Trends der Woche 2017 - KW 38

VIDEOBRILLE BRINGT KINOERLEBNIS NACH HAUSE

Das Start-up Cinera hat ein gleichnamiges Kickstarter-Projekt initiiert, bei dem mit einer hochauflösenden Videobrille das IMAX-Kinoerlebnis bequem ins eigene Wohnzimmer verlagert werden kann. Die mit Dual-Display-System ausgestattete Videobrille schafft eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und bietet eine 66-Grad-Sicht. Sie lässt sich wahlweise um den Kopf befestigen oder per Halterung vor dem Kopf positionieren. Nutzer können dabei zwischen der 2D- und der 3D-Sicht wählen. Die Brille kann per HDMI-Anschluss mit unterschiedlichen Geräten verbunden werden und das Filmmaterial lässt sich auch portabel über Micro-SD-Karten einspeisen.

NANOROBOTER MACHT TUMORZELLEN DEN GARAUS

Ein internationales Forscherteam unter der Federführung der University of Durham in England hat Nanoroboter für den Kampf gegen Krebserkrankungen entwickelt. Sie werden in entsprechendes Gewebe eingebracht und drehen sich bis zu drei Millionen Mal pro Sekunde, um so durch die Zellmembran der Krebszellen zu gelangen. Aktiviert werden die Roboter über ultraviolettes Licht. Ist eine Krebszelle aufgebrochen, wird sie entweder von den Nanorobotern selbst oder durch direkt verabreichte Wirkstoffe vernichtet. Bei ersten Versuchen an Mikroorganismen und kleinen Fischen hat sich bereits ein vielversprechender Behandlungserfolg gezeigt.

ANTWORTEN VON EXPERTEN PER LIVESTREAM ERHALTEN

Das US-amerikanische Start-up Askedoo hat eine gleichnamige Frage-und-Antwort-App initiiert, die Personen mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen in Form einer Livevideokonferenz zusammenbringt. In dieser Videokonferenz beantworten die Experten in Echtzeit Fragen unterschiedlicher Kategorien, so etwa zu den Themen Technologie, Haus und Garten, Fashion sowie Beauty. Des Weiteren können die Experten über die App auch eigene Webinare bereitstellen, an denen interessierte Nutzer gegen Zahlung eines festgelegten Preises teilnehmen können.

SMARTPHONE ERKENNT ELEKTROMAGNETISCHE STRAHLUNG

Forscher der Future Interface Group haben das Projekt „Deus EM Machina“ präsentiert, für das ein Smartphone so modifiziert wurde, dass es die elektromagnetische Strahlung von Geräten erkennt. Dies eröffnet Interaktionsmöglichkeiten mit jedem elektronischen Gerät, so auch mit smarten Lampen, Bildschirmen oder Druckern. Um die elektromagnetische Strahlung erkennen zu können, wurden eine als Antenne fungierende Kupferfolie und ein auf einer kleinen Platine angebrachter Schaltkreis verwendet. Das präparierte Smartphone muss nur direkt an das jeweilige Gerät gehalten werden, registriert dann die Strahlung und ordnet sie dem jeweiligen Gerät zu.

KI UND VR FÜR SHOPDESIGNS

Das US-amerikanische Unternehmen InContext Solutions kombiniert für Shopdesigns künstliche Intelligenz mit Virtual Reality. Auf der Plattform „ShopperMX“ hat es eine VR-Headset-Lösung auf den Markt gebracht, die es Einzelhändlern ermöglicht, intelligente Ladenlayouts in einer immersiven VR-Umgebung zu erstellen. Anhand von Daten erkennt die künstliche Intelligenz Muster von Kundenerfahrungen und -erwartungen. Geschäftstreibende können ihren Laden auf diese Weise vorab in einer virtuellen Umgebung durch die Augen des Kunden sehen, Shoppingtrends vorhersagen und bessere Entscheidungen treffen und dadurch Geld und Zeit sparen.