Trends der Woche 2018 – KW 24

SELBSTLERNENDES HAUS PASST SICH DEN BEWOHNERN AN

Huf Haus hat zusammen mit IBM das Haus „Ausblick“ entwickelt, das über selbstlernende Fähigkeiten verfügt und nun im Musterhauspark in Hartenfels besichtigt werden kann. Das intelligente Haus lernt die Interaktionen der Bewohner kennen, wobei sie mit Hilfe von IBMs Watson-IoT-Plattform analysiert, Verhaltensmustern zugeordnet und gespeichert werden. Dafür werden vernetzte Sensoren eingesetzt, deren Daten in der IBM-Cloud gespeichert werden. Der Assistent Watson ermöglicht eine natürliche Interaktion zwischen den Bewohnern und dem Haus, das die Gewohnheiten der Bewohner mit der Zeit kennenlernen und den Komfort proaktiv optimieren soll.

SHOPPING-APP BELOHNT WIRKUNGSVOLLE NUTZER

Die KI-gestützte App „Browzzin“ ist eine Mischung aus sozialem Netzwerk, E-Commerce- und Affiliate-Marketing-Plattform und ermöglicht es ihren Nutzern, Provisionen zu verdienen, wenn Fotos ihrer Outfits zu Verkäufen führen. Die Provisionen variieren je nach Marke und liegen bei vier bis 35 Prozent des Kaufpreises. Damit wird jeder Nutzer der App zum digitalen Influencer. Eine weitere Funktion ist das Hochladen von Screenshots oder Outfits, die auf der Straße fotografiert wurden. „Browzzin“ empfiehlt daraufhin kooperierende Onlineshops und stationäre Geschäfte, in denen die gleichen oder ähnliche Produkte erhältlich sind.

AUFBLASBARES MATERIAL AUS DEM 3D-DRUCKER

Gemeinsam mit Forschern des Massachusetts Institute of Technology hat BMW das erste per 3D-Druck hergestellte Material entwickelt, das aufgepumpt werden kann und dabei seine Beschaffenheit ändert. Das aus Silikon gedruckte Material ändert seine Form abhängig von der Höhe des Luftdrucks im System. Die verwendete pneumatische Steuerung ermöglicht es, ihm diverse Eigenschaften und Funktionen zu verleihen. Die „Liquid Printed Pneumatics“ könnten künftig bei der Innenausstattung von Autos eingesetzt werden und beispielsweise Autositze um Massagefunktionen erweitern.

ALGORITHMUS SCHÜTZT VOR GESICHTSERKENNUNG

Forschern der University of Toronto ist es gelungen, mit Hilfe eines Algorithmus Fotos vor Gesichtserkennungstechnologien zu schützen. Dazu nutzen sie eine Deep-Learning-Methode, bei der zwei Algorithmen gegeneinander antreten. Das erste neuronale Netzwerk identifiziert Gesichter, während das andere das Gesichtserkennungsprogramm zu überlisten versucht, wobei beide Algorithmen voneinander lernen. Das Ergebnis ist, dass der Algorithmus, der vor Gesichtserkennung schützen soll, spezifische Pixel im Foto verändert, die zwar für das menschliche Auge kaum erkennbar sind, aber den Gesichtserkennungsalgorithmus an der Identifizierung hindern.

DROHNEN ÜBERWACHEN BAUSTELLEN

Das Ministerium für Infrastrukturentwicklung der südafrikanischen Provinz Gauteng hat eine Drohnen-Flotte zum Einsatz gebracht, um Bauprojekten in und um Johannesburg zu überwachen. Damit soll Korruption in der Baubranche, welche bis zu 40 Prozent höhere Kosten verursacht, eingedämmt werden. Darüber hinaus soll die Qualität der Arbeit kontrolliert sowie sichergestellt werden, dass der Zeitplan bei jedem Bauprojekt eingehalten wird. Die Drohnen werden an die 340 Bauprojekte überwachen, die in den nächsten drei Jahren fertiggestellt werden sollen.