Trends der Woche – KW 4

ESSEN UND GETRÄNKE AN DEN SITZPLATZ LIEFERN LASSEN

Das US-amerikanische Start-up FanFood hat eine gleichnamige App entwickelt, die es Besuchern von Sportveranstaltungen und Konzerten ermöglicht, per Smartphone Getränke und Essen direkt zu ihrem Sitzplatz zu bestellen. Alternativ können per App aufgegebene Bestellungen auch an einer Sammelstelle abgeholt werden. Somit sollen lange Warteschlangen an Verkaufsständen sowie das Verpassen von relevanten Ereignissen während einer Veranstaltung verhindert werden. Das Start-up verlangt für eine Abholbestellung einen US-Dollar Gebühr, die Lieferung an den Sitzplatz kostet drei US-Dollar.

KI ERKENNT SCHWARZFAHRER IM BAHNVERKEHR

Die katalanische Eisenbahngesellschaft FGC hat im Nahverkehrsbereich von Barcelona ein auf künstlicher Intelligenz
basierendes Bilderkennungssystem implementiert. Etwa 1800 Kameras überwachen das Treiben in den 78 Bahnhöfen. Trainiert sind die Kameras und die dazugehörige Software auf das Identifizieren von Schwarzfahrern. So schlägt die künstliche Intelligenz Alarm, sobald ein Passagier über die Ticketschranken springt oder aber sich mehrere Personen gleichzeitig durch Ticketschranken schmuggeln. In diesen Fällen werden sofort Fotos von den Schwarzfahrern gespeichert und an das Sicherheitspersonal weitergeleitet.

AUTONOMES FAHRZEUG PASST SICH SEINEM ZWECK AN

Toyota, Amazon, Pizza Hut und Uber haben auf der CES Las Vegas die gemeinsame Entwicklung des Konzeptfahrzeugs „e-Palette“ bekannt gegeben, das modular je nach Zweck angepasst werden kann und sich somit für Fahrgemeinschaften, Kleintransporte oder Lieferungen on demand eignet. Da im Inneren weder Säulen noch strukturelle Barrieren fest verbaut sind und die Größe dem Zweck angepasst werden kann, ließe sich das Fahrzeug sogar in ein mobiles Hotelzimmer oder einen Popup-Shop verwandeln. Das autonome E-Fahrzeug soll erstmalig im Jahre 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio zum Einsatz kommen.

Wir waren ebenfalls vor Ort weitere Details zur Weltpremiere auf der CES gibt es hier.

KRYPTOWÄHRUNG FÜR FOTOGRAFEN

Der Film- und Druckerhersteller Kodak hat eine eigene Kryptowährung lanciert, die sich speziell an Fotografen richtet und sie die Rechte an ihren Bildern durchsetzen lässt. Die KODAKCoin dient Nutzern der neuen Blockchain-basierten Plattform „KODAKOne“ als Tauschmedium. Auf der Plattform können Fotografen ihre Werke registrieren und anschließend automatisiert Lizenzen vergeben und sich für die Nutzung bezahlen lassen. Die Plattform durchsucht dabei kontinuierlich das Netz nach der IP der Bilder, um gegebenenfalls einen Missbrauch festzustellen und eine Entschädigung einzufordern.

MÜLL SAMMELN UND GEOTAGGEN

Mit der App Litterati des gleichnamigen US-amerikanischen Start-ups können Nutzer Müll, den sie auf der Straße finden, fotografieren, sammeln und geotaggen. Die Fundstelle wird daraufhin auf einer Karte markiert. Außerdem kann der Nutzer angeben, von welchem Produkt welcher Marke der Müll stammt. Auf diese Weise wird ersichtlich, in welchen Gegenden ein besonders hohes Müllproblem besteht und welche Marken dort am häufigsten für die Verschmutzung sorgen. Mit Hilfe der Daten sollen die betroffenen Firmen auf das Problem aufmerksam gemacht und dazu gebracht werden, nach nachhaltigeren Lösungen zu suchen.