Trends der Woche 2018 – KW 33

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Trends der Woche 2018 – KW 33

Supercomputer mit neuromorphem Prozessor

Das Forschungslabor der United States Air Force hat gemeinsam mit IBM den größten Supercomputer mit einem neuromorphen Prozessor vorgestellt. Das experimentelle System „Blue Raven“ nutzt das von IBM entwickelte neuromorphe End-to-End-Softwareökosystem TrueNorth, das Deep Learning und Informationsfindung ermöglichen soll. Mit seiner Mustererkennung und seiner sensorischen Rechenleistung bildet das System das Äquivalent zu 64 Millionen Neuronen und 16 Milliarden Synapsen. Der Prozessor verbraucht dabei nur 40 Watt und damit so viel Strom wie eine Haushaltsglühbirne.

Werbung passt sich dem Wetter und der Zeit an

Der Spirituosenanbieter Diogeo hat mit JCDecaux gemeinam eine Kampagne für die Marken Gordon’s, Tanqueray, Captain Morgan, Smirnoff und Smirnoff Cider gestartet, bei der sich je nach Wetter, Standort und Uhrzeit die Werbung verändert. Die Technologie nutzt dabei unterschiedliche Datenströme. Die Kampagne wird in London unter anderem in der Nähe von Parks und Bahnhöfen gelauncht und soll Passanten mit wechselnden Inhalten ansprechen. So werden sie je nach Getränkemarke unterhaltsame Botschaften wie etwa „sun's out, gin's out“ oder auch „#weekend“ sehen können.

App veröffentlicht Bücher im Serienformat

Der US-Verlag Serial Box wendet die Funktionsweise von TV-Shows auf das Verlagswesen an und bietet seinen Nutzern per App Zugriff auf verschiedene Serienbücher im E-Book- und Hörbuchformat. Jedes Buch erstreckt sich über zehn bis 16 Folgen, wobei jede Woche eine neue Folge veröffentlicht wird. Die Autorenteams erstellen Storys, die speziell für dieses Format geeignet sind, statt existierende Romane zu splitten. Die Autorenteams unterstehen einem Showrunner, der die kreative Verantwortung übernimmt. Die Nutzer können einzelne Folgen oder gleich die gesamte Staffel bezahlen. Das Lesen oder Anhören jeder Folge nimmt circa 40 Minuten in Anspruch.

Virtueller Assistent hilft bei Kleidersuche

Der japanische Bekleidungsanbieter Uniqlo hat mit „Uniqlo IQ“ einen digitalen Assistenten entwickelt, der als App, im Messenger Line sowie per Google Assistant aufgerufen werden kann. Das Tool nutzt Spracherkennung und KI, um Nutzern personalisierte Empfehlungen zu übermitteln. Die App hält verschiedene Funktionen bereit, um die Suche nach passender Kleidung zu erleichtern. Dazu gehören unter anderem eine stündlich aktualisierte Hitliste von Outfits sowie die Suche je nach Anlass. Ferner können Nutzer gezielt Produkte in der Farbe finden, die von ihrem Horsokop als „Tagesfarbe“ ausgegeben wurde.

Kuchen per Augmented Reality personalisieren

Die japanische Konditorei La Famille ermöglicht es ihren Kunden, ihre Kuchen per Augmented Reality mit persönlichen Botschaften und Songs zu versehen. Das plattenförmige Dessert „Baum Records“ ist vom deutschen Baumkuchen inspiriert und besteht aus einer schwarzen Kakaobasis mit dunklem Schokoladenüberzug. Liebhaber von Süßem können ihr Smartphone auf den Nachtisch richten, um mit Hilfe der AR-App „COCOAR2“ ein Bild des sich drehenden Kuchens zu erhalten und den Kuchen um eine individuelle Nachricht oder ein Musikstück zu erweitern. Der Kuchen kostet umgerechnet etwa 14 Euro und eignet sich etwa als Geschenk zum Geburtstag oder zur Hochzeit.