Trends der Woche

Blockchain verhindert manipuliertes Inhalteranking

Das Warschauer Start-up Userfeeds nutzt die Blockchain, um die Verbreitung falscher Nachrichteninhalte zu verhindern. So will es eine Alternative für das Finden von Inhalten in sozialen Netzwerken schaffen, da die dort verwendeten Algorithmen für das Inhalteranking durch Bots und die Verbreiter von Falschmeldungen manipuliert werden. Userfeeds will Personen für die korrekte Einordnung von Artikeln mit virtuellen Tokens entlohnen, wobei der Prozess vollkommen transparent ist. Als erstes Produkt bietet es die „Userfeeds Engine“ an, mit der Nutzer, Publizisten und Entwickler personalisierte Suchergebnisse und Empfehlungslisten erstellen können.

Im Geschäft anprobierte Kleidung landet im Warenkorb

Der auf Sportbekleidung für Damen spezialisierte Händler Fabletics hat ein Omnichannelkonzept realisiert, das das Anprobieren von Bekleidung im Laden geschickt mit dem Onlineshop verknüpft. Dafür scannt das Verkaufspersonal zunächst mit einem Tablet die Produkte, die die Kundin in die Umkleidekabine mitnimmt. Die Artikel landen so im Warenkorb des Onlineshops. Die Artikel, die der Kundin bei der Anprobe nicht gefallen oder die sie direkt im Geschäft kauft, werden automatisch aus dem Warenkorb entfernt. Die verbleibenden Artikel kann die Kundin dann später bei Bedarf bequem online bestellen und kaufen.

Chatbots für echte Dialoge

Facebook hat das Tool „ParlAI“ entwickelt, das Forscher und Entwickler beim Training von Chatbots unterstützen und zukünftig echte Dialoge ermöglichen soll. Das Programmiergerüst bietet ein einheitliches Versuchsfeld für das Testen und Vergleichen von Technologien und hat Zugriff auf Datensätze aus Beispieldialogen. Über Amazons Service Mechanical Turk lassen sich zudem menschliche Mitarbeiter finden, die mit dem Chatbot interagieren und ihn korrigieren. Ziel ist es, Chatbots zu kreieren, die mit dem Nutzer Gedanken austauschen und einen natürlichen Dialog führen können.

Saatgut online tauschen

Das in San Francisco ansässige Center for Food Safety hat den Onlinemarktplatz „Global Seed Network“ für Pflanzensamen lanciert und will damit die Artenvielfalt für zukünftige Generationen sichern. Der Marktplatz richtet sich an Landwirte, Gärtner und Privatpersonen, die hier seltene und resistente Arten, die für ihre Wetter- und Bodenbedingungen geeignet sind, tauschen können. Über eine Suchmaske wird nach derartigen Eigenschaften und nach Kriterien wie biologischem Anbau gesucht. Nutzer können Anfragen teilen und sich in Foren austauschen. Die Plattform stellt auch Anleitungen und Dokumente mit Informationen zur Saatgutgewinnung bereit.

Zahnkorrektur zum Selbermachen

Ein Student des New Jersey Institute of Technology hat seine eigenen Zahnspangen entwickelt, um die Kosten für eine professionelle Zahnkorrektur zu umgehen. Die Zahnspangen stellte er für umgerechnet 60 US-Dollar mit einem 3D-Drucker her. Nach einer ausgiebigen Recherche auf dem Gebiet der Kieferorthopädie begann er mit der Produktion. Zum Einsatz kamen erschwingliches Alginatpuder, ein 3D-Scanner, eine CAD-Software, ein hochauflösender 3D-Drucker, Zahnspangenmaterial sowie ein Abdrucklöffel. Mit diesen Mitteln stellte er insgesamt zwölf Zahnspangen her, die seine leicht schiefen Zähne Schritt für Schritt korrigierten.