Trends der Woche – KW 37

INTEGRATION IN DAS FINANZSYSTEM DANK BLOCKCHAIN

Das Londoner Start-up Humaniq will mit einer Smartphone- Anwendung auf der Basis der Blockchain Personen ohne ein Bankkonto die Möglichkeit geben, sich in das Finanzsystem zu integrieren. Nutzer, die sich mit Hilfe von biometrischen Daten registriert haben, verwenden Guthaben in Form der plattformeigenen Tokens. Diese Tokens werden in der als digitales Portemonnaie dienenden Anwendung gespeichert. Infolgedessen können Transaktionen kostenfrei durchgeführt werden, wobei Personen aus der eigenen Kontaktliste ausgewählt werden. Zudem lassen sich Transaktionen durch den Scan eines QR-Codes oder durch die Eingabe einer Telefonnummer ausführen.

4D-KAMERA FÜR ROBOTER UND AUTONOME FAHRZEUGE

Forscher der Stanford University haben eine 4D-Lichtfeldkamera entwickelt, die ein besonders breites Sichtfeld von fast 140 Grad abdeckt. Dieses breite Sichtfeld erreicht die Kamera dank einer sphärischen Linse, und Algorithmen verhindern Fehler bei der Bildverarbeitung. Der Vorteil der 4D-Kamera ist, dass sich Roboter weniger bewegen müssen und trotzdem viele Informationen aus ihrer Umgebung generieren können. Die 4D-Lichtfeldkamera eignet sich daher insbesondere für den Einsatz in Robotern, in selbstfahrenden Autos sowie in Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen.

AUTOKAUF AM AUTOMATEN

Tmall, ein Tochterunternehmen des chinesischen E-Commerce- Konzerns Alibaba, will künftig einen schnellen Kauf von Automobilen am Automaten ermöglichen. Der Automat besteht aus einem mehrstöckigen Gebäude, in dem die Autos geparkt sind. Kunden verwenden einen Touchbildschirm, um aus dem Sortiment zu wählen und den Kauf zu initiieren. Alibaba nimmt sofort eine Überprüfung der Kreditfähigkeit des Kunden vor und bucht bei einer Genehmigung die Anzahlung von zehn Prozent vom Kundenkonto ab. Das Auto wird dann automatisch innerhalb von fünf Minuten bis zum Kunden befördert. Die verbleibende Kaufsumme kann in Raten abbezahlt werden.

DIGITALES SPARSCHWEIN

Das Schweizer Kreditinstitut Credit Suisse bietet seinen jüngsten Kunden das digitale Sparschwein „Digipigi“ an. Es reagiert mit Mimik und Geräuschen auf den Einwurf von Geld und auf Kontotransaktionen. Darüber hinaus dient es als Nachttischlampe, Uhr und Wecker. Das Sparschwein wird mit einem Magnetschloss gesichert und ist nur in dem vorab definierten Wi-Fi komplett funktionsfähig. In einer zugehörigen App können die Kinder Sparziele festlegen und den Sparfortschritt überprüfen. Eltern wiederum können über die App den Kontostand im Blick behalten und Taschengeldzahlungen vornehmen.

GYROSKOPISCHES TRANSPORTMITTEL UMGEHT VERKEHRSSTAU

Die russische Firma Dahir Insaat hat eine Vision für ein gyroskopisches Transportmittel entwickelt. Die „Gyrocars“ sind selbstbalancierende Fahrzeuge, die auf schmalen Gleisen durch die Straßen fahren und über den Autos schweben können. Dank eines eingebauten Gyroskops, also eines Kreiselstabilisators, benötigen sie nur ein einzelnes Gleis. Sie sollen höhenverstellbar sein und sich so ihrer Umgebung anpassen können. Dadurch sind sie unabhängig vom Stau und könnten die Lösung für überfüllte Straßen sein. Feuerwehrautos beispielsweise könnten sich auf diese Weise problemlos ihren Weg durch einen Verkehrsstau bahnen.