Trends der Woche

Kopfhörer mit der Mimik steuern

Der in Rostock lebende Informatiker Denys Matthies hat den Prototyp für einen Kopfhörer vorgestellt, der die Mimik des Trägers identifiziert und ihn damit ein verbundenes Smartphone steuern lässt. Dafür ist das Gerät mit Elektroden ausgestattet, die mit Hilfe eines elektrischen Felds konstant die Form des Gehörgangs messen. So werden Verformungen festgestellt, die bei einem Verziehen des Gesichts entstehen. Der aktuelle Prototyp kann mit einer Trefferquote von 90 Prozent fünf verschiedene Gesichtsausdrücke unterscheiden, die dem Ausführen bestimmter Befehle ohne Zuhilfenahme der Hände dienen.

Schnelle Laborproben dank Drohnen

Die Schweizerische Post verwendet zukünftig Drohnen, um Laborproben zwischen zwei Krankenhäusern des Tessiner Spitalverbunds EOC in Lugano zu transportieren. Die Krankenhausmitarbeiter verpacken die Proben in eine Sicherheitsbox und starten die Drohne per Smartphone-App. Die eingesetzten Drohnen werden von der kalifornischen Firma Matternet produziert und sind mit Infrarotsensoren und einem Fallschirm ausgestattet. Sie können bis zu zwei Kilogramm Gewicht transportieren, haben eine Reichweite von 20 Kilometern und erreichen eine Geschwindigkeit von 36 Stundenkilometern. Dies ist die erste kommerzielle Verwendung von Drohnen im Stadtgebiet.

Sportbekleidung wird intelligent

Das indische Unternehmen Sygnal entwickelt smarte Kleidung für Sportler, die je nach ausgeübter Sportart unterschiedliche Vorteile bietet. Das „Fitness-T-Shirt“ etwa erfüllt die Funktionen von Fitnessarmbändern und zählt Schritte und verbrannte Kalorien. Dazu kann es, wenn in der dazugehörigen App ein Ziel eingegeben wurde, den Träger über Vibrationen nach links und rechts navigieren. Das „Cyclists’ Jersey“ hingegen ist mit LED-Bändern ausgestattet, die den Radfahrer besser erkennbar machen. Zeigt er an, dass er abbiegen möchte, erscheint auf dem Shirt zudem ein LED-Abbiegepfeil.

Fahrzeugentwicklung mit Hilfe von Mixed Reality

Der Automobilhersteller BMW plant, für die Entwicklung neuer Fahrzeuge ein Mixed-Reality-Verfahren einzusetzen. Indem hierbei 3D-Druck und Virtual Reality kombiniert werden, können Ingenieure und Designer Prototypen entwickeln und Fehler im Design erkennen, bevor das Fahrzeug in die Massenfertigung geht. Ein Auto kann mit all seinen Details in der Mixed Reality simuliert werden, indem virtuelle Bilder von verschiedenen Oberflächen und Funktionen auf 3D-Teile projiziert werden. Damit wird die Anfertigung teurer Prototypen, wie sie bisher erforderlich waren, überflüssig.

Schwimmen mit der Beinprothese aus dem 3D-Drucker

J. Walter Thompson New York hat für die Kampagne „The Return“, die den Veteranenservice von Northwell Health bewerben soll, die 3D-gedruckte Beinprothese „Fin“ entwickelt, die sich auch zum Schwimmen eignet. Die Prothese entstand in Zusammenarbeit mit dem Kriegsveteranen Dan Lasko, der in Afghanistan sein linkes Bein verlor. Löcher an den Seiten der Prothese sorgen für den richtigen Widerstand im Wasser, die geriffelte Unterseite sorgt für mehr Halt. Der Kampagnenspot „The Return“ zeigt, wie die Prothese entwickelt wurde und wie sie Laskos Lebensqualität verbessert.