Trends der Woche 2017 - KW 21

SPRACHASSISTENTIN ERMÖGLICHT VIDEOTELEFONIE

Amazon erweitert seine Produktpalette rund um seine persönliche Sprachassistentin Alexa um das Gerät „Amazon Echo Show“. Das zuvor unter dem Codenamen Knight entwickelte Gerät ist Amazons erstes Alexa-fähiges Gerät mit einem sieben Zoll großen Display. Das Gerät wird ebenfalls per Sprache über Alexa gesteuert, zeigt jedoch die entsprechenden Antworten und Hintergrundinformationen zusätzlich als Text auf dem Touchscreen an. Zudem verfügt das Gerät über eine Kamera mit fünf Megapixeln, die den Einsatz für Videotelefonie zwischen zwei Amazon-Echo-Geräten erlaubt.

VIDEOERKENNUNG IN ECHTZEIT

Das in Berlin ansässige Start-up Twenty Billion Neurons entwickelt Systeme auf der Basis von maschinellem Lernen, die Videoinhalte in Echtzeit analysieren. Die Systeme machen von einer Datenbank mit kommentierten Videoaufnahmen von alltäglichen Situationen und menschlichen Handlungen Gebrauch. Mit Hilfe der Videos werden die neuronalen Netzwerke dahin gehend trainiert, dass sie die Interaktion von Objekten mit der realen Welt verstehen. Das System lässt sich kundenspezifisch anpassen und kann beispielsweise für die Gestenerkennung, in Haushaltsrobotern und bei Suchfunktionen für Videos eingesetzt werden.

AI-SYSTEM HILFT BEI DER LÖSUNG VON KRIMINALFÄLLEN

Ein Forscherteam der Middlesex University hat das System „VALCRI“ entwickelt, das auf künstlicher Intelligenz basiert und die Kriminalpolizisten in Zukunft bei ihrer Arbeit unterstützen soll. Das System soll bei der Verbrechensaufklärung etwa die mühsame und zeitaufwendige Suche nach ähnlichen Fällen innerhalb weniger Sekunden durchführen und die Ergebnisse anschließend visualisieren. Um plausible Ermittlungsvorschläge machen zu können, scannt das System Millionen von Polizeiverhören, -bildern und -videos und sucht nach Verbindungen, die für den aktuellen Fall relevant sein könnten.

AI-SOFTWARE ERSTELLT TEXTE AUF KNOPFDRUCK

Das Stuttgarter Start-up aexea hat das Softwareprogramm „AX Semantics“ entwickelt, das aus Datensätzen automatisch Massentexte in bis zu 22 Sprachen erstellen kann. Vorab definierte Datensätze werden dabei von einem maschinellen Algorithmus logisch und statistisch analysiert, um relevante Informationen zu gewinnen. Bei der Texterstellung werden sowohl das Wording und der Sprachstil als auch die Textstruktur der analysierten Daten berücksichtigt, sodass die Texte je nach Zielgruppenausrichtung entweder in einem nüchternen oder aber in einem emotionalen Ton ausgegeben werden.

MOBILITÄTSPROVIDER INTEGRIERT FLUGTAXIS

Das Unternehmen Uber hat auf dem Elevate Summit bekannt gegeben, dass es bis 2020 in Dallas und Dubai ein Netzwerk aus fliegenden Fahrzeugen vorstellen wird. Um das so genannte fliegende Auto für die Großstadt entwickeln zu können, ist der Fahrdienst mehrere Partnerschaften mit Flugzeugfirmen eingegangen. Obwohl bisher noch kein entsprechendes Verkehrsnetz existiert, gibt es bereits genaue Vorstellungen bezüglich der fliegenden Uber-Taxis: Die Fahrzeuge sollen vertikal abheben und landen können, emissionsfrei und leise 100 Meilen in 40 Minuten zurücklegen und dabei nicht mehr als eine Autofahrt kosten.