Trends der Woche 2018 – KW 46

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Trends der Woche 2018 – KW 46

Supercomputer personalisiert Werbung

Der Elektronikkonzern IBM hat drei neue Onlinemarketinglösungen vorgestellt, die unter Einsatz des Supercomputers Watson Werbung an den jeweiligen Nutzer anpassen. „Media Optimizer“ und „Predictive Audiences“ ermitteln anhand des Kundenverhaltens und bestimmter Datenpunkte wie dem Wetter die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Nutzer einen Kauf abschließen wird. Der Spielehersteller Lego beispielsweise verwendet dann die Lösung „Watson Ads Omni“, um Eltern per Chatbot die Möglichkeit zu geben, im Sortiment das richtige Set für ihr Kind zu finden. Berücksichtigt werden dabei unter anderem das Alter und die Fähigkeiten des Kindes.

Sehstärke der Brille per Knopfdruck verändern

Das japanische Unternehmen Mitsui Chemicals hat die elektronische, adaptive Brille „TouchFocus“ entwickelt, die der Nutzer in eine Lesebrille verwandeln kann, indem er einen Knopf auf der Außenseite der Brille drückt. Der Lesemodus funktioniert hierbei durch den Einsatz eines Flüssigkristallsystems. Die Brille kann über einen USB-Anschluss in vier Stunden komplett aufgeladen und dann im Lesemodus zehn Stunden lang genutzt werden. Der Kunde kann aus 20 unterschiedlichen Designs wählen und benötigt für die Brille nur ein Standardrezept vom Optiker.

Nachhaltigkeitsportal fordert Airbnb heraus

Der Biokraftstoffhersteller Neste hat gemeinsam mit TBWA Helsinki das Portal „Zerobnb“ gelauncht, auf dem nachhaltige Ferienunterkünfte von Airbnb gelistet werden. Sie müssen den Nachhaltigkeitskriterien genügen und beispielsweise Recyclingmöglichkeiten anbieten oder in ihren Hausregeln zur Reduzierung von Plastikmüll anhalten. Ferner werden Unterkünfte berücksichtigt, in deren Umgebung umweltfreundliche Restaurants und Transportmöglichkeiten zu finden sind. „Zerobnb“ soll laut den Initiatoren so lange bestehen bleiben, bis Airbnb eine eigene Rubrik für nachhaltige Unterkünfte eingeführt hat.

Kundenservice im Laden per Videochat

Das Berliner Start-up Kumkju bietet Einzelhändlern mit seiner Lösung „face:connect“ die Möglichkeit, Kunden im Laden, unterwegs oder zu Hause per Videochat mit einem qualifizierten Mitarbeiter zu verbinden. In den Filialen der teilnehmenden Händler werden Automaten installiert, an denen Kunden mit einem Klick ein Gespräch beginnen oder ein erweitertes Sortiment erkunden können. Das ist speziell bei Läden von Vorteil, die nur über einen begrenzten Raum verfügen. Kunden können auf Wunsch auch per Browser oder Smartphone-Anwendung Zugriff auf die individuelle Beratung erhalten. Unterstützt werden dabei mehrere Sprachen.

Zellen per 3D-Druck herstellen

Forscher der University of Utah haben ein 3D-Druckverfahren für die Herstellung menschlicher Zellen entwickelt, mit denen beschädigtes Gewebe nachgebildet werden kann. Damit könnten Bänder, Sehnen oder Bandscheiben, an den jeweiligen Patienten angepasst, hergestellt werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Dafür werden Stammzellen aus dem Körperfett des Patienten entnommen und mit einem Drucker von Carterra auf ein Hydrogel in Form des zu ersetzenden Gewebes aufgedruckt. Sie werden dann im Reagenzglas so kultiviert, dass die Stammzellen sich zu dem gewünschten Zelltyp weiterentwickeln.