Trends der Woche 2018 – KW 37

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Trends der Woche 2018 – KW 37

Gesundheits-Check-up mit VR und Bodyscanner

Das US-amerikanische Mount Sinai Hospital in New York City hat das Programm „Lab100“ ins Leben gerufen, um den jährlichen Gesundheitscheck neu zu erfinden. In einer etwa 90-minütigen Untersuchung werden eine umfassende Gesundheitsrisikobewertung und ein biometrisches Screening durchgeführt, wofür auch ein 3D-Bodyscanner und ein Virtual-Reality-Headset zum Einsatz kommen. Das Ziel von „Lab100“ ist es, Patienten die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Gesundheit langfristig im Blick zu behalten und zu erfahren, wie sich ihr Lebensstil auf ihre Gesundheit auswirkt.

Einkauf im Laden mit künstlicher Intelligenz

Das in San Francisco ansässige Start-up Zippin erkennt automatisch, welche Produkte die Kunden in ihren Warenkorb oder ihre Einkaufstasche legen, und ermöglicht so das Einkaufen ohne Warteschlangen und Scanner. Die Fähigkeiten der Plattform demonstriert Zippin in einem Pop-up-Shop, in dem an der Decke montierte Kameras und an den Regalen befestigte Sensoren zum Einsatz kommen. Das System wertet die Daten mit Hilfe künstlicher Intelligenz aus. Die Kunden hinterlegen ihre Bankdaten in einer Smartphone-App. Über diese App erhalten sie auch einen einzigartigen Code, mit dem sie den Laden betreten können, und nach dem Einkauf den Kassenbon.

Programmierbare Materialien aus dem 3D-Drucker

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich diverse Materialien mit Strukturmustern herstellen lassen, die ihnen neue Fähigkeiten verleihen. Zu diesen programmierbaren Materialien gehören Polymere und zukünftig auch Metalle und Keramik. Ein 3D-Nanodrucker des Karlsruher Instituts für Technologie baut die Strukturen auf wenige 100 Nanometer genau auf. Anstatt das Material selbst zu verändern, werden Gitterstrukturen erzeugt, die bei einem gewissen Druck an bestimmten Stellen gezielt nachgeben. Ein Einsatz ist etwa bei Armaturenbrettern oder in Prothesen denkbar.

Personalisierte Werbeformate im Internetradio

Pandora hat drei Audiowerbeformate entwickelt, die es Marketern ermöglichen sollen, ihre Werbeaktionen mit personalisierten Botschaften durchzuführen. Das Format „Dynamic Audio“ ermöglicht auf der Basis von Hörerdaten eine personalisierte Anzeigenplatzierung in Echtzeit. Beim Format „Sequential Audio“ wird den Zuhörern mit sequenziell ausgerichteten Audioanzeigen eine Markengeschichte in Echtzeit erzählt. Beim Format „Short-Form Audio“ hingegen werden Spots mit einer Länge von vier bis zehn Sekunden abgespielt. Die Marke Lay’s konnte in einem Test mit dem Format „Short-Form Audio“ ihre Rendite bei Werbeausgaben um 56 Prozent steigern.

Auktionshaus versteigert erstmals KI-Kunstwerk

Das Auktionshaus Christie’s plant die Versteigerung von limitierten Originaldrucken und Serien identischer dreidimensionaler Werke. Darüber hinaus soll mit dem „Portrait of Edmond Belamy“ erstmals ein Werk versteigert werden, das von künstlicher Intelligenz erschaffen wurde. Das französische Kollektiv Obvious, bestehend aus Künstlern und Forschern, entwickelte dafür ein generatives kontradiktorisches Netzwerk und fütterte es mit 15.000 Porträts, die allesamt aus dem 14. bis 20. Jahrhundert stammen. Der Algorithmus erzeugte schließlich ein Porträt, das so aussieht, als hätte es ein Künstler angefertigt.