Trends der Woche 2017 - KW 31

WEARABLE ERMITTELT ANHAND DES HAUTWIDERSTANDS GEFÜHLE

Das Spin-off der MIT Media Labs mPath hat den tragbaren Sensor „MOXO“ entwickelt, mit dem sich Emotionen messen lassen. Der Sensor wird am Handgelenk des Probanden befestigt und misst den Hautwiderstand, der Aufschluss über das Aktivitätsprofil des sympathischen Nervensystems und die damit verbundenen Emotionen gibt. Zusätzlich werden per GoPro-Kamera und Eyetracking die Augenbewegungen und die Blickrichtung erfasst. Mit dem von mPath entwickelten Analyseverfahren Emototyping werden alle generierten Daten ausgewertet und bestimmten Emotionen zugeordnet. Die Emotionsdaten sollen für das Marketing verwendet werden.

AUF DER ZUGREISE IN DEN ÄRMELKANAL EINTAUCHEN

Der Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen Eurostar will das Reiseerlebnis seiner Kunden bereichern und rüstet seine Züge der Baureihen E300 und E320 in Kooperation mit der Kreativ- und Innovationsagentur AKQA auf den Strecken zwischen London und Paris, Lille, Brüssel und Lyon mit Virtual Reality aus. Zuggäste können die App „Eurostar Odyssey“ auf ihrem Smartphone installieren und mit von der Besatzung kostenlos verteilten Virtual-Reality-Brillen einen virtuellen 360-Grad-Tauchgang im Ärmelkanal machen. Hierbei begleiten sie die Meeresforscher Rose und Benoît auf ihrer Entdeckungstour.

SPRACHDATENANALYSE FÜR MARKETINGZWECKE

Das US-amerikanische Softwareunternehmen Adobe hat in das Analysetool „Adobe Analytics Cloud“ neue Sprachanalysefunktionen integriert. Ab sofort erhalten Unternehmen damit die Möglichkeit, überall dort, wo Kunden für Interaktionen Sprache anstelle von Tastatureingaben nutzen, diese Sprachdaten einer tiefgreifenden Analyse zu unterziehen. In Kombination mit der künstlichen Intelligenz und dem maschinellen Lernen von Adobe Sensei bietet das Tool „Adobe Analytics Cloud“ Unternehmen somit komplett neue Einblicke in ihre Zielgruppe, sodass sie noch personalisiertere und ansprechendere Kundenerlebnisse liefern können.

LEKTÜREERLEBNIS DURCH MUSIKUNTERMALUNG STEIGERN

Das Schweizer Start-up Bubo hat die gleichnamige App lanciert, die EBooks für ein innovatives Leseerlebnis mit Bildern und Musik synchronisiert, die zur Story passen. Die Musik passt sich an die Stimmung des jeweiligen Kapitels oder der jeweiligen Textpassage und an die individuelle Lesegeschwindigkeit des Nutzers an und macht das Lesen somit zu einer fesselnden Erfahrung. Im Zuge des Betatests der Android-App kann jeder Teilnehmer zwei E-Books kostenlos testen.

PLATTFORM FÜR HÄNDLER UND HERSTELLER

Das deutsche Start-up Go to Emma hat die gleichnamige Plattform für den Wareneinkauf entwickelt, die sich an Händler und Hersteller richtet. Händler können den digitalen Vertriebs- und Einkaufsassistenten kostenfrei nutzen. Hersteller zahlen sieben bis zehn Euro Vermittlungsgebühr, wenn ein Händler auf ihr Angebot eingeht. Die Produkte werden auf der Plattform mit Grafiken, Videos und Stammdaten angezeigt. Da auf diese Weise Außendienst- mitarbeiter eingespart werden können, wird den Herstellern eine Kostenersparnis ermöglicht. Die Einkäufer profitieren wiederum von größerer zeitlicher Flexibilität.