Trends der Woche – KW 32

DNA als Speichermedium

Yaniv Ehrlich von der Columbia University und Karin Strauss von Microsoft Research möchten mit Hilfe von DNA die Speicherdichte und Haltbarkeit von Daten entscheidend optimieren. Digitale Daten, Filme oder Skype-Calls werden hierbei in AGTC (die vier Basen der DNA) übersetzt und dann nach dieser Vorlage DNA synthetisiert. Um wieder auf die gespeicherten Informationen zurückgreifen zu können, liest man die DNA und verwandelt das Ganze wieder in Einsen und Nullen.

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AI-SOFTWARE ANALYSIERT VERBRAUCHERGESCHMACK

Das US-amerikanische Unternehmen Qloo hat die gleichnamige AIPlattform entwickelt, die Data Science verwendet, um die kulturellen Präferenzen von Personen auszuwerten. Sie durchsucht dafür öffentlich verfügbare Open-Source-Daten und kann die Geschmacksmuster von Verbrauchern in den Kategorien Musik, Film, TV, Bücher, Podcasts, Mode, Musik, Sport, Essen und Reisen analysieren. Entwickler und Unternehmen erhalten per API Zugriff auf die Plattform und können somit unter anderem besser verstehen, welche gemeinsamen Interessen die Fans zweier unterschiedlicher Sportteams haben, und beispielsweise die Werbung während des Spiels anpassen.

VR-PROTOTYPING SIMULIERT DEN POS-AUFTRITT

L’Oréal hat in seinem New Yorker Hauptquartier den Virtual-Reality- Raum „L’Oréal Beauty Lab“ eingerichtet, in dem aufgezeigt wird, wie Marken in Zukunft ihren POS-Auftritt und das Warengruppenmanagement gestalten können. Das Labor ist mit Virtual-Reality-Equipment und 3D-Tools ausgestattet und fokussiert sich nicht nur auf Konsumenten, Händler und Businesspartner, sondern vor allem auch auf interne Teams. Ziel ist es, möglichst effektiv und effizient neue Produktprototypen am besten in einer Echtzeitumgebung zu testen und bei jedem Innovationsschritt das direkte Feedback wichtiger Stakeholder miteinzubeziehen.

MIT POSTINGS ÜBER HITZE EISKALTE GETRÄNKE FREISCHALTEN

Die Getränkemarke 7UP hat in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires den tropischen Sommertemperaturen mit einer interaktiven Kampagne den Kampf angesagt. Um die Hitze der Stadt zu messen, wurde ein eigens kreiertes Thermometer mit integriertem Kühlschrank für Hunderte Getränkedosen aufgestellt. Statt der tatsächlichen Temperatur visualisierte die Maschine jedoch auf einer Skala von moderat bis extrem die Anzahl der Social-Media-Beiträge über Hitze. Sobald besonders viele Nutzer über die Hitze schrieben und das Thermometer ins Extreme ausschlug, öffnete sich der Kühlschrank und lud Passanten zu einem kühlen 7UP ein.

NANOFILAMENT WANDELT BEWEGUNG IN ENERGIE UM

Forscher des Nanomaterials and Energy Devices Laboratory der Vanderbilt University haben aus einem Nanofilament aus schwarzem Phosphor ein ultradünnes Energiegewinnungssystem entwickelt. Es ist nur wenige Atome dick und kann Bewegung und Druck in Strom umwandeln. Wird es in die Kleidung eingearbeitet, könnten Menschen über das System durch natürliche Bewegungen wie Sichhinsetzen oder Aufstehen elektrischen Strom erzeugen, um damit unterwegs verschiedenste elektronische Geräte aufzuladen. Zudem könnte das System zur Bewegungsverfolgung in Virtual-Reality-Anwendungen
eingesetzt werden.