Rallye Dresden-Dakar-Banjul: Der „Spätzle-Express“

7.000 Kilometer in 4 Wochen – das ist die Mission unserer Kollegen Andy und Thorsten. Sie sind Teilnehmer der Rallye Dresden-Dakar-Banjul und spenden am Ende ihr Auto für einen guten Zweck. Eine tolle Idee, die wir gerne unterstützen!

2. März: Prolog Die letzten Vorbereitungen haben wir am Morgen getroffen. Bei trügerischem Sonnenschein und minus sieben Grad wurden die Teilnehmer in Dresden verabschiedet. Die Sächsische Schweiz hüllt sich in Nebel und wir uns später in den Daunen, nachdem wir uns an dem Freibier gütlich getan haben.

5. März: KM 1.635 | Dresden, Basel, Perpignan In Basel konnten wir uns bei unseren Freunden Stefan und Kathrin einquartieren. Die Fahrt in die Berge bei Perpignan war ziemlich ereignislos: Regen, Wolken, wieder Regen. Aber wärmer ist es bereits geworden. 16° hatte das Thermometer schon tagsüber angezeigt. Man sieht mittlerweile Kakteen und Zypressen stehen.

7. März: KM 2.934 | Perpignan, Archena, Genalguacil Vorgestern Abend kamen wir in Archena, einem Badeort in Südspanien an. Tags darauf, gestern, konnten wir in Granada noch die Alhambra im Regen besuchen, die Suche nach einer guten Tapasbar endete nach 2 Stunden in einem „Hier-gibt-es-hauptsächlich-frittierten-Fisch“-Imbiss. Bis 2 Uhr morgens fuhren wir im Anschluß todmüde in strömendem Regen nach Genalguacil im Ronda-Gebirge

7. März: KM 3.021 | Genalguacil, Algeciras Die Serpentinen im Ronda Gebirge verabschieden uns bei schönstem Sonnenschein aus Europa, wo die Fähre auf uns wartet. Naja, im Moment noch auf sich warten lässt. Bis dahin haben wir immerhin noch Gelegenheit, die anderen Fahrzeuge genau zu inspizieren.

9. März: KM 3.598 | Algeciras, Briech, Timoulilt Von der Fährfahrt und dem ersten Abend in Marokko gibt es nicht viel zu erzählen. In Rabat gab es superleckere Tajine, mit Kalb und Pflaumen oder mit Oliven und Hähnchen. Dazu Schwarztee mit Minze. Weiter ging es in Richtung Timoulilt. Marokko begeisterte uns seither mit satt grünen Wiesen, blühenden Baumen, unterwegs gab es Bananenplantagen. Generell erregen wir in den Dörfchen, seit wir aufs Land abgebogen sind, oft Aufsehen. Der Benz BJ 1999 ist hier offenbar ein Top-Modell, in dem man ziemlich wichtig aussehen muss.

10. März: KM 4.192 | Der hohe Atlas Wir hatten schon viel über den hohen Atlas, über seine Schönheit aber auch über die Anforderungen an Mensch und Maschine gehört. Doch heute haben wir all dies am eigenen Leib erfahren. Tagesziel waren eigentlich die „Blauen Steine“ bei Tafraoute, wo wir vorhatten die erste Nacht im Zelt zu verbringen, jedoch hatten sich dort ein paar Teams im Schlamm festgefahren.

11. März KM 4.528 | Irhoreïssene / Tantan Plage Die Bäume sind inzwischen verschwunden und größtenteils Büschen und Sträuchern gewichen. Die Polizeisperren nahmen seither stetig zu. Seither sind wir unterwegs, vorbei am Antiatlas nach Laayoune, und haben eben zum Sonnenuntergang die Westküste Afrikas auf Höhe Tantan erreicht, die wir nun größtenteils entlangfahren werden.

13. März | Dakhla / Ruhetag Auf dem Plan stand der Einkauf letzter Lebensmittel für die Wüste, darunter 230 Liter Wasser. Beim Feilschen in der Markthalle erkannte ein Einheimischer unsere Herkunft und sprach uns an. Typisch marokkanische Gastfreundschaft lud er uns zu sich nachhause auf eine Tajine ein. Dabei hatten wir Gelegenheit, bei der Zubereitung über die Schultern zu schauen.

14. März KM 5.741 | Einreise Mauretanien Am Morgen ging es vor Sonnenaufgang weiter, es müssen Kilometer geschrubbt werden, um 12 wollen sich alle an der Grenze zu Mauretanien treffen. Landschaftlich ist die Strecke seither teilweise eintönig, aber die ersten hohen Sanddünen werden langsam sichtbar. Wie viel Zeit uns der Grenzübertritt kosten wird, wissen wir noch nicht.

Fortsetzung folgt…