Trends der Woche – KW 17

REEDEREI FÜR AUTONOME SCHIFFE

Die norwegischen Schifffahrtsgesellschaften Kongsberg und Wilhelmsen haben im norwegischen Lysaker die Reederei „Massterly“ gegründet, in der autonome Schiffe gebaut sowie entsprechende Kontrollsysteme und Logistikdienstleistungen entwickelt werden sollen. Kontrollzentren, die an Land errichtet werden, sollen die autonomen Schiffe in norwegischen und internationalen Gewässern überwachen. Anfangs sollen die autonomen Schiffe im Kurzstreckenseeverkehr zum Einsatz kommen. Durch die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf das Meer soll für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit gesorgt werden.

INTELLIGENTE BRILLE FÜR SEHBEHINDERTE

Das US-amerikanische Start-up Aira Tech hat die intelligente Brille „Horizon“ entwickelt, die Sehbehinderte mit Hilfe von Augmented Reality mit einem Assistenten kommunizieren lässt. Per Stimmbefehl kann der Nutzer die virtuelle Assistentin „Chloe“ aufrufen, damit sie ihm einen Text vorliest oder ihn mit einem speziell ausgebildeten menschlichen Assistenten verbindet. Die Brille ist mit einer 120-Grad-Weitwinkelkamera ausgestattet, damit der Assistent sich im Livestream ein besseres Bild von der Umgebung machen und dem Nutzer Audioanweisungen geben kann. Auf einer Karte sieht er zudem den genauen Ort, an dem sich der Sehbehinderte befindet.

SCHILDKRÖTE SCHULT FÜR DEN UMGANG MIT ROBOTERN

Ingenieure der Nationaluniversität Seoul und der Naver Labs haben die Roboterschildkröte „Shelly“ entwickelt, die Kinder für den Umgang mit Robotern schulen soll. Der Panzer der Schildkröte verfügt über LEDs und Sensoren, die Berührungen feststellen. Wird „Shelly“ sanft berührt, leuchtet ihr Panzer; ferner wackelt sie mit dem Kopf und den Körpergliedern. Auf Schläge hingegen reagiert sie ängstlich: Sie leuchtet etwa 14 Sekunden lang nicht mehr und zieht den Kopf ein. Diese Reaktion soll den Kindern vermitteln, dass sie mit Robotern respektvoll und behutsam umgehen müssen.

WINDDRACHEN ERZEUGT KOSTENGÜNSTIGE ENERGIE

Das in Kopenhagen ansässige Start-up KiteX verwendet Winddrachen, um kostengünstigere Windenergie zu erzeugen, als es mit statischen Windturbinen möglich ist. Das System verwendet eine Drohnentechnologie, um einen mit dem Boden verbundenen Flügel zu kontrollieren. Dieser Flügel hat dieselbe Funktion wie die Rotorblätter einer traditionellen Windturbine. Da nur ein kleines Fundament notwendig ist, werden Materialien und damit Kosten gespart. Das System erzielt dieselbe Leistung wie bisher übliche Anlagen und lässt sich beinahe überall installieren, ohne dass eine aufwendige Infrastruktur erforderlich ist.

WEARABLE ERMÖGLICHT KOMMUNIKATION OHNE SPRACHE

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben das Wearable „AlterEgo“ entwickelt, das es dem Nutzer ermöglicht, ohne hörbare Sprache und ohne erkennbare Mundbewegungen mit einer Hardware zu kommunizieren. Das Wearable ist eine Kombination aus Sensormaske und neuronalem Netzwerk und wird wie ein Headset getragen. Es deutet elektrische Muskelimpulse im Gesicht, wandelt sie in Wörter um und gibt diese Befehle des Nutzers per Bluetooth an technische Geräte weiter. Über den integrierten Knochenschallkopfhörer erhält der Nutzer etwa die Antwort des Sprachassistenten. In einem Test erreichte das Wearable eine Genauigkeit von 92 Prozent.