Trends der Woche – KW 29

GERÄT MACHT VIRTUAL REALITY SPÜRBAR

Das Start-up TEGway hat das flexible thermoelektrische Gerät „ThermoReal“ entwickelt, das in Gamecontroller und Virtual-Reality-Geräte integriert werden kann. Nutzer können darüber in Virtual-Reality-Videospielen Kälte, Wärme und sogar Schmerz spüren und so das Gamingerlebnis noch realer wahrnehmen. Das Gerät kann das thermische Empfinden in Videospielszenen ohne Verzögerung synchronisieren und deckt dabei eine Temperaturspanne von vier bis 40 Grad Celsius ab. Die Technologie könnte nicht nur bei Videospielen, sondern auch bei anderen immersiven Erlebnissen, etwa im Bildungsbereich, zum Einsatz kommen.

Künstliche Übersetzung der eigenen Stimme

Das US-amerikanische Start-up BabelOn entwickelt derzeit eine Software, mit der die eigene Sprache unter Verwendung der eigenen Stimmfarbe simultan in eine beliebige andere Sprache übersetzt werden kann. Um dies zu erreichen, wird zunächst ein „BabelOn Language Information Profile“ (BLIP) angefertigt. Unter Verwendung spezieller Hard- und Software werden dabei über einen Zeitraum von zwei Stunden die Stimmfarbe und die Phonetik analysiert, indem die jeweilige Person verschiedene Texte laut lesen muss. Eine Softwaredemonstration steht bislang noch aus.

MUSIK WIRD ÜBER DAS WASSER ÜBERTRAGEN

Das Wiener Start-up GOpro! hat den Lautsprecher „Zeppy“ auf den Markt gebracht, der Schallwellen über das Wasser in den Körper transportiert und den Klang körperlich spürbar macht. Das Gerät eignet sich für die Nutzung in Salz- und in Süßwasser und wird per Bluetooth mit einem Smartphone oder einem Laptop verbunden. Mit Hilfe von sechs Klangprofilen passt sich der Lautsprecher der jeweiligen Situation an. Er kann nicht nur im Wasser, sondern auch in Innenräumen verwendet werden, beispielsweise für das Heimkino oder aber für eine Massage, wenn er etwa auf den Nacken gelegt wird.

IPHONE-HÜLLE MIT E-INK-DISPLAY

Das in Singapur ansässige Unternehmen OAXIS stellt Hüllen für das iPhone her, in die ein zweites E-Ink-Display integriert ist, sodass das Mobilgerät gleichzeitig als E-Reader genutzt werden kann. Auf der Rückseite des Smartphones können Nutzer nun Aufgabenlisten speichern, Fotos oder die Uhrzeit abbilden lassen sowie Nachrichtenartikel und E-Books lesen. Die Einstellung wird über eine Smartphone-Anwendung vorgenommen. Der Bildschirm hat eine Betriebsdauer von sechs Tagen, ist wasser- und kratzfest und samt Gehäuse nur 4,5 Millimeter dick.

HAUTPFLASTER WANDELT SCHWEISS IN ENERGIE UM

Forscher der University of California haben ein Hautpflaster entwickelt, das Schweiß als Energiequelle nutzt, um ein externes Gerät anzutreiben. Schweiß kann als Energiequelle verwendet werden, weil er Laktat enthält, das Energie erzeugt, wenn es mit Laktatoxidase oxidiert. Die Forscher brachten das Enzym auf eine Anode aus porösen Kohlenstoffnanoröhren Naphthochinon-Strukturen auf. Hierbei entstand ein kleines Pflaster, das bei ausreichender Schweißmenge genügend Energie erzeugt, um ein kleines Bluetooth- Gerät zu betreiben.