Trends der Woche – KW 35

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ERKENNT GEFÜHLE

Das US-amerikanische Start-up Silver Logic Labs hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die herausfindet, was Menschen wirklich wollen. Mit Hilfe einer Kamera und eines Algorithmus analysiert sie die kleinsten menschlichen Bewegungen, zerlegt sie und vergleicht sie. Auf diese Weise erkennt sie auch, ob jemand lügt. In der Marktforschung beispielsweise kann damit herausgefunden werden, ob eine Testperson nur das sagt, was von ihr erwartet wird, oder ob sie das Gesagte wirklich so meint. Die Entwickler haben die Technik so angepasst, dass sie mit fast jeder Laptopkamera funktioniert.

AUTOMAT FÜR KLEIDUNGSKAUF AM FLUGHAFEN

Der japanische Bekleidungshersteller Uniqlo installiert an ausgewählten Flughäfen in den USA Automaten, an denen Reisende wärmere Kleidungsstücke kaufen können, an die sie beim Packen nicht gedacht haben. Das Angebot variiert je nach Jahreszeit und Flughafen. In dem Automaten sollen insbesondere die Bestseller der Marke für Frauen und für Männer in mehreren Farben bereitgestellt werden. Sie werden in kleinen Kanistern ausgegeben und sind, wie bei Uniqlo üblich, klein und somit einfach zu verstauen. Das Unternehmen hofft, seine Produkte auf diese Weise einem neuen Publikum nahezubringen.

Per Software Ad-hoc-Organisation bilden

Forscher der Stanford University haben eine Crowdsourcing-Software entwickelt, mit der sich auf Knopfdruck „Flash Organizations“ bilden lassen. Hierbei handelt es sich um kurzfristige Organisationen, die auf der Basis von Crowdworkern ad hoc für ein konkretes Ziel gebildet und nach Zielerreichung wieder aufgelöst werden. Wer mit Hilfe der Software eine „Flash Organization“ bilden möchte, legt zunächst Rollen, Aufgaben, Teams und die Hierarchie für ein Projekt fest. Die Software informiert anschließend in einem Vermittlungsprozess jene Crowdworker, die am besten auf die jeweilige Rolle passen.

Schlafen im Coworking Space

In Kyoto hat der Coworking Space „andwork Kyoto“ eröffnet, in dem Großstädter ihre Tage und Nächte verbringen können. Die Location hat 24 Stunden am Tag geöffnet und bietet neben Arbeitsplätzen und Konferenzräumen auch eine Bar, in der die Besucher zur Happy Hour kostenfrei Bier trinken und sich dabei vernetzen und sich austauschen können. Zudem gibt es eine offene Küche und Schlafräume, in die sich die Besucher für ein Nickerchen zurückziehen können. Nach einer Übernachtung im „andwork Kyoto“ können die Besucher morgens duschen und sich mit einem Kaffee wecken lassen.

Lampe simuliert Sonnenlicht und Schatten

Der britische Produktdesigner Leslie Noteboom hat die Lampe „Komorebi“ entwickelt, die natürlich einfallendes Sonnenlicht mitsamt situativem Schatten simuliert. Licht und Schatten werden dabei über einen beweglichen Projektor erzeugt, der per App gesteuert wird. Nutzer können verschiedene Szenarien auswählen, so beispielsweise Licht, das durch Baumkronen fällt, oder wabernde Sonnenflecken eines Pools, dessen Oberfläche sich in der Sommersonne spiegelt. Bei der Lampe handelt es sich bisher noch um ein Konzept; ob und wann das Produkt käuflich zu erwerben sein wird, steht noch nicht fest.