Trends der Woche 2020 – KW 4

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Trends der Woche 2020 – KW 4

 

Mikrochips erhöhen Reichweite von E-Autos

Der deutsche Technologiekonzern Bosch hat Mikrochips entwickelt, die aus veränderten Materialien bestehen und die Leistungsfähigkeit von Elektro-Autos verbessern sollen. Herkömmliche Mikrochips werden aus reinem Silizium hergestellt, in dessen Kristallstruktur Bosch nun durch chemische Prozesse Kohlenstoffatome eingearbeitet hat, sodass Siliziumkarbid-Halbleiter daraus entstanden. Diese Halbleiter reduzieren laut Bosch den Energieverlust in Form von Wärme um 50%, ermöglichen eine Reduktion des Gewichtes und erhöhen die Reichweite eines Elektro-Autos um insgesamt sechs Prozent. Für die Halbleiter wurde ein neues Werk in Dresden eingerichtet.

Hyundai baut Lufttaxis mit E-Antrieb

Der Autohersteller Hyundai wird Passagierdrohnen für die Lufttaxis von Uber herstellen. Das Personal Air Vehicle „S-A1" verfügt über zwölf Rotoren sowie Flügel. Dadurch kann es vertikal starten und in der Luft auf Flugzeugvortrieb umschalten. In dem Gefährt finden bis zu fünf Personen Platz. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 290 Kilometer pro Stunde, die Reichweite rund 100 Kilometer. Die Rotoren werden elektrisch angetrieben, dadurch ist das „S-A1" leiser als ein Hubschrauber. Das Laden dauert bis zu sieben Minuten. Anfangs wird es von einem Piloten gesteuert, später soll es autonom fliegen.

Windkraft für 5G

Vodafone kooperiert für ein Pilotprojekt mit dem Berliner Start-up Mowea und hat dessen modulare Mikro-Windturbinen an einer LTE-Mobilfunkstation in Mecklenburg-Vorpommern installiert. Die Turbinen wurden in 50 Metern Höhe direkt am Mobilfunkmast angebracht und in das Energiemanagementsystem des Mastes integriert. Vodafone verfolgt das Ziel, bis 2022 sein gesamtes Mobilfunknetz mit erneuerbarer Energie zu betreiben. Dafür wird das Unternehmen bis 2021 rund 1100 Mobilfunkstationen mit Solaranlagen ausstatten. In Kombination mit Windkraft soll der steigende Energiebedarf durch 5G nachhaltig gedeckt werden.

Wearable unterstützt die Konzentration

Das Wearable „FOCI“ analysiert auf der Grundlage von KI und Sensoren die Konzentration eines Nutzers und soll helfen, diese zu verbessern. Das nur 10 Gramm schwere Gerät wird an der Hüfte befestigt und registriert unter anderem Atmung und Bewegungen des Nutzers. Durch Vibration soll das System wieder auf Kurs bringen, wenn es anhand der biometrischen Daten Träumereien oder das Aufschieben von Tätigkeiten registriert. Nutzer können sich die Daten per App visualisieren lassen und unterschiedliche Konzentrationsziele definieren. Dazu gehört etwa das Erreichen eines Flow-Zustands.

Transparenz im Datenhandel

Das europäische Start-up „polypoly“ arbeitet daran, den Bürgern der Europäischen Union mehr Entscheidungskraft und Transparenz beim Thema Datensicherheit zu ermöglichen. Primär geht es den Entwicklern um die Bündelung der digitalen Informationen in eine Art digitalen „Schatten“, der die individuelle Aktivität von Menschen im Internet darstellt und aufzeigt, wie welches Unternehmen mit den persönlichen Daten umgeht. Das dezentralisierte Genossenschaftsmodell stellt die Grundlage des Start-ups und soll den Mitgliedern ermöglichen, eigenständig zu entscheiden, wie und von wem ihre Daten genutzt und besonders wie sie dafür entlohnt werden.