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Wie Marketingverantwortliche ihre Kampagnen und Teams mit generativer KI voranbringen

diconium
Written by diconium

Das Wichtigste in 20 Sekunden
  • Der Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) bietet dem Marketing viele Potenziale für die Content Creation, Personalisierung und Marktsegmentierung. 

  • Die richtige Datengrundlage und Strategie gehören zum zentralen Starter-Kit für KI-Einsatz im Marketing. 

  • Gezielte Schulungen liefern das notwendige Know-how für die KI-optimierte Wertschöpfung. 

Agenda

Schaut man sich die stilistische Qualität der Texte von ChatGPT oder die fotorealistischen Ergebnisse von KI-Bild-und Video-Generatoren an, kann durchaus von einer Revolution im Bereich der Content-Erstellung gesprochen werden. Doch nicht nur für die Werbetexterstellung oder die Erzeugung von Bild-und Video-Material lässt sich generative Künstliche Intelligenz (KI) wertschöpfend nutzen, auch in anderen Bereichen des digitalen Marketings erschließt sie zunehmend neue Wege. 

Mit generativer KI Kampagnen auf das nächste Level heben 

Ein Reason Why liefert generative KI für die Content Creation: Smarte KI-Modelle unterstützen Marketingverantwortliche dabei, Inhalte schneller, mit höherer Qualität und größerer Vielfalt zu erstellen – von ChatGPT bis Midjourney. Gleichzeitig eröffnet generative KI neue Potenziale in der Datenanalyse und Kundenansprache. Etwa die tiefergehende Personalisierung und die weitere Verbesserung der Kundeninteraktion durch KI entwickeln sich zu immer wichtigeren Erfolgsfaktoren für gezieltes und individualisiertes Marketing. Zum Beispiel durch die direkte Reaktion auf geschriebene bzw. gesprochene Wünsche und Anfragen. So kann das Feedback der Zielgruppen ausgewertet und in Themen gruppiert sowie die Korrelationen zwischen positiven und negativen Aspekten gefunden werden. Als Ergebnis kann KI einen Aktionsplan vorschlagen und vieles mehr. Darüber hinaus lassen sich mit den Large Language Models (LLMs) smarte Kundensegmentierungen vornehmen, die Segmente weiter clustern, das Targeting anpassen und jede Nachricht mit individuellen Botschaften personalisieren. 

Datenbasis legen und KI-Strategie festzurren 

Wie erfolgreich und innovativ der KI-Einsatz am Ende ist, darüber entscheiden immer die Daten, mit denen die Algorithmen trainiert werden. Ein effizientes Datenmanagement ist demnach ein Muss für den erfolgreichen KI-Einsatz und der erste Schritt, wenn es um die KI-Planung geht. Marketing-Verantwortliche sollten ihre grundlegenden Daten, IT-Infrastrukturen und Systeme checken und stärken. Dazu gehört auch die Bereinigung der Kundendaten, von deren Qualität mögliche KI-Use Cases im Marketing zwangsläufig abhängen. Die Regel ist simpel: qualitativ hochwertige Daten gleich qualitativ hochwertiger Output der generativen KI-Lösung. 

Nach der Daten-Prüfung geht es an die Planung möglicher KI-Maßnahmen mit der Frage: Welche KI-Handlungsfelder bieten individuell den größten Nutzen für die Wertschöpfung, um Marketing-Ziele weiter zu forcieren? Vor dem KI-Einsatz steht das Marketing-Team vor der großen Aufgabe, ihre konkreten Ziele und Use Cases zu definieren, um strukturiert und gezielt vorzugehen. Denn der konkrete KI-Mehrwert muss festgelegt und abgestimmt sein und mit den Corporate-Zielen übereinstimmen, um nicht an der Zukunftsfähigkeit des eigenen Geschäfts vorbeizuarbeiten. Kurz gesagt: Die KI-Strategie ist der entscheidende Erfolgsfaktor, um eine effektive Entwicklung, Implementierung und Skalierung von KI-Projekten sicherzustellen. Im Fokus stehen drei wichtige Handlungsfelder: 

  1. Marketingstrategie anpassen: KI-Strategien brauchen eine klare Vision, eine gründliche Planung und die Bereitschaft, bestehende Marketingmodelle gezielt anzupassen und zu erneuern. Die Integration von KI in die übergeordnete Marketingstrategie ist ein entscheidender Schritt, um Zielgruppen individuell und personalisiert zu adressieren.

  2. Use Cases finden und auswählen: Aus den strategischen Zielen können erste Planungen für Use Cases abgeleitet werden. Auch hier lohnt sich ein mehrstufiger Prozess, der in einem Framework aus Vorbereitung, Ideation, Bewertung, Priorisierung und Umsetzung die optimalen KI-Anwendungen hervorbringt. Ein Beispiel für eine KI-Anwendung im Marketing kann z. B. der KI-Chatbot sein, der auch komplexe Kunden-Anfragen bewältigt und dem Marketing-Team so Zeit und nervige, sich wiederholende Fragen im Customer Service abnimmt. Unternehmen, die gerade erst mit KI beginnen, sollten sich auf Anwendungen konzentrieren, von denen sie den größten Mehrwert erwarten.

  3. Partnerschaften aufbauen: Ein Ökosystem aus Partnerunternehmen bietet hilfreiche Unterstützung für die Entwicklung von KI-Anwendungen, indem es Zugang zu vielfältigem Fachwissen, Ressourcen und unterschiedlichen Perspektiven ermöglicht. 

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Empowerment: Workshops für wichtiges KI-Know-how 

Für den KI-Einsatz werden im Team vielfältige Kompetenzen benötigt. In der Marketing-Praxis hapert es häufig an entsprechendem Vorwissen und den passenden Strukturen in den Marketingabteilungen. Umso mehr gilt es nun, die Mitarbeitenden entsprechend zu empowern, um mit ihnen die richtigen Daten- und KI-Voraussetzungen für eine optimierte Wertschöpfung in zentralen Marketing-Bereichen zu schaffen.

Für den führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnik Bosch Rexroth haben unsere Expert:innen erst kürzlich eine KI-Schulung für 35 internationale Content- und Marketing-Manager durchgeführt. Im Fokus des gemeinsamen Workshops stand das allgemeine Verständnis für generative KI und die Frage, wie das eigene Content Marketing am effizientesten zum Einsatz gebracht werden kann. In einer Kombination aus Wissensvermittlung und praktischer Anwendung gliederte sich die sechsstündige Fortbildung in drei zentrale Teile:

  1. Potenziale generativer KI wurden zunächst in einer Live-Demo praxisorientiert aufgezeigt.
  2. Die Teilnehmer:innen konnten sich danach an konkreten Beispielen entlang der Content-Wertschöpfungskette ausprobieren, um die konkreten Auswirkungen auf die zukünftige Rolle des Marketings zu bewerten und zu diskutieren.
  3. Anhand der praxisnahen Nutzung von generativer KI hat das Team in kürzester Zeit die individuell wichtigsten Use Cases identifiziert, um alle Phasen des Content-Managements und der -Erstellung effizienter zu halten.

Mehr zu der praxisnahen KI-Schulung für Bosch Rexroth findet sich im neuen Leitfaden „Künstliche Intelligenz im digitalen Marketing“ des Bitkom auf den Seiten 41/42.

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