Tschüss Tesla. Das war's. Mercedes EQC weist den Weg in der E-Mobilität.

Wie geht es jetzt weiter?

 

Ihr Kontakt bei diconium

Lukas Pierre Bessis
digital evangelist

Vor fast zwei Jahren, am 29. September 2016, stand der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, auf der Bühne der Paris Motor Show und kündigte die Elektroautos von Mercedes-Benz, die unter der Marke EQ zukünftig verkauft werden sollen, an.

diconium Evangelist Lukas-Pierre Bessis sagte darauf hin in seinem Blogpost auf diconium voraus, dass dies das Ende von Tesla bedeuten würde. Tesla hätte bis dahin ihr Momentum nicht genutzt und da nun eines der Schwergewichte der Automobilindustrie in den Ring der E-Mobilität steigt, hätten sie nun das Nachsehen.

Eine hitzige Online-Debatte entfachte sich daraufhin, die bis heute immer wieder die Gemüter erhitzt.

Mercedes EQC | Header | diconium

Tschüss Tesla. Das war's. Mercedes EQC weist den Weg in der E-Mobilität.

Kritik an Tesla – berechtigterweise?

Einer der Kritikpunkte an Tesla war, dass sie es bis heute nicht geschafft haben zu liefern. Immer wurde nur angekündigt, aber die entscheidenden Schritte folgten nicht, ganz im Gegenteil dazu Mercedes-Benz. So wie es scheint, behält der diconium Evangelist nun Recht, denn heute, am 4. September 2018, stellte Daimler-Chef Zetsche wie angekündigt und im Gegensatz zu Tesla im Zeitplan, das erste EQ Modell vor.

Der Mercedes-Benz EQC ist das erste vollelektrische Auto von Mercedes-Benz und bietet in der Standard-Ausführung eine Reichweite von 450 km. Der SUV ähnliche Elektrowagen bietet Platz für fünf Personen und auch im Kofferraum bietet der EQC reichlich Raum für Gepäck oder Einkäufe.

Bekanntlich benötigen Elektromotoren weniger Platz, deshalb eröffnet der Blick unter die Motorhaube dennoch nicht mehr Stauraum, denn die Ingenieure nutzten den Motorraum, um Klimaanlage und Kühler unterzubringen.

Der Antrieb bietet eine Leistung von über 800 Newtonmeter bei 300 kw. Umgerechnet bedeutet das knapp 400 PS Leistung, die dem Mercedes-Benz EQC zur Verfügung stehen. Durch den permanenten Allradantrieb bringt der ca. 2 Tonnen schwere Elektrowagen die Leistung buchstäblich auf die Straße und beschleunigt so den Elektro Mercedes wie man hört innerhalb von 3,8 Sekunden auf Tempo 100 km/h.

Diese Werte kennt man bereits von Elektromotoren von Tesla und BMW – allerdings, und das ist neu, überrascht der Verkaufspreis mächtig. Dadurch, dass Mercedes sich in der Entwicklung des Elektroantriebes Zeit ließ und immer auch damit argumentierte, dass die Kosten, insbesondere der Batterien den Verbrauchern nicht zumutbar wären, kann jetzt mit vermutlich unter 70.000 € ein Elektromercedes in der Basisausstattung angeboten werden.

Dieser Preis liegt um ein Drittel unter dem eines Tesla S und dürfte ein weiterer Sargnagel für den Automobilisten aus dem Silicon Valley sein.

In der Designsprache geht Mercedes kompromisslos den erfolgreichen Weg der letzten acht Jahre. Unter der Schirmherrschaft des Designchefs Gorden Wagener reiht sich der EQC in den sportlich maskulinen Designkanon von Mercedes ein. Das durchgehende Leuchtband am Heck erinnert stark an Disneys Computer Epos „Tron“ und stärkt so den futuristischen Anspruch der EQ Marke im exterior Design.

Im Interieur hingegen überraschen die Designer den Insassen. Der EQC verlässt die klassische geschwungene Linienführung, die man in den vergangenen Jahren kannte. Das sogenannte Jetdesign mit den runden Luftdüsen ist durch gerade, rechteckige Elemente ersetzt worden. Man fühlt sich wie in einer Zeitreise, allerdings nicht in die Zukunft, sondern zurück in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts versetzt. Ein Cockpit aus der Zukunft, das eher an einen Saab 900 erinnert, war der erste Gedanke.

Startet man jedoch das System, begrüßt einen ein freundliches Screendesign, das intuitiv zu bedienen ist. Natürlich ist das bereits erfolgreich in der A Klasse verbaute MB UX auch im EQC wiederzufinden. Die Sprachsteuerung läuft tadellos und die ersten Anwendungen deuten darauf, dass man im EQC mit mehr Apps rechnen darf.

Fazit: Der Mercedes-Benz ist der erste seiner Art, aber schon jetzt ein vollwertiger Mercedes. Reichweite und Verarbeitung rechtfertigen den zu erwartenden Preis der unter dem eines Tesla S oder Tesla X liegt.

Wie geht es jetzt weiter?

 

Ihr Kontakt bei diconium

Lukas Pierre Bessis
digital evangelist