Trends der Woche – KW 41

BEZAHLEN MIT DER FINGERSPITZE

Das britische Unternehmen Sthaler hat in einem Supermarkt sein biometrisches System „Fingopay“ eingeführt, das es Kunden ermöglicht, mit ihrer Fingerspitze zu bezahlen. Hierbei wird nicht der Fingerabdruck, sondern es werden die 3D-Muster der Venen in den Fingern verwendet. Diese Muster können im Gegensatz zu Fingerabdrücken nicht beschädigt, gestohlen oder gefälscht werden. Kunden müssen sich dazu einmalig registrieren und ihre Debit- oder ihre Kreditkarte ihrem Finger zuordnen lassen. Danach legen sie zum Bezahlen ihren Finger in den biometrischen Scanner „VeinID“. Ihre Rechnung bekommen sie im Anschluss automatisch per E-Mail zugesandt.

FLEXIBLER LCD-SCREEN FÜR DAS HANDGELENK

Der britische Displayhersteller FlexEnable hat das gleichnamige organische und flexible Display entwickelt, das sich um bis zu 55 Grad vor- und zurückbiegen lässt und so beispielsweise auch ums Handgelenk getragen werden kann. Anstatt die Flüssigkristalle für das LCD-Display zwischen zwei Glasplatten zu positionieren, verwendet FlexEnable sehr dünnes Plastik, das den Vorteil hat, nicht so schnell zu brechen wie herkömmliche Plastikdisplays. Die Technologie könnte bei Smartwatches zum Einsatz kommen, aber auch für Autodisplays und digitale Schilder verwendet werden.

INTELLIGENTER ERNÄHRUNGSBERATER

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat zusammen mit der ECommerce- Plattform JD.com in China den Ernährungsassistenten „XiaoAI“ auf den Markt gebracht, der mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist. Der intelligente Lautsprecher greift auf Informationen zu Ernährung und Gesundheit zurück und beantwortet die Fragen der Nutzer hinsichtlich maßgeschneiderter Rezepte, Musik und Ernährung. „XiaoAI“ soll die Nachfrage der zunehmend technikversierten chinesischen Verbraucher erfüllen, über traditionelle Produkte hinausgehen und den Nutzern ein gesünderes Leben ermöglichen.

MARKTFORSCHUNG IN VIRTUAL REALITY

Das in Seoul ansässige Start-up Looxid Labs verwendet Virtual-Reality-Headsets für die Marktforschung und ermittelt dabei die emotionale Reaktion von Nutzern auf die präsentierten Produkte. Die Headsets messen per Elektroenzephalografie die Gehirnaktivität und zeichnen die Augenbewegungen der Probanden auf. Dabei kommt die Technologie „LooxidVR“ zum Einsatz, die die Sensordaten und darauf basierend auch die Gefühlslage des jeweiligen Nutzers analysiert. Sie könnte unter anderem im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen und beim Militär Anwendung finden.

PLATTFORM FÜR UNEINGESCHRÄNKTEN E-COMMERCE

Das türkische Start-up Shippn hat die gleichnamige Plattform gelauncht, die Nutzern ein Hostsystem zur Verfügung stellt und es ihnen ermöglicht, Produkte weltweit online zu bestellen und sich liefern zu lassen. Da viele Onlinehändler nicht in alle Länder liefern können, bietet „Shippn“ den Nutzern in jedem Land eine lokale Hostadresse an, an die die Ware zuerst verschickt wird. Diese Adresse wird bei der Bestellung als Empfänger angegeben. Hat der Host die Lieferung erhalten, verschickt Shippn die Ware von dort per Kurier innerhalb von fünf Werktagen an den ursprünglichen Käufer.