Trends der Woche 2019 – KW 6

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Trends der Woche 2019 – KW 6

Amazon versendet kostenlose Produktproben

Der US-amerikanische Onlinehändler Amazon will mit seiner Marketingstrategie Product Sampling auf Produkte aufmerksam machen, die Kunden interessieren könnten, und versendet zu diesem Zweck zukünftig kostenlose Produktproben, die zum jeweiligen Kunden passen. Welche Proben ein Kunde empfohlen bekommt und erhält, basiert auf einem Machine-Learning-Ansatz, bei dem die jeweiligen historischen Kundendaten der Amazon-Kunden verwendet werden. Für Marken, die an dem Programm teilnehmen möchten, ist diese Form von Werbung kostenpflichtig.

Sprachassistent im Produktregal

Die Werbeagentur The Mars Agency hat für den kalifornischen Spirituosenhändler BevMo! ein smartes Produktregal entwickelt, an dem Kunden von einem Sprachassistenten beraten werden. Die von der Agentur bereitgestellte Plattform SmartAisle nutzt eine KI-Engine und ist an die LED-Lichter an den Regalen angebunden. Kunden können somit dem Sprachassistenten ihre Whisky-Präferenzen kundtun, wonach sie von ihm drei Empfehlungen passend zu ihrem Geschmack erhalten. Darüber hinaus leuchten die LEDs an den jeweiligen Whiskyflaschen auf, sodass die Kunden nicht lange suchen müssen.

Add-On verhindert Bespitzelung durch Smart Speaker

Zwei dänische Designer haben einen lernfähigen „Parasiten" entwickelt, der Google Home sowie Alexa neue Namen verpasst und an der Aufnahme von Informationen hindert, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Das Add-On namens Alias wird auf dem jeweiligen Smart Speaker angebracht und erlaubt es Nutzern, ihm per Machine-Learning einen selbst gewählten Namen beizubringen. Solange dieser nicht ausgesprochen wird, füttert es den Speaker mit Störgeräuschen und verhindert so eventuellen Missbrauch. Sobald aber „Alias“ seinen neuen Namen hört, lässt er von dem Speaker ab, sodass die Geräte mit den üblichen Sprachbefehlen genutzt werden können.

Identitäten mit Hilfe der Blockchain überprüfen

Das US-amerikanische Start-up Credo360 hat ein Verifizierungssystem für Online-Identitäten aufgebaut, das auf der Blockchain basiert und Betrug im Onlinehandel reduzieren soll. Nach erfolgreichen Transaktionen können sich die Nutzer gegenseitig öffentlich einsehbare Referenzen geben, um das Vertrauen zu erhöhen. Da diese in der Blockchain gespeichert werden, sind sie nicht manipulierbar. Das Besondere ist allerdings, dass die Anwender Vertrauen für ihre virtuelle Identität aufbauen und trotzdem anonym bleiben können. Die Credo-ID-Nummer kann etwa für Twitter, Reddit oder das Kleinanzeigenportal Craigslist genutzt werden.

Autonomer Robo-Store kommt auf Abruf

Die US-amerikanische Supermarktkette Stop & Shop hat zusammen mit Robomart angekündigt, in Kürze autonome Lebensmittelfahrzeuge in Boston und Umgebung einzusetzen. Der autonome Robo-Store wird dabei eine Auswahl an Obst und Gemüse sowie konfektionierte Kochboxen mit gebrauchsfertigen Waren des Supermarkts zum Kunden liefern. Nutzer können das Fahrzeug einfach per App zu sich bestellen. Das Fahrzeug kann bei Ankunft entsperrt werden, um die Produkte auszuwählen. Dabei werden die Einkäufe dank einer Kombination aus Computer Vision und RFID-Tagging automatisch in der App erfasst, wonach die Rechnung sofort an den Nutzer übermittelt wird.