeweils vier Hosen, Blusen, Mäntel und Accessoires vor. Bei den verschiedenen Kombinationen kommt man auf insgesamt 256 Videos für die einzelnen Looks. Abhilfe schafft ein weiterer Modus, der die Produkte nicht in Videos, sondern in Form einer statischen Modepuppe zeigt. Auch dieser Avatar lädt zum Anziehen ein – ebenfalls mit einem Fingerzeig, nur eben unbewegt auf dem Display. Damit deckt man ein wesentlich größeres Produktportfolio ab. Die Video-Avatare bleiben aus Kostengründen exklusiveren Produkten oder Linien vorbehalten.

„Alle Produkte“-Modus
Auch für einen statischen Avatar muss mehr Aufwand getrieben werden als für simple Produktbilder. Oftmals sind Bilder ja bereits vorhanden. Sowohl Produkte aus dem Online-Sortiment, als auch die Produkte, die sich tatsächlich im Geschäft befinden, sammeln sich in einem weiteren Modus. Dies ist der Ausgangspunkt, wenn der Kunde erst mal im gesamten Sortiment stöbern will. Übersichtlich findet er alle Produkte in Kategorien unterteilt.

Augmented-Reality-Modus
Kawumba-online-oder-offline03Man stelle sich einmal einen Möbelhändler vor, der seinem Kunden das ausgestellte Sofa statt in grau in braun zeigen möchte. An dieser Stelle kommt Augmented Reality ins Spiel – die erweiterte Realität. Mit einer solchen Technologie ist es möglich, Videos und dreidimensionale Produkte live darzustellen. Via Bilderkennung scanne ich das Sofa mit einer Kamera und die Technologie legt automatisch eine andere Farbe über den Stoff. Voilà, der Verkäufer kann das braune Sofa im Display seines mobilen Endgeräts demonstrieren, der Kunde ist glücklich.