Trends der Woche – KW 40

AUTONOMES AUTO KOMMUNIZIERT PER LICHTLEISTE

Ford hat in Kooperation mit dem Virginia Tech Transportation Institute getestet, wie Fußgänger auf selbstfahrende Autos reagieren. Hierzu setzten sie einen Fahrer in Autositzverkleidung in einen Wagen und statteten das Auto mit einer Lichtleiste aus. Leuchtete das Licht dauerhaft, signalisierte dies den Passanten, dass der Wagen autonom fuhr. Bewegten sich die Lichter von der Mitte zu beiden Seiten und zurück, stand eine Bremsung bevor. Blinkte die Anzeige der Lichtleiste schnell, so fuhr der Wagen jeden Moment los. Im Rahmen des Tests wurden insgesamt 1800 Meilen gefahren und 150 Stunden Videomaterial für die weitere Forschung generiert.

DROHNENRENNEN UM DAS LUXUSAUTO

Jaguar hat für die Promotion seines XJL-Modells die Kampagne „Game of Drones“ gelauncht, bei der mit einem Drohnenrennen demonstriert werden sollte, wie viel geräumiger das XJL-Modell im Vergleich zum XJ-Modell ist. Dafür wurden zwei professionelle Drohnenpiloten in den Alexandra Palace in London eingeladen. Die Strecke führte durch 13 virtuelle Tore, die wie die Türen des XJL aussahen, sowie dreimal durch das Auto selbst, wodurch gezeigt wurde, wie viel Platz die Türen bieten. Die Piloten steuerten die Drohnen per Fernbedienung und mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille und beschleunigten auf bis zu 100 Stundenkilometer.

KI WEIST FAHRZEUGFÜHRER AUF ABLENKUNGEN HIN

Ein Forscherteam des Centre for Pattern Analysis and Machine Intelligence der University of Waterloo hat eine Videoanalysesoftware entwickelt, die Autofahrer überwacht und darauf hinweist, wenn sie abgelenkt sind. Das Videosystem basiert auf künstlicher Intelligenz und erkennt beispielsweise, wenn ein Fahrzeugfahrer während des Fahrens zu lange auf sein Smartphone schaut oder sich den Rücksitzen zuwendet. Ziel ist es, die Software in vernetzte Fahrzeuge zu integrieren, sodass bei einer identifizierten Ablenkung automatisch ein Autopilot aktiviert wird, um Unfälle zu vermeiden.

MODEBOUTIQUE OHNE KLEIDUNG

Die US-amerikanische Warenhauskette Nordstrom hat in Los Angeles eine Filiale im Kleinformat eröffnet, auf deren Verkaufsfläche kein einziges Kleidungsstück zu finden ist. Kunden erhalten dort eine persönliche Beratung von einem Stylisten, wobei die Smartphone-App „Style Board“ zum Einsatz kommt. Die gewählten Kleidungsstücke werden anschließend aus einer der Hauptfilialen angeliefert und können direkt in einer der acht Ankleidekabinen anprobiert werden. Der Laden verfügt zudem über eine Bar und eine Schneiderei, in der die Kleidungsstücke den Kundenwünschen entsprechend angepasst werden.

TELEFONZELLE WIRD ZUM MINIAUTOHAUS

Für eine Marketingaktion hat Peugeot in einer Telefonzelle am Russell Square in London eine winzige Verkaufsstation eingerichtet. In der Telefonzelle gibt es keinen Verkäufer, sondern lediglich ein Tablet, das mit Peugeots Onlinebestellsystem verbunden ist. Passanten müssen sich zunächst auf der Website des Unternehmens einen Zugangscode besorgen und können sich dann in der Telefonzelle verschiedene Modelle des französischen Autoherstellers anschauen, ihr eigenes Modell konfigurieren und einen Liefertermin vereinbaren. Vor dem Kauf können sie ihr Auto in einem richtigen Autohaus begutachten und eine Testfahrt machen.